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Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

D
Zitat von ElGatoRojo:
Könnte das nicht mit der Kinderaufzucht zu tun haben?

Für die Kinderaufzucht braucht übrigens kein Mensch die Ehe. Es sei denn, die Kinderaufzucht war den Ehepaaren vorbehalten, dann brauchte man sie natürlich doch.

x 1 #3436


S
@Deejay
Zitat von Deejay:
Natürlich haben auch Männer einen Nachteil aus all diesen Unterdrückungen. Es ändert nur nichts daran, dass der Zweck der Ehe war, klare Machtverhältnisse zu schaffen. Machtverhältnisse, unter denen Frauen wie Männer bis in die heutige Zeit leiden.


Und wer hat dann dAn die Macht? Also wenn Männer und Frauen unter der Ehe leiden?
Irgendwer muss ja profitieren. Und woran genau leidest du, als Mann, beispielhaft natürlich, dabei?

x 3 #3437


A


Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

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N
@ElGatoRojo

Ja, es hat kulturell mit der Kinderaufzucht zu tun. Der Mann erhält in Gesellschaften, in denen Monogamie eine wichtige Rolle spielt, durch die soziale Kontrolle einer Verbindung wie die Ehe, eher eine Garantie, dass er nur seinen Nachwuchs ernährt. Und nicht den eines anderen Mannes. Die Frau erhält in Zeiten der Schwangerschaft, Geburt und Erziehung die Garantie weiterhin ernährt und versorgt zu werden. Die Ehe war deshalb zunächst eine Versorgungsverbindung, die durch Arbeitsteilung mehr erwirtschaften konnte als ein Mann alleine oder eine Frau alleine.

Die Idee der romantischen Liebe stammt aus dem 18. Jhd und die musste man sich finanziell leisten können und sie musste gesellschaftlich passen.

Wir haben heute eine gesetzliche Garantie in Bezug auf Gleichberechtigung und Gleichbehandlung. Dürfen aber selbst bestimmen, ob wir das Recht für uns einfordern wollen. Das ist dann due Selbstbestimmung.

x 2 #3438


ElGatoRojo
Zitat von Deejay:
Für die Kinderaufzucht braucht übrigens kein Mensch die Ehe.

Ohne Kinderaufzucht ist Ehe ziemlich sinnlos - ansonsten brauchen sich Mann und Frau ja nur gelegenheitsweise arrangieren
Zitat von Deejay:
Es sei denn, die Kinderaufzucht war den Ehepaaren vorbehalten, dann brauchte man sie natürlich doch.

Du denkst zu statisch --- es war offenkundig eine dynamische Entwicklung mit immer stärker empfundener Bindungswirkung. Die Beobachtung des Soziallebens von Menschenaffen könnte lehrreich sein .............

#3439


ElGatoRojo
Zitat von nalea:
Der Mann erhält in Gesellschaften, in denen Monogamie eine wichtige Rolle spielt, durch die soziale Kontrolle einer Verbindung wie die Ehe, eher eine Garantie, dass er nur seinen Nachwuchs ernährt.

Eben. Solche Aspekte. Zuerst ein Geben und Nehmen. Persönlich vermute ich die strukturelle Bindung der Frau durch den Ackerbau und die größeren Ressourcen, die sich seit dem anhäufen lassen.

x 1 #3440


FloraVita
Die Ehe schließen aber auch Paare, die keine Kinder haben möchten. Und gleichgeschlechtlich. Zumindest heutzutage. Doch aus Liebe? Besonderem Zusammengehörigkeitsgefühl?

x 2 #3441


N
@Deejay

Bis ins sehr frühe 20. Jhd war der Tod der Frau im Kindsbett noch relativ normal. Die Kinder von unverheiraten Frauen hatten nach deren Tod nur sehr selten eine Überlebenschance. War die Frau verheiratet, hat sich der Vater meist darum gekümmert, dass das Baby versorgt wurde.

Heute steht der Staat mit Gesetzen und konkreter Hilfe unseren Kindern zur Seite. Das ist ein starker Partner, der das Überleben und das gute Aufwachsen garantieren soll. Das funktioniert leider nicht immer, aber die Zahl der Babys, die bald nach der Geburt sterben, ist vergleichsweise gering.

Deshalb können sich Eltern bei uns tatsächlich aus ihrer Verantwortung stehlen, wenn sie das wollen.

#3442


N
@FloraVita

Natürlich. Die meisten heiraten aus Liebe. Gottseidank

x 1 #3443


D
Zitat von SchlittenEngel:
@Deejay Und wer hat dann dAn die Macht? Also wenn Männer und Frauen unter der Ehe leiden? Irgendwer muss ja profitieren. ...

https://rp-online.de/leben/beiallerlieb...-110385837

Es ist doch klar, dass wann auch immer Frauen unterdrückt werden, auch die Männer unterdrückt werden.

#3444


ElGatoRojo
Tja - viel Glück, Frau Roig, mit den weiteren Verkauf von Worthülsen und Träumereien

x 1 #3445


D
Zitat von nalea:
Die Kinder von unverheiraten Frauen hatten nach deren Tod nur sehr selten eine Überlebenschance.

