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Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

S
@Zylinderella
Zitat von Zylinderella:
Scheinbar konnte das nicht jeder herleiten, zumindest nicht die Gremien, die für dieses Gesetz in den US in momentaner Form, zuständig waren


Da können wir wohl alle nur vermuten. Meine pers. Vermutung wäre, dass das ein Risiko ist, dass ziemlich bewusst in Kauf genommen wurde, weil auf der politischen Agenda andere Ziele eine stärkere Lobby hatten..

x 1 #2926


ElGatoRojo
Zitat von SchlittenEngel:
Dass in einem FRAUEN- Wettbewerb nur Frauen antreten ist also ein Privileg?

Das waren früher völlige Selbstverständlichkeiten. Und eben die Altersklassen von Kindern, Jugendlichen und Senioren. Aber es scheint chic geworden zu sein, mit biologischen Grenzfällen Siege im Frauensport abzuräumen. Im Männersport hätte man nämlich keinerlei Chance für so billigen Ruhm. Daher finde ich den Gentest in der internationalen weiblichen Leichtathletik durchaus sinnvoll.

x 8 #2927


A


Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

x 3


Zylinderella
Zitat von SchlittenEngel:
Da können wir wohl alle nur vermuten. Meine pers. Vermutung wäre, dass das ein Risiko ist, dass ziemlich bewusst in Kauf genommen wurde, weil auf der politischen Agenda andere Ziele eine stärkere Lobby hatten..

Im Falle des Falles gehe ich persönlich natürlich vom wohlwollend Besten aus, das erreicht werden sollte.
Ich denke, du auch...

So, ich verabschiede mich, mei is des schon wieder spät...

#2928


NurBen
Zitat von SchlittenEngel:
Dass in einem FRAUEN- Wettbewerb nur Frauen antreten ist also ein Privileg?

Wenn es kein Privileg ist, warum stört es dann, wenn eine Frau mitspielt, die vorher mal ein Mann gewesen ist?

#2929


ElGatoRojo
Zitat von NurBen:
Wenn es kein Privileg ist, warum stört es dann, wenn eine Frau mitspielt, die vorher mal ein Mann gewesen ist?

Weil die neu zur Frau gewordene Person immer noch leistungstechnisch auf dem Männer-Niveau sein kann. Ob sie sich nun verbal zur Frau erkärt oder nicht.

Würde einfach akzeptiert werden, dass sie jetzt sportlich gesehen tatsächlich eine Frau wäre, dann kannst du den Frauensport vergessen, weil 1000de zweitklassiger Männer zwar bei den Männern nichts bringen, auf dem Frauensportniveau aber durchaus zu den Besten gehören würden. Vergleiche einfach mal Weiten und Zeiten bei Leichtatletikwettbewerben zwischen Frauen und Männern

x 3 #2930


S
Zitat von NurBen:
Nein

Doch, für mich schon.

Zitat von NurBen:
gibt genüged Frauen die ihren Piephahn behalten wollen.

Klar, aber die sind dann eben in meinen Augen keine Frauen, sondern, wie du schon schriebst, Frauen. Und mit denen geh ich im Schwimmbad definitiv nicht in dieselbe Umkleide.

Zitat von NurBen:
Genauso wie es Männer gibt, die ihr Schmuckkästchen behalten. Aus unterschiedlichen Gründen.

Hier umgekehrt dasselbe.

#2931


NurBen
Zitat von ElGatoRojo:
Weil die neu zur Frau gewordene Person immer noch leistungstechnisch auf dem Männer-Niveau sein kann.

Also wenn Handwerksmeister Klaus-Peter keine Frauen einstellt, weil sie halt Leistungstechnisch nicht auf dem Niveau von Männern ist, würden Feministinnen doch auch laut Diskriminierung schreien.

Aber beim Sport sind sie dann plötzlich ganz fein damit.
Warum schreit da keine auf!? (Das war natürlich keine ernste Frage)

Ich sag ja, Cherry-Picking vom Feinsten.

