Zitat von ElGatoRojo: Letztlich ist es doch eher die Gegenwarts- und Zukunftsaufgabe von Feministinnen, hier den Hebel anzusetzen
Zitat von ElGatoRojo: Man kann ja mal einen Teil der Frauen-Power darauf konzentrieren
Nope. Es sollte ein gesamtgesellschaftliches Problem sein.
Wenn Feministinnen aufgefordert werden, etwas gegen die Benachteiligung von Jungen im Schulsystem zu tun, müsste man doch ebenso auch Männer bzw. Männerrechtler auffordern, etwas gegen die höhere Komplikationsrate bei männlichen Operateuren zu tun, oder?
Leider ist es nach wie vor in allen Branchen der absolute Karrierekiller für Frauen, mit "Frauenthemen" anzukommen. Das ist nach wie vor Gedöns. Es werden kaum Steuer- oder Forschungsgelder dafür locker gemacht.
Und für die Karriere einer Frau ist es definitiv besser, eine "klassische" (also nur an Männer getestete) Studie zu Gefäßkrankheiten durchzuführen, als eine zu Gefäßproblemen bei Endometriose.
Sobald eine Frau als Ärztin, Ingenieurin oder Stadtplanerin das Thema "Geschlechtergerechtigkeit" oder "Berücksichtigung von Frauen" ausspricht, ist sie "eine von denen", "doch nicht etwa Feministin", vermutlich Les.be oder Männerhasserin.
Und ihre Arbeitsergebnisse werden fortan angezweifelt.
Das ist da draußen nicht anders als hier im Forum.
Feminismus muss frau sich leisten können.
Fun fact: Es wurde eine Studie zur durch Männer wahrgenommenen Attraktivität von Frauen mit Endometriose durchgeführt, noch bevor die Finanzierung für die Erforschung nicht-invasiver Endometriosediagnostik sicher gestellt werden konnte.