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Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

S
@Deejay
Zitat von Deejay:
Es ist doch klar, dass wann auch immer Frauen unterdrückt werden, auch die Männer unterdrückt werden.


Nein, das ist eigentlich überhaupt nicht klar.
Daher ja , nochmal, meine Frage. Wenn eine ,patriarchalische Institution, die Frauen unterdrückt, angeblich auch Männer unterdrückt- wem dient sie?
weil, es muss jemand geben, sonst wäre sie abgeschafft.

Und worin konkret liegt diese Unterdrückung im hier und jetzt?

x 3 #3451


D
Zitat von SchlittenEngel:
wem dient sie?

Der Kirche zum Beispiel.

x 1 #3452


A


Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

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Balu85
Zitat von Deejay:
Sich zu lieben ist ja wunderbar, aber muss man diese Liebe denn unbedingt zementieren mittels der Ehe, die in der Vergangenheit viel Unglück über die Menschen gebracht hat?

Haben Religionen auch....willst du jetzt alle Glaubensrichtungen abschaffen?
Und was hat die Vergangenheit mit heute zu tun?

#3453


D
Zitat von Balu85:
Haben Religionen auch....willst du jetzt alle Glaubensrichtungen abschaffen?

Wäre doch nicht schlecht.
Zitat von Balu85:
Und was hat die Vergangenheit mit heute zu tun?

Ohne die Vergangenheit wäre es heute nicht so, wie es ist.

#3454


S
@Balu85
Zitat von Balu85:
Und nur mal so ein Gedanke....warum wird hier immer wieder nur davon gesprochen das der Mann untreu war und die Frau ihn zurücknimmt. Als wäre es ein Naturgesetzt....Mann böse und betrügt, Frau dumm nimmt ihn zurück.

Weil es vielleicht, für die, die davon sprechen, nur bemängelnswert ist, wenn es in dieser Konstellation passiert und nicht, wenn Männer betrügende EF zurücknehmen?

Persönlich finde ich bereits das Wording unpassend. Er/ sie wird ja nicht zurückgenommen, genauso wenig, wie er/ sie vorher weggeben oder weggenommen wurde.

Das klingt, als hätte der/ die Arme gar kein Mitspracherecht und wäre im Besitz.

Die Realität ist ja die, dass es eine Zäsur ist und danach entscheidet jeder für sich, weiter in der Beziehung zu sein oder nicht. Falls beide wollen ja, wenn einer davon nicht mehr will, dann nein.

x 4 #3455


N
@Deejay

Die Ehe hat doch nicht per se das Unglück über die Welt gebracht, Das ist doch Quatsch.

Die Ehe hat Gesellschaften stabilisiert. Ob es nun die Ehe im christlichen Sinn war - bis der Tod euch scheidet. Oder Verbindungen auf Zeit wie in anderen Kulturen. Dauerhafte, verlässliche Verbindungen zwischen Menschen, seien es langjärige Freundschaften, Clubzugehörigkeiten oder ein sichers Arbeitsverhältnis entstressen in der Regel. Tun sie das nicht mehr, brechen wir diese Verbindungen ab. Heute leichter als früher.

Wenn durch ein Ritual bestätigt wird, dass er /sie/' nicht mehr zu haben ist, dann ist es auch für andere klarer und es werden Konflikte in der Gesellschaft vermieden.

x 4 #3456


S
Zitat von Deejay:
Der Kirche zum Beispiel.


? Wir sind ein säkularer Staat und kirchliche Eheschließungen sind nicht notwendig und finden nur in unter 20% der Fälle überhaupt noch statt.

Und diese Kirche unterdrückt auch die Männer? Oder worin besteht diese denn nun? Also die Unterdrückung der Männer?

Zitat von Deejay:
die in der Vergangenheit viel Unglück über die Menschen gebracht hat?


Welches Unglück meinst Du denn?

Und hast Du denn eigentlich die Zahlen noch gefunden? Diese 90%, die ihre Meinung ändern?

x 3 #3457


Balu85
Zitat von Deejay:
Wäre doch nicht schlecht.

Ich hab es ja mit dem Glauben nicht so, aber ich denke das vielen Menschen ihr Glaube auch sehr hilfreich ist.
Zitat von Deejay:
Ohne die Vergangenheit wäre es heute nicht so, wie es ist.

Echt jetzt....also schaffen wir die Arbeit auch ab, weil früher ja ohne Rücksicht auf Verluste die Mittellosen ausgebeutet wurden? Oder wie? Es ging um das hier und jetzt.
Zitat von SchlittenEngel:
Weil es vielleicht, für die, die davon sprechen, nur bemängelnswert ist, wenn es in dieser Konstellation passiert und nicht, wenn Männer betrügende EF zurücknehmen?

Tja....das ist halt die Frage.
Zitat von SchlittenEngel:
Persönlich finde ich bereits das Wording unpassend. Er/ sie wird ja nicht zurückgenommen, genauso wenig, wie er/ sie vorher weggeben oder weggenommen wurde.

ich hab es ja nur übernommen und mir nicht ausgedacht.

x 1 #3458


D
Zitat von nalea:
Dauerhafte, verlässliche Verbindungen zwischen Menschen, seien es langjärige Freundschaften, Clubzugehörigkeiten oder ein sichers Arbeitsverhältnis entstressen in der Regel.

Auf der anderen Seite kann es ganz schön stressen, wenn eine Verbindung nicht ohne weiteres aufgelöst werden kann. Das kann, glaube ich, jeder bestätigen, der sich trennen will, aber erstmal das Prozedere einer Scheidung durchlaufen muss. Oder einen Partner/-in hat, der sich einer einvernehmlichen Scheidung in den Weg stellt.
Zitat von nalea:
Wenn durch ein Ritual bestätigt wird, dass er /sie/' nicht mehr zu haben ist, dann ist es auch für andere klarer und es werden Konflikte in der Gesellschaft vermieden.

Gerade durch diese offizielle Botschaft des nicht mehr zu haben seins entsteht doch erst das Problem. Und zwar dann, wenn er/ sie doch zu haben ist, außerhalb der Ehe. Dass Konflikte nicht vermieden werden, ist doch klar ersichtlich, wenn man sich die Welt ansieht.
Zitat von SchlittenEngel:
Wir sind ein säkularer Staat und kirchliche Eheschließungen sind nicht notwendig und finden nur in unter 20% der Fälle überhaupt noch statt.

Immerhin 20%. 20% der Heiratswilligen haben kein Problem mit der Kirche. Der Institution, die früher Hexen verbrannt hat.
Zitat von SchlittenEngel:
Und diese Kirche unterdrückt auch die Männer? Oder worin besteht diese denn nun? Also die Unterdrückung der Männer?

Indem sie ihnen zum Beispiel den Gedanken ins Hirn pflanzt, Sex wäre eine Sünde, wenn es nicht der Zeugung von Kindern dient und die Frau wäre Schuld am Sündenfall.
Zitat von SchlittenEngel:
Und hast Du denn eigentlich die Zahlen noch gefunden? Diese 90%, die ihre Meinung ändern?

Noch nicht.

#3459


S
@Deejay
Zitat von Deejay:
Immerhin 20%. 20% der Heiratswilligen haben kein Problem mit der Kirche. Der Institution, die früher Hexen verbrannt hat.

Unter 20%, genauer 16%. Und das spricht generell gegen die Ehe, wegen der Hexenverfolgung vor einigen hundert Jahren?
Du lebst dann wahrscheinlich nicht in Deutschland. Weil was hier vor deutlich kürzerer Zeit passiert ist, müsste Dir das dann ja quasi verbieten?

Zitat von Deejay:
Indem sie ihnen zum Beispiel den Gedanken ins Hirn pflanzt, S. wäre eine Sünde, wenn es nicht der Zeugung von Kindern dient und die Frau wäre Schuld am Sündenfall.

Und das ist es, was die Unterdrückung der Männer in der Ehe ausmacht? In allen wohlgemerkt, nicht nur den kirchlich geschlossenen?

Nun, du bist ja ein Mann,....., wenn das bei Dir so ist, will ich das nicht anzweifeln, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das vielen Männer so geht und finde auch die Ableitung grundsätzlich schwierig nachzuvollziehen.

x 2 #3460


D
Zitat von SchlittenEngel:
Unter 20%, genauer 16%. Und das spricht generell gegen die Ehe, wegen der Hexenverfolgung vor einigen hundert Jahren?

Für manche schon. Zumindest ich traue einer Institution, die früher Hexen verbrannt hat (und noch viele andere Sachen verzapft hat), nicht unbedingt.
Zitat von SchlittenEngel:
Du lebst dann wahrscheinlich nicht in Deutschland. Weil was hier vor deutlich kürzerer Zeit passiert ist, müsste Dir das dann ja quasