Mann1989
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Zitat von Nalf:Vergleichen wir doch mal mit einem Soldaten. Der bekommt einen Grundsold für den Beruf des Soldaten, je nach Dienstgrad. Und riskiert er im Auslandseinsatz sein Leben, bekommt er (je nach Risikohöhe des Einsatzes und Dienstgrad) zwischen 25 und 110 Euro pro Tag des Einsatzes.
Soldaten dienen unserem Land, aber verdienen auch einfach Geld durch ihren Beruf.
Und jetzt vergleichen wir mit einer Industriekauffrau, die auch einfach ihrem Beruf nachgeht, um Geld zu verdienen. Aber zeitgleich nützt sie ja auch der Gesellschaft mit ihren Steuern.
Wenn die jetzt schwanger wird und sich nicht krank schreiben lässt, sondern weiter ihrem Beruf nachgeht. Findest Du das nicht vergleichbar mit der freiwilligen Meldung zu einem Auslandseinsatz? Die Frau riskiert auch ihre Gesundheit, im Extremfall ihr Leben. Und sie tut etwas, das sie sich ausgesucht hat, das aber auch der Gesellschaft nützt.
Aus welchem Grund sollte der Staat das Entstehen neuer Bürger nicht genauso alimentieren wie das Verteidigen der Bürger?
Ich finde diesen Vergleich doch extrem an den Haaren herbeigezogen.
Während das Eine die Gesellschaft oder die Bevölkerung eines Landes schützt, unter extremsten Voraussetzungen, so ist das Andere einfach eine simple Wunscherfüllung zweier Eheleute. Tut mir leid, aber es handelt sich bei einer Schwangerschaft um ein Ereignis, das biologisch bedingt nicht anders geht und nochmals, niemand zwingt eine Frau Mutter zu werden, dies ist ihre freie Entscheidung und glücklicherweise noch immer Privatsache. Der Eine versucht eine Bevölkerung zu schützen während Du hoffentlich in der Schwangerschaft "nur" dich und dein Kind beschüzen musst, welches Du FREIWILLIG in deinem Bauch gedeihen lässt.
Ich könnte ja den Wunsch verspüren und Extremsport betreiben, sagen wir Paragliden. Nun da setze ich mich doch einem grossen Risiko aus. Soll ich nun dafür besoldet werden, weil ich mir einen Traum erfülle, der mehrheitlich nur mich etwas angeht?
Zitat von Nalf:Aus welchem Grund sollten Frauen nicht nach Risiko und "Dienstgrad" zwischen 25 und 110 Euro pro Schwangerschaftstag bekommen und dafür natürlich auch die entsprechenden Abgaben leisten und Renten-/Pensionsansprüche erwerben?
Ganz einfach, das Eine ist nötig um die Bevölkerung zu beschützen, das Andere ist (hoffentlich) die Erfüllung eines persönlichen Traums.
Zitat von Nalf:Erbringst Du die für Dich selber oder auch noch für 2-5 weitere Menschen?
Welch grosse Rolle spielt das, wenn man es für die Menschen tut, die man liebt? Soll die Frau beim Mann Geld einziehen, wenn sie zu Mittag kocht und der Mann verrechnet seine Stunden, wenn er das Auto der Frau auf Vordermann bringt?
Also da gehen doch die romantischen Gefühle flöten. Viele Dinge, die ich für meine Partnerin tue, tue ich aus Liebe und mir würde es nie in den Sinn kommen, etwas dafür einzufordern.
Zitat von Nalf:Wie so dem Sohn? Wieso nicht dem Vater zu 50%?
Für mich klingt irgendwie bei dir alles so nach müssen. Als wäre es so richtig schlimm etwas für das Kind zu tun. So à la, ok, ich bringe den Jungen ins Bett, aber dann musst Du dafür...
Liebe geht für mich irgendwie anders.
Zitat von Nalf:Mein Sohn hatte kein Mitspracherecht, ob er geboren werden möchte. Mein Mann hat aktiv mitgemacht. Die Fahrten wären auch sein Job.
Auch hier. Ja, der Mann hat aktiv mitgemacht. Natürlich ist es nicht mehr als normal, dass denn der Vater auch Fahrten übernimmt. Aber so zu tun, als wäre alles ein Müssen, macht mich irgendwie traurig. Als müsste man ständig messen und schauen, dass der eine nicht zu viel macht und der andere zu wenig.
Zitat von Nalf:Eine Hausfrau übernimmt sie für den Vater, nicht fürs Kind.
Für das Kind so gar nicht? Also eine alleinerziehende Frau ist von der Hausarbeit befreit?
Also für die Kinder etwas zu tun empfinde ich stets als Dürfen. Und ja, es gibt Tage da nerve ich mich auch ab gewissen Dingen und bin gestresst. Sobald sie aber im Bett sind und schlafen, bin ich sogar für diese Dinge dankbar.