In den letzten 4 Seiten kann man ganz gut sehen, wen dieses Thema auch emotional so betroffen macht, dass es bis zur Wut reicht.
Daher finde ich es so albern, wenn Feministinnen als die dargestellt werden, die mit Schaum vorm Mund unsachlich wären.
Zitat von nalea: Das Kindergeld soll ja die Grundversorgung eines Kindes gewährleisten: Ernährung, Kleidung, Betreuung und Ausbildung.
Ich bin insoweit bei Dir, als ich mir z.B. wirklich kostenloses Schulessen wünschen würde.
Nur hat die Erfahrung gezeigt, dass dann die Qualität darunter leidet. Denn heute, wenn Eltern (wie z.B. ich) 4,90 Euro je Schulessen bezahlen, Frage ich mein Kind schon, ob es lecker und sattmachend ist. Als mein Kind das verneint hat, haben wir für diese 4,90 einen Berg an Brotdosen gefüllt und der Schulcaterer merkt schon, an welchen Tagen mehr Schüler das Essen buchen und an welchen nicht. Und ändert das Angebot (mit Zeitverzögerung) entsprechend.
Aber grundsätzlich bin ich auch dafür, 250 statt 255 Euro im Monat zu bekommen, dafür aber keine 50 Euro in die Klassenlasse einzahlen zu müssen. Denn das trifft mich als Gutverdienerin mit 2 Kindern weniger hart als die Geringverdienerfamilie mit 3 Kindern.
Bei mir kommt im übtigen das Kindergeld selbst gar nicht zum Tragen, weil der Freibetrag mir mehr nützt.
Zitat von nalea: Bei dieser Unterstützung würde ich erwarten, dass kein Kind mit 4 Jahren+ eine Windel trägt oder sogar mit Windel eingeschult wird.
Ein Extrembeispiel. Ich kenne 2 Familien, in denen ein Kind mit 6+ noch Windeln tragen muss. In dem einen Fall ist es eine körperliche Anomalität. In dem anderen Fall das Resultat von Missbrauch. Die Mütter (und Väter, sofern man sie auch für zuständig ansieht) haben in beiden Fällen ihr Bestes gegeben. Ihnen das Kindergeld oder den Freibetrag, der das Existenzminimum des Kindes sichern soll, deswegen zu versagen, würde nur das Vorurteil, dass faule Mütter für alle Nachteile ihrer Kinder verantwortlich sind, verstärken.
Zitat von nalea: Können Eltern das aber nicht, dann benötigen die Kinder Hilfe. Machen sie es einfach nicht, muss es finanzielle Konsequenzen geben.
Erster Satz: Volle Zustimmung
Zweiter Satz: Mit finanziellen Konsequenzen für das Kind?
Zitat von nalea: oder Gimmicks für das Wahrnehmen von den regelmäßigen U-Terminen für Kinder.
In meinem Bundesland kommt das Jugendamt, wenn die U-Untersuchungen nicht wahrgenommen werden. Die sind auch bei Schulantritt nachzuweisen. Die staatliche Kontrolle der (vor allem) Mütter gibt es also längst.
Zitat von Worrior: Ein Mann kommt auf die Welt und hat keinen Wert, er muss sich diesen erschaffen.
Das ist eine Behauptung der Manosphäre.
Meine Söhne hatten ab Geburt einen Wert. Als Mensch und als (heranwachsender) Mann.
Ich glaube nicht, dass es den Männern dient, wenn gerade die Manosphäre sie als wertlos bezeichnet und sie ihren Wert nur durch Geldverdienen beweisen lassen möchte.
Feministinnen sehen das definitiv anders.
Im Patriarchat sind viele Männer allerdings zu Gunsten eines reichen/mächtigeren Mannes entbehrlich, das stimmt.
Insofern schaden patriarchalische Strukturen auch vielen Männern und nützen nur den Männern, die an der Macht sind.
Zitat von Worrior: Ist der biologische Auftrag der Reproduktion erfüllt, der Nachwuchs auf eigenen Beinen, kannst Du gehen,
Der gesellschaftliche Auftrag ist dann (bis aufs Steuern erwirtschaften und die alte Generation pflegen) erfüllt.
Bei Dir klingt es aber so, als wolltest Du Frauen dafür verantwortlich machen, dass sie sich häufig, wenn Kinder 4 Jahre alt oder aus dem Haus sind, trennen. Inwiefern steht für Dich die Paarbeziehung im Zusammenhang mit der gemeinsamen Reproduktion? Soll z.B. eine Frau, die während der Reproduktionsphase von ihrem Partner ernährt wurde, ihn im Gegenzug im hohen Alter pflegen?
Was ist da Deine Vision, wie die Aufgaben und Pflichten besser verteilt werden können?
Zitat von Worrior: Eigenständige Männer die sich der öffentlichen Aufmerksamkeitsmaschinerie entziehen wollen gelten allgemein als gefährlich, toxisch, 6istisch, sie beugen sich nicht dem Mainstream.
Kannst Du dafür Beispiele nennen?
Trifft Männer, die sich den gesellschaftlichen Strukturen entziehen, indem sie z.B. keine Partnerin wählen und keine Kinder zeugen, ein größerer Gegenwind als Frauen, die keinen Partner wählen und keine Kinder bekommen?