#2932


S
@NurBen

Ich bezweifle grad, ob du den Sinn eines Sportwettbewerbs verstanden hast…

Mal für dich , nein, es ist auch nicht ! diskriminierend, dass du am 100m Lauf nicht mit dem EBike mitmachen darfst und beim Fechten nicht mit dem Luftgewehr

x 11 #2933


FloraVita
Zitat von SchlittenEngel:
und beim Fechten nicht mit dem Luftgewehr


x 2 #2934


Zylinderella
Zitat von NurBen:
Also wenn Handwerksmeister Klaus-Peter keine Frauen einstellt, weil sie halt Leistungstechnisch nicht auf dem Niveau von Männern ist, würden Feministinnen doch auch laut Diskriminierung schreien.

Kann nicht schlafen , daher antworte ich mal.
Ich denke nicht, dass Feministinnen in dem Fall Diskriminierung schreiben würden und auch nicht sollten. Das wäre unsinnig.
Ich bin kein Fan von Quoten, sondern für Auswahl nach Qualifizierung. Zumindest in dem Fall des Handwerksbetriebes.
Da solle nach fachlich geeigneten Menschen gesucht werden, die auch gut ins Team passen und die Leistung bringen, die der Betrieb für seine Kompetenz am Kunden, und den Fortbestand des Unternehmens benötigt.
Feminismus sagt in diesem Fall jedoch nach meinem Verständnis aus, dass bei genau gleicher Qualifikation, die Frau nicht nicht gewählt wird, weil sie eine Frau an sich ist. Entscheiden muss das jedoch der dürfen, der die Verantwortung für sein Unternehmen trägt.

#2935


W
Zitat von nalea:
Es ist ein freies Land. - Für die anderen allerdings auch.

Wie frei dieses - und auch mein Land - ist, hat es ja zur C-Zeit mal so richtig unter Beweis gestellt ...
Ob jemand Trans- oder A- oder sonstwie oder überhaupt sexuell ist, interessiert auch mich nicht die Bohne. Warum auch? Davon von ich ja nicht betroffen. Und meinetwegen kann auch jemand als vermeintlicher Staubsaugersack auf seinem Staubsauger reiten bis zur mehrmaligen Erlösung.
Aber wenn mir, z. B., verboten wird (als 60jährigem!), nach 20 Uhr noch auf die Straße zu gehen, dann ist das ein staatlicher Übergriff sondergleichen, den ich mir im Leben nicht bieten lassen würde (und auch nicht getan habe).
Was bilden sich diese Oberklasseleute eigentlich ein?
Und dann marschieren sie auch Tag für Tag in den Hauptnachrichten auf, mit ihren Masken auf dem Schädel (die sie dann vor dem Mikro allerdings todesmutig abgenommen haben), und unter ihnen, neben Kanzler (anfangs war das noch der überwichtige Jungspatz Kurz Basti), Gesundsheitsminister und noch so einem Heini (ein jeweiliger Experte) sogar ein Armeegenerall in Tarnmontur, als käme er gerade vom Schlachtfeld - eine Viererbande kann man sagen, Tag für Tag ihren Auftritt absolvierend. Und solche lächerlichen Faschingsaufmarsche sollte man auch noch ernstnehmen?

Und bei Euch, ich sehe das nicht näher beschreiben wollende Spahngesicht ja noch heute vor Augen, jedenfalls hatte es ein hintergründiges Grinsen in der Miene - die fast schon orgasmusverursachende Verkündigung: Wir haben eine Pandemie! (Das Hurra! wird ihm erst hinter den Kulissen entfahren sein bei einer Flasche Champagner ...)

Also man glaubst das alles ja gar nicht mehr, dass es solche Dinge überhaupt real geben kann, und meint, in einer Alptraumschleife hängengeblieben zu sein.

