Mann1989
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Zitat von Deejay:Gerade an den Beruf der Friseurin habe ich gedacht bei meinen Ausführungen.
Warum das so ist? Weil man dem Beruf der Friseurin weniger Wert und Anerkennung beimisst.
Es sei Dir unbenommen der Friseurin deiner Wahl für den Haarschnitt 80 Euro zu bezahlen und mit einem ordentlichen Trinkgeld auf 200 Euro aufzurunden um ihre Leistung wertzuschätzen, tust Du das? Oder gehst Du zum Araber nebenan, der dir den Bart und die Haare für 25 Euro macht? Ich mutmasse nur, würde aber auf letzteres wetten.
Und warum der Berufsgruppe (explizit dem Beruf, nicht den Menschen, die ihn ausüben) weniger Anerkennung beimisst ist der einfachen Grund, weil die Berufsgruppe eine Wohlstandserscheinung ist. Ist es überlebenswichtig, sich die Haare schneiden zu lassen? Das wäre, wäre meine Geldbörse klamm, das letzte, wofür ich dann noch Geld ausgeben würde --> Angebot vs. Nachfrage.
Nur wird uns aufgrund des Wohlstandes der letzten Jahre eingetrichtert, jeder solle seinen Träumen folgen und die Zeche zahlt dann die Gesellschaft. Nehmen wir auch den/die Eventmanager/in. Wenn die Bevölkerung kaum mehr Kaufkraft hat und an Festivals geht, dann braucht es diese Berufsgruppe auch nicht mehr in dem Ausmass. Jetzt soll einer aber sagen, "ich will aber Eventmanager sein" obwohl es keinen geeigneten Markt mehr gibt? Dann soll der Staat zahlen, weil der feine Herr oder die feine Dame völlig selbstbestimmt nur diesen Beruf möchte? Da wären wir dann wieder bei der Eigenverantwortung, die es in einer gesunden Form leider kaum mehr gibt...
Zitat von nalea:Was für eine Partnerschaft ich führe weiß du nicht und ich verbitte mir dazu deine Vermutungen.
Zitat von nalea:Wenn das Paar den Schuppen gemeinsam entscheidet ist es okay. Aber zuerst kann man anbieten, den ungleichen steueranteil an den Partner auszuzahlen, der ihn bezahlt hat.
Ist jetzt nicht böse gemeint, aber man bekommt schon so eine Idee...
Ich weiss in meinem Umfeld nur, dass Paare gemeinsame Kasse haben, vor allem wenn sie verheiratet sind. Da kommt dann alles in den Pott und beide verfügen darüber. Grössere Anschaffungen bespricht man gemütlich beim Abendessen. Mal hat er die besseren Argumente, mal sie. So wie es in einer ganz gewöhnlichen Familie halt zu und her geht.
Wenn Du es so lebst, wie Du es in einigen Beiträgen beschreibst, bedürfte es womöglich einer kleinen, individuellen Anpassung.
Zitat von nalea:Der Punkt ist WIE man etwas wertschätzt. Entlohne ich etwas finanziell oder backe ich zu Muttertag einmal im Jahr Kuchen?
Ich fühle mich dann geschätzt, wenn ich nicht für das Aufhängen eines Bildes 10 Euro einziehe, sondern wenn ich die Liebe meiner Frau spüre. Heute scheint aber vieles nur noch über den Mammon definiert, schade.