Zitat von nalea: Wenn ich das lese wird mir eiskalt. Und es wird mir klar warum auch junge Frauen in diese finanziellen Fallen geraten - es gibt scheinbar kaum Eltern, die finanzielle Gerechtigkeit vorleben.
bei was bitte? Welche Finanzielle Falle?
Zitat von nalea: Wir habben jetzt ein Problem, weil in der Vergangenheit stillschweigend akzeptiert wurde, dass es Sektoren gibt, in denen schlecht bezahlt wird. In diesen Sektoren sind auch heute noch mehrheitlich Frauen tätig und über sogenannte "soziale, erzieherische und pflegende Berufe" aus. Das ändert sich allmählich - aber wir haben hier im Thread ja schon gesehen wie Männer z.B. als Kita Erzieher immer noch abgelehnt werden
Ich weiß was du meinst, aber Männer in diesen Branchen verdienen auch nicht mehr...ich verstehe den Punkt den du meinst. Sehe da aber keine Diskriminierung von Frauen sondern wenn dann eher eine Geringschätzung von den Tätigkeiten und den Menschen die diese Arbeit machen. Was alles noch etwas verwirrender macht ist gerade in z.B. im Bereich Kita: Wer ist der Träger. Die Kommune/Stadt oder ein freier Träger. Öffentliche Hand zahlt da deutlich besser als ein Freier Träger. Eine Bekannt hat das vor einigen Jahren gemacht und ich staunte nicht schlecht was da bei rumkommt.
Zitat von nalea: Und daan kommen noch Einstellungen wie deine dazu, die den Mann immer noch als gefeierten Hauptverdiener sehen, auch wenn nie finanziell Inventur gemacht wird.
Wo habe ich das bitte getan?
Zitat von SchlittenEngel: Ich hatte mal das Vergnügen eine Auswertung in einem Konzern zu begleiten, zu diesem Thema.
Interessant, wann war das? Ich arbeite seit meiner Lehre in einem Unternehmen mit Tarifvertrag und da gibt es keine Unterscheidung nach Geschlecht.
Zitat von SchlittenEngel: Dort gab es unterschiedliche Gehalts Klassen, je höher je mehr Verdienst.
Das ist in aller Regel so das es Gehaltsklassen gibt die oftmals entweder nach Mindestqualifikation oder Anforderung der Tätigkeit halt unterschiedlich vergütet werden. Aber 2 Sachbearbeiter in z.B. der Lohnbuchhaltung haben bei gleichen Aufgaben auch die gleiche Eingruppierung.
Zitat von SchlittenEngel: ab Führungsebene, die Frauen, in der selben Tätigkeit, durchschnittlich, bei mindestens gleicher Qualifikation
Zitat:Die Differenz kommt generell sehr wahrscheinlich weniger aus Jobs wo alle Mindest-, oder Tariflohn beziehen.
Und genau das meinte ich. Im Tarifbereich dürften sich doch die meisten aufhalten. Oder reden wir hier nur von Führungspositionen? Da wäre für mich halt die Frage ob und wenn ja wie sehr die Einkommensdifferenzen im Bereich der Führungseben das Ergebnis des Gender Pay Gap beeinflussen. Denn am Tariflohn wird man ja kaum im Rahmen einer Bewerbung mitreden können. Wird man gebeten seine Gehaltsvorstellung zu nennen liegt es ja z.T. auch in der eigenen Hand.