Aber das Hauptproblem, wie immer - die Masse der Leute nimmt es einfach hin. Möge da kommen, was auch wolle.
Solange das Auto noch da und das Türschloss nicht vereist ist, ist ja alles in bester Ordnung.

x 1 #2936


Balu85
Zitat von SchlittenEngel:
Ich bezweifle grad, ob du den Sinn eines Sportwettbewerbs verstanden hast…

Mal für dich , nein, es ist auch nicht ! diskriminierend, dass du am 100m Lauf nicht mit dem EBike mitmachen darfst und beim Fechten nicht mit dem Luftgewehr

Ich denke schon das er es verstanden hat. Es ging wohl primär darum, das in dem einen Beispiel die Argumentation von unterschiedlicher phys. Leistungsmöglichkeit eine Ungleichbehandlung darstellt die angeprangert wird und da keine Unterschiede gemacht werden sollen. In dem Sportthema wird dann aber auf die Unterschiede hingewiesen und einige fühlen sich benachteiligt weil eben dieser Punkt gerade NICHT berücksichtigt wird.
Zitat von Zylinderella:
ch denke nicht, dass Feministinnen in dem Fall Diskriminierung schreiben würden und auch nicht sollten.

Das denke ich auch.
Zitat von Zylinderella:
Ich bin kein Fan von Quoten, sondern für Auswahl nach Qualifizierung. Zumindest in dem Fall des Handwerksbetriebes.

Egal um was es geht, es sollte unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe usw. um die Eignung für die Tätigkeit gehen.
Zitat von Zylinderella:
Feminismus sagt in diesem Fall jedoch nach meinem Verständnis aus, dass bei genau gleicher Qualifikation, die Frau nicht nicht gewählt wird, weil sie eine Frau an sich ist. Entscheiden muss das jedoch der dürfen, der die Verantwortung für sein Unternehmen trägt.

Es gab doch hier schon einmal diesen Punkt, da wurde dann auf technische Hilfsmittel verwiesen. Das diese auch Geld kosten und es für Unternehmen (gerade kleine) schlicht schwierig wird wenn sie um die gleiche Produktivität zu erzielen mehr Geld investieren müssen spielt ja keine Rolle.
Mal abgesehen davon das man es nicht pauschal nach dem Geschlecht abwägen sollte und kann. Da es ja auch genug Männer gibt die bei Windstärke 3 das Haus nicht mehr verlassen sollten und das Tragen eines 11er Kastens B. über 10m schon zu Muskelkater und Lähmungserscheinungen an den Folgetagen führt.
Also grundsätzlich zu sagen eine Frau kann das körperlich nicht leisten finde ich jetzt auch falsch. Aber es gibt eben Tendenzen das Männer da phys. eher Leistungsfähiger sind. (Wie es beim Sport ja zugegeben wird).
Der Punkt ist halt, wird denn akzeptiert wenn Maurermeister Müller die Tina Gotzkowsky nicht einstellt weil sie mit ihren 1,58 und 49kg am Abbruchhammer doch arge Probleme bekommen könnte? Oder wird dann Benachteiligung geschrien weil sie ja auch andere Aufgaben übernehmen könnte oder andere Hilfsmittel bekommen sollte oder oder oder.

x 3 #2937


N
Es hat doch immer Situationen gegeben, in denen sich gesellschaftlich etwas verändert und die Gesellschaft gemeinsam überlegen musste, wie sie mit den Veränderungen umgeht und wie sie Gesetze anpasst. Die Emanzipationsbewegung der Frauen ist dafür doch ein Paradebeispiel.

Aber es ist wichtig wie man gesellschaftlich diese Veränderungen bespricht. Als Beispiel für die Transgenderdiskussion:

2ß21 hat eine Professorin der University of Sussex eine akademische Debatte dazu anschieben wollen, ob Männer sich einfach zur Frau erklären dürfen und so Zugang zu geschützen Rääumen wie Umkleidekabinen u.Ä, erhalten können. Die Professorin, Dr Kathleen Stock, gehört selbst der LGBTQ+ Community an und war Mitglied einer Gruppe von Akademikern, die sich schon länger damit beschäftigt haben was Frauen und Männer ausmacht.

