Zitat von Zylinderella:Aber Knutschi, wenn Frau Birkenbihl nicht geforscht hätte, wüssten wir doch gar nicht, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich lernen, aufgrund ihrer unterschiedlichen Hirnstruktur. Und wüssten gar nicht, dass Jungen besser lernen, wenn sie sich Buchstaben "erlaufen". Jetzt weiß ICH das zumindest. Und ...
Tatsächlich sehr spannend, wusste ich nicht. Und Vera Birkenbiehl war (nicht nur da) ein echter Vorreiter. Aber sie hätte Konzepte nie über Induvidualität gestellt. Sprich, auch ihr war bewusst, dass manches nicht grundsätzlich so sein muss.
Worauf ich hinaus wollte mit dem Spruch, es kommt immer Schwachsinn dabei raus, ist, egal wie gut ein konzept auch ist, solange man es als allgemeingültig betrachtete, wirkt der, der nicht in's Raster passt wie ein Fehler. Aber immer ist das Konzept der Fehler.
Wenn ich jetzt Buchstaben nicht erlaufe (weiss ich nicht, reine Hypothese) sondern ein komplett eignes Lernverhalten habe, was nicht in's Raster passt, falle ich dann als Fehler raus. Und wir haben genau den Effekt der eigentlich in Frage gestellt wurde.
Der alte Fritz hat das preusische Schulsystem eingeführt um Unterntanen zu schaffen. Und das gleiche Konzept machen wir immer noch. Schauen wir in die Antike, lief das vollkommen anders ab. Der Mentor hat sich noch mit den Individuen auseinander gesetzt und von ihnen gelernt, wie diese lernen.
Heute werden beliebige Kenntnisse in eine Form gebracht und Menschen übergestülpt. Das was die Femeinismusbewegung ankreidet und was Frauen schlicht in eine Form bringen wollte, kreidet diese völlig zu recht an. Aber das gleiche mit neuem Vorzeichen fortzusetzen, ist schlicht keine Lösung.
Es bräuichte ein vollständiges Umdenken. und das hat absolut nichts mit Patriarchat zu tun, sondern nur mit der Vorstellung, dass Menschen Führung bräuchten und dem Menschsein selbst mit Misstrauen begegnet wird.