Zitat von void28:
Ich verstehe aber nicht, wieso man - wenn SO Probleme aufkommen, man nicht darüber redet und versucht ob man es besser machen kann... selbst schlechter S. lässt sich besser machen... zumindest ein Versuch sollte es doch wert sein, oder?
Deswegen stört mich auch dieses "Ich hab keine Gefühle mehr" Argument - da biste als Partner einfach machtlos...
Ich weiß nicht, wie es im Falle deiner Exfreundin ist...
Ich habe meine Probleme und Sorgen immer klar kommuniziert, bin aber wirklich auf taube Ohren gestoßen, wurde nicht ernst genommen, alles wurde herunter gespielt oder man hat sogar mir die Schuld gegeben.
Konkret hatte mein Ex ein Problem mit Alk und meinte ständig, er bräuchte meine Hilfe, um das Problem zu überwinden. Ich willigte ein. Und sobald ich ihn darauf hinwies, dass er dabei ist eine schlechte Entscheidung zu treffen, ignorierte er mich. Heute weiß ich: Er hat mich einfach als Sündenbock genutzt. Er wollte sein Problem zu meinem machen, wollte, dass ich ihn rette. Ohne, dass er überhaupt dazu bereit war etwas zu ändern.
Tja, es dauerte keine 3 Wochen und er hatte sich nach der Trennung professionelle Hilfe geholt. Als ich ihm das zuvor vorschlug, hieß es: "Ich bin doch nicht so ein Fall! Ich schaff' das alleine!" Hundert Mal hat er mir das gesagt. Und hundert Mal hat er mir das Gegenteil bewiesen.
Ich verstehe deine Ratlosigkeit, wenn du sagst, dass sie offenbar Probleme nie angesprochen hat. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, warum man das nicht tun sollte. Aber wenn du willst, kannst du ja nochmal reflektieren und in dich gehen, ob da vielleicht doch kleine Momente sind, in denen sie da was signalisiert hat? Aber musst du auch nicht. Es ändert ja leider nichts an der Situation... Aber hilft vielleicht ein wenig die Frage nach dem WARUM zu stillen?
Ich denke, mein Ex hat nach der Trennung sehr viel reflektiert.
Ich habe meine Probleme sehr oft klar angesprochen. Und er hat es wahrgenommen. Aber nicht wirklich richtig genau zugehört. Seine Worte waren nach Ende: "Mir war nicht bewusst, dass es dich
so sehr stört!"'
Nee, ich hab's ja auch nur jede Woche mehrmals laut betont und insgesamt 15698 Stunden unserer Beziehung damit verbracht mit dir darüber zu diskutieren
Meiner Meinung nach beinhaltet die Aussage "Meine Gefühle sind weg!" schon, dass sich Probleme angebahnt haben.
Mit meinem anderen Ex war es auch so. Da war es nach knapp 2 Jahren auch vorbei. Er war mir zu klammernd/kontrollierend, zu anhänglich, zu abhängig von mir. Ich merkte, dass ich mich weiter entwickelte, während er eher zum Riesenbaby in meinen Augen wurde...
Ich habe nie klar gesagt: "Du bist mir zu anhänglich!" sondern bin eher auf Abstand gegangen und habe gesagt: "Ich gehe heute nach der Uni noch zu einer Freundin." - Was auch keine Lüge war. Aber er war dann enttäuscht, wenn der von ihm geplante Filmeabend auf dem Sofa ins Wasser fiel.
Es ist lange her und ich weiß nicht mehr genau, welche Worte ich bei Trennung gewählt habe. Aber ich denke auch, dass es in die Richtung ging: "Ich finde, wir haben uns unterschiedlich entwickelt und haben unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft. Leider reichen meine Gefühle nicht mehr."