Als ein Vorfall in der Presse Beachtung fand, in dem ein bärtiger Mann erklärte, er fühle sich als Frau und so Zugang zur Damenumkleide bekam, wurden an der Uni of Sussex eine offene Kampagnen pro Selbstentscheidung der geschlechtlichen Identifizierung geführt. Dr Stock wollte das zum Anlass nehmen mit mehrere anderen Unis eine akademische Debate dazu anzustoßen. Und jetzt kam die ungute Diskussionskultur von heute ins Spiel:

Viele Student*Innen waren empört, dass ihr Standpunkt nicht widerstandslos übernommen wurde. Es gab den üblichn annonymen social medi sh*t storm. Dr Stock und ihre Gruppe wiederholten ihre Einladung zu einer akademisch geführten Debatte. Daraufhin hat eine größere anonyme Student*Innen Gruppe an ihre Studentenvertretung gewandt und verlangt, dass die sich dafür einsetzt, dass die Professorin gefeuert wurde. Die Stdentenvertreter verlangten das von der Uni, sagten aber gleichzeitig, dass sie nur vertreten, aber der Entlassung neutral gegenüberstehen. Als die Professorin nun wissen wollte wer so etwas fordert und endlich die Kampagne mit offenem Visier zu führen, verlangten die Student*Innen anonym bleiben zu dürfen. - Sie hatten ja Schiss vor Konsequenzen. Die Uni sicherte ihnen Anonymität zu und segnete so die weiteren anonymen Angriffe auf die Professorin quasi ab.

Schließlich hat Dr Kathleen Stock selbst gekündigt. Sie war ursprünglich als nächste Dekanin für die Uni vorgesehen und ihre akademische Karriere war durch die Angriffe auf sie quasi beendet.

Dieser Vorfall ist ja kein Einzelfall. Und deshalb finde ich es so furchtbar schlimm, wenn unter anonymen Nicks andere Menschen angegriffen und beleidigt werden. WA videos und Bildchen dazu rumgeschickt werden, anstatt das eigene Visier zu öffnen, damit andere mir ins Gesicht sehen können, wähend ich meinen Standpunkt vertrete.

#2938


N
Und zu der Gefängnisdebatte habe ich eine Seite gefunden, die die Situation von transgender persons in US Gefängnissen differenzierter darstellt:

https://www.prisonpolicy.org/blog/2022/...rceration/

#2939


Balu85
Auch wenn es etwas vereinfacht sein mag....geht man mal davon aus das ein Mann sich wirklich als Frau fühlt und das nicht nur aus niederen Beweggründung das Geschlecht ändern lässt. Dann ist es ein simples Problem wie es in sehr vielen Situationen auftaucht, Alltag, Beziehung, Freundschaften usw.
Es ist ein Abwägen welche Bedürfnisse wichtiger sind. Ist es wichtiger ob sich die anderen Frauen in den Damenumkleide unwohl fühlen wenn ein Transmann sich da auch aufhält oder das Bedürfnis des Transmassen eben auch als Frau wahrgenommen zu werden.
Ich kann mich düster entsinnen das ja damals als so langsam mit dem Thema medial losging allein der Umstand sich entscheiden zu müssen ob man auf Männer oder Frauenklo geht schon diskriminierend sei.
Wenn jetzt jemand daher kommt und sagt Ja Julia....ich finde es schön das du dich als Frau fühlst und dich auch so kleidest usw..... aber geht doch bitte in die Herrenumkleide ist das ja auch eine Form der Unterdrückung.
Das ist halt ein schwieriges Thema. Und auch mein Eindruck ist, das die Mehrheit gar nicht so sehr im Mittelpunkt stehen mag und eine Extrawurst haben möchte. Sondern es vorrangig darum geht das sie in der Gesellschaft einfach akzeptiert werden.
Klar ist es für den ersten Augenblick ungewohnt wenn da eine 1,90 große Frau im Blümchenkleid und maskulinen Gesichtszügen vor einem steht. Mir persönlich isses egal.

x 2 #2940


A


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