Und das ist doch furchtbar. Ebenso, wie eine Frau, die ein uneheliches Kind bekam, von der Gesellschaft verstoßen wurde. Da zeigt sich doch die destruktive Macht.
Zitat von nalea:
War die Frau verheiratet, hat sich der Vater meist darum gekümmert, dass das Baby versorgt wurde.

Das Ziel sollte doch aber nun nicht sein, die Ehe als Garant für die Versorgung des Kindes zu nutzen, sondern diese unmenschliche Institution, die unverheiratete Schwangere oder Mütter ins Unglück gestürzt hat, abzuschaffen. Gerade in heutigen Zeiten, in denen soviel möglich ist.

#3446


ElGatoRojo
Zitat von Deejay:
die Ehe als Garant für die Versorgung des Kindes zu nutzen, sondern diese unmenschliche Institution,

......... sonst bist du aber gut drauf? .................

x 2 #3447


D
Zitat von ElGatoRojo:
Tja - viel Glück, Frau Roig, mit den weiteren Verkauf von Worthülsen und Träumerei

Die Skla. wurde auch irgendwann abgeschafft. Dass die Ehe abgeschafft wird, werden wir vielleicht nicht mehr erleben, aber die nachfolgenden Generationen wahrscheinlich schon irgendwann. Es ist einfach zuviel Ungutes passiert in all den Jahrtausenden.

#3448


D
Zitat von nalea:
@FloraVita Natürlich. Die meisten heiraten aus Liebe. Gottseidank

Und wer einfach so zusammen lebt, dessen Liebe ist nicht groß genug? Was ist der Unterschied zwischen der einen Liebe und der anderen?
Sich zu lieben ist ja wunderbar, aber muss man diese Liebe denn unbedingt zementieren mittels der Ehe, die in der Vergangenheit viel Unglück über die Menschen gebracht hat?

#3449


Balu85
Zitat von Deejay:
Und es ist die Frage, ob man einen Vertrauensbruch wegstecken kann ohne an irgend einer Stelle dauerhaft kaputt zu gehen.

Ja, die Frage steht natürlich immer im Raum. Aber die ist unabhängig davon ob man sich gleich trennt, später trennt oder garnicht. Denn auch eine sofortige Trennung macht den Vertrauensbruch ja nicht ungeschehen.
Zitat von Deejay:
Oft ist es dann der erneute Betrug, der den Betrogenen aufwachen lässt und ihn endlich die richtigen Konsequenzen ziehen lässt.

hm...weiß nicht. Hast du da zahlen zu ob es oft der erneute Betrug ist? Ich möchte es nicht ausschließen.
Zitat von Deejay:
Es tut mir leid, aber Gewohnheit, Angst vor der Zukunft als alleinerziehende Mutter, Angst vor finanziellen Einbußen, das sind alles äußerst verständliche Gründe, um der ganzen Sache noch eine zweite Chance zu geben. Aber Liebe ist das nicht

Noch einmal, die Gründe für eine Entscheidung 2.0 zu versuchen sind vielfältig, sehr selten rein emotional. Aber Gefühle für den anderen können halt ein Teil des Ganzen sein. Oder willst du jedem absprechen das er sein/e Partner/in geliebt hat? Wenn keine Gefühle mehr da gewesen wären, was kümmert einen dann der Betrug? Und leider kann man sie auch nicht einfach ausschalten oder anschalten wie man es gern hätte.
Zitat von Deejay:
Warum sich ein Paar allerdings für die traditionelle Rolle entscheidet, bleibt unbeantwortet. Muss man denn unbedingt ein Modell weiterführen, das erdacht wurde, um Frauen in Abhängigkeit zu halten und zu unterdrücken?

Hier bin ich etwas verwundert. Warum wird Ehe immer mit dem Traditionellen Rollenbild gleichgesetzt. Die aller wenigsten die ich kenne handhaben das so. Und bei denen wo es so ist spielt Religion scheinbar auch noch eine Rolle.
Zitat von nalea:
Bei einer Scheidung gibt es den Rentenausgleich zur Absicherung.

Ja...aber der ist völlig unabhängig davon ob ein Teil garnicht oder nur in TZ arbeiten war. Und auch egal ob es Kinder gibt.
Zitat von nalea:
Daran scheitern schließlich die meisten Rettungsversuche. Weil im Grunde weder wirklich vergeben und schon gar nichtt vergessen werden kann.

Glaube ich nicht. Ich denke die meisten Rettungsversuche scheitern daran das der Betrügende Teil zwar 2.0 zustimmt aber es eigentlich garnicht mehr möchte. Weil er/sie sich schon emotional so weit gelöst hat das da nichts mehr zu retten ist. Und dafür nehmen viele nur sehr ungern die Arbeit in Kauf mal alles auf links zu drehen und zu überdenken was und wie man die Beziehung besser gestalten kann.
Zitat von Zylinderella:
Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründ ich einen Arbeitskreis.

*beep*.....wir sind Arbeitskollegen

Und nur mal so ein Gedanke....warum wird hier immer wieder nur davon gesprochen das der Mann untreu war und die Frau ihn zurücknimmt. Als wäre es ein Naturgesetzt....Mann böse und betrügt, Frau dumm nimmt ihn zurück.

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