Zitat von Nalf: Dann schau mal in die Parlamente, Vorstandszimmer, Kirchen, Unis und auf die Inhaber der dicksten Konten. Weiße, nicht-behinderte Cis-Männer ab 40 wohin das Auge reicht. Das ändert sich erst langsam und ganz graduell. Aber Du hast das Gefühl, keine Lobby und keine Privilegien zu haben.
Deswegen habe ich doch noch keine Lobby. Denkst Du der Unternehmer mit dem dicken Geldbeutel interessiert sich für meine Belange? Und denkst Du es wäre anders, wenn dieser Unternehmer dann eine Frau wäre? Ganz sicher nicht.
Hier sprichst Du Gruppen an, die womöglich Interesse an Menschen heucheln, nicht aber wirklich haben. Da geht es auch gar nicht um das Geschlecht, sondern darum dass die Millionaries, Uni-Profs, Parlamente (übrigens bei uns in der Schweiz mit hoher Frauenquote) nicht im Geringsten ein Interesse an ihren Mitmenschen haben. Mag sein, dass sich diese nicht für Frauen einsetzen, aber auch schon gar nicht für Männer.
Und das ist der Punkt, weshalb ich sage wir hätten keine Lobby. Ich höre überall ständig, die Rechte für Frauen, da schützen und sich dort einsetzen. Wer aber setzt sich für meine Rechte ein? Wie ich schon beschrieb beobachte ich schon länger, dass sich bei uns die Pflichten und vorallem die Dont's heufen, aber ich nirgendwo zusätzlich irgendwelche Rechte hätte. Und dann möchte man mir noch sagen, dass wir Männer doch sehr wohl eine Lobby hätten? Ja wo denn? Wie zeigt sich das?
Zitat von Nalf: Also ist eine Schwangerschaft etwas, das eine Frau verschuldet und daher auch negative Konsequenzen, die über die Schwangerschaft hinaus gehen, hinnehmen muss? Und welche Beteiligung haben dann Männer an Nachkommen?
Du reisst aus dem Kontext. Habe ich so nicht gesagt. Nur kann sich eine Frau aus freien Stücken entscheiden ob sie Kinder möchte oder nicht. Der behinderte Mensch hingegen, der so auf die Welt kam, konnte nicht wählen ob er Beine hat oder nicht. Die zweite Frage verstehe ich hingegen nicht, welche Beteiligung Männer an Nachkommen haben. Kannst Du kurz erläutern, wie das gemeint ist? Nur damit ich auch richtig Bezug nehmen kann.
siehe hier:
Zitat von Mann1989: Der Vergleich hinkt etwas. Es ist dann schon noch ein Unterschied, ob jemand unverschuldet ohne Beine auf die Welt kommt vs. sich als Frau bewusst für ein Kind zu entscheidet.
Ich schreibe nirgendwo, dass eine Frau eine Schwangerschaft verschuldet oder ähnliches. Wäre nett mir nicht Worte in den Mund zu legen, die ich weder gemeint noch gesagt habe.
Zitat von Nalf: Bei Dir fällt mir auf, dass Du häufig von Einzelfällen auf die gesamte Gesellschaft extrapolierst und dabei die Einstellung, die man selbst hat (z.B. die eigenen Kinder zu lieben und sich für Kinder zu entscheiden) gegen die gesellschaftliche Wertung ausspielst (z.B. ob Kinder von Männern oder Frauen, privat oder professionell betreut werden).
Bei diesem Abschnitt komme ich nicht ganz mit. Wenn ich s richtig verstehe, dann spielst Du auf meine Diskussion mit Zaungast an? Da ging es nur um die Tatsache, dass Zaungast Männer unter Generalverdacht stellte in dem sie O-Ton sagte: "Mir sind Männer suspekt, die es sich zur Lebensaufgabe machen nicht eigene Kinder aufzuziehen. Männer die man in diesen Berufen findet sind windige Typen oder Softis, die mit ihrem Leben nicht klarkommen". Sei ehrlich, wie empfindest Du diese Aussage?
Zum ersten Teil. Ich hoffe sehr, dass Männer und Frauen, die sich für Kinder entscheiden, diese auch von Herzen lieben. Obschon ich beobachte, dass in unseren Breitengraden die Kinder unterdessen eher als Statussymbol dienen und nicht die Liebe und Zuneigung erfahren, die sie wirklich brauchen.
Zitat von Nalf: Daher ist es müßig, Einzelschicksale zum Maßstab zu machen. Es sollte schon mit Zahlen der Gesamtbevölkerung gearbeitet werden.
Eine gesamte Statistik ist nichts anderes als eine Ansammlung von Einzelfällen. Da wir in völlig unterschiedlichen Milieus unterwegs sind, ist es auch völlig klar, dass wir andere "Einzelfälle" und Statistiken sehen und zu Rate ziehen.
Irgendwer hatte vor ein paar Seiten den Link einer Studie gepostet, die völlig zweckentfremdet wurde, so wie es der Kater dann auch schrieb. Studien sind das Eine, sie lesen zu können nochmals was ganz Anderes. Zusätzlich bedarf es auch immer die Betrachtung einer Metaanalyse der Studien, denn nicht überall wo seriöse Studie draufsteht, ist auch seriöse Studie drin. Ansonsten darfst Du gerne einmal reinhören bei den Quarks Science Cops die in aller Regelmässigkeit Studien zerpflücken. Da geht es zwar um rein wissenschaftliche Themen, dennoch lernt man da beim Zuhören genau das.
Zitat von Nalf: Und bis heute werden in der Medizin die Symptome bei Frauen nicht mit dem gleichen Zeitaufwand gelehrt und abgeprüft wie die Symptome bei Männern.
Bei einigen sicherlich ja. Bei anderen wiederum nicht. Generell ist auch die Frau sehr gut erforscht, Gott sei Dank. Denn es gibt ja auch Krankheiten und Gebrechen, die vorallem Frauen betrifft und die man gut behandeln kann.