Zitat von Blindfisch: Ich mach sie gern, nicht weil die Arbeit mich "unterhält", sondern weil ich etwas für meine Lieben mache. Ihre Dankbarkeit ist mir Bezahlung genug.
Danke dafür, das ist etwas vom Besten und Schönsten, was ich in diesem Thread lesen durfte.
Zitat von E-Claire: Magst Du einfach nicht verstehen, wie unser Rentensystem funktioniert?
Erklärst Du mir rasch, was dein zitierter Beitrag mit dem Rentensystem zu tun hat?
Grundsätzlich lege ich mich fest, dass ich nicht wollen würde, dass eine schwangere Frau, die arbeitet, die doppelten Rentenpunkte erhalten sollte. Für mich ist die Gründung einer Familie eine Sache der Eheleute, die sich selbst organisieren dürfen und nicht wo der Staat das Tragen eines Baby's im Bauch zusätzlich honorieren muss. Es gibt ja schon Kindergeld und dergleichen. Hinzukommt, dass es jedem Mann und jeder Frau freisteht privat noch vorzusorgen. Ein bisschen mehr Eigenverantwortung täte der Gesellschaft gut, damit wir wieder vorwärts kommen.
Zitat von E-Claire: Achtung ein kleiner Kalauer, welchen ich sehr humoristisch meine:
So von einem "neutralem" nicht Nato-Mitglied-Land, welches von Natoländern umringt ist, zum anderen, bitte nimm mir das jetzt nicht übel, aber in beiden dieser Länder, werden wir weniger von der eigenen Bevölkerung sondern vom Privileg mitten in anderen Natoländern zu sitzen, geschützt.
a bissl Spass muass sein

Was aber auch Tatsache ist, dass Schweizer Soldaten im Kosovo waren, in Afghanistan, In Korea und und und. Wir Schweizer sind zwar neutral, aber in Friedensmissionen natürlich immer auch verteten.
Zitat von Nalf: Was mir auffällt, ist das auf den letzten 2 Seiten die "traditionell aufgestellten" Männer vor allem mit Emotionen argumentieren, also Liebe, Freude, Trauer. Diese Emotionen bringen aber keine Rentenpunkte.
Für mich als Doofi, kannst Du mir mal kurz und knapp das deutsche Rentensystem mit den Punkten erklären? Das läuft bei uns anders. Ist es so, dass wenn sich eine Frau für die Care-Arbeit entscheidet, von den Rentenpunkten des Mannes profitiert? Falls ja, dann nehme ich an ist es umgekehrt auch so. Ich kenne aber euer System zu wenig, gebe ich gerne zu.
Ich bin aber der Meinung, dass Care-Arbeit keine Rentenpunkte generieren sollte, da sich eine Familie eigenverantwortlich selbst organisieren muss. Es steht der Familie ja frei, dass beide arbeiten, wenns organisatorisch klappt. Oder beide 50%? Dann generiert jeder für sich die Rentenpunkte.
Zitat von Nalf: Tut man es bei den biologisch eigenen, gilt es als "Privatvergnügen", das aus Freude und Liebe geschehen soll.
Aber ja natürlich, das ist doch eine Selbstverständlichkeit. Meine Frau und ich sind doch für unsere Kinder verantwortlich und nicht die werte Frau Meier von nebenan. Wir wollten doch unsere Kinder haben, dann sorge ich mich doch darum, mit dem grössten Vergnügen.
Meine Partnerin ist jetzt nicht so sehr mechanisch begabt. Wenn was mit dem Auto ist, und das kommt vor, dann schaue ich doch ohne dass ich die Stunden aufzuschreiben um zu sagen: "2 Stunden Auto repariert, jetzt musst Du 2 Stunden Hasu putzen"
Zitat von Nalf: Aber Männer scheinen diese Freude und Liebe weniger zu empfinden, weil sie im Schnitt weniger dieser Arbeiten übernehmen und viel mehr der Arbeiten, die Geld und Rentenpunkte bringen.
Manche ja, manche nein.
Zitat von Nalf: Aber bei meinem Beruf führt die Freiwilligkeit und die Begeisterung darüber nicht dazu, dass meine Wertschöpfung nicht auch in Geld abgegolten wird.
Das ist klar. Ist dennoch nicht vergleichbar. Denn arbeiten musst Du um Leben zu können. Kinder brauchst Du nicht, sondern die wünscht Du dir explizit und dann ist doch das Zeit verbringen, sie zu erziehen, mit ihnen zu lachen, zu weinen, sie zu trösten und ihnen beim Grosswerden zuzuschauen ein einziges Privileg. Oder sollen wir unseren Kindern beibringen, wenn sie sich einen Hamster wünschen, dass sie ihn bekommen und fürs Käfig putzen und das Füttern dann noch einen Lohn/Taschengeld zahlen? Es gibt Dinge, die man sich von Herzen wünscht und man das Recht hat diesen Wunsch sich zu erfüllen. Ich denke aber einige müssen lernen, dass man dann nicht nur Rechte hat sondern die Erfüllung dieses Wunsches auch Pflichten mit sich bringt. Einige scheinen das völlig vergessen zu haben.
Zitat von Nalf: Nur meine Kinder soll ich dem Vater und der Gesellschaft schenken
Nein, ganz und gar nicht. Ich hoffe doch, dass Du dir die Kinder doch selbst geschenkt hast? Ich schreibe jetzt ganz bewusst nichts über Emotionen. Nur nochmals, irgendwie habe ich den Eindruck, dass etwas Freiwilliges ein Müssen ist. Du sagst das nicht mit Worten, aber es wirkt für mich so. Ich muss dies, ich muss das. Ich lese irgendwie nie, dass Du dich privilegiert fühlst Kinder haben zu dürfen. Wenn ich das tue, dann muss der Mann dies tun. Und und. Ganz grundsätzlich halte ich es für schwierig, wenn wir in Beziehungen Aufwände gegeneinander aufwiegen und alles auf die Minute oder Cent genau abgelten.
Zitat von Nalf: Ich möchte, dass die Emotionen bei dieser Diskussion nicht die Sachfragen überwiegen und ausblenden.
Diesen Wunsch kann ich nachvollziehen und ich persönlich gebe mir Mühe einen sachlichen Beitrag zu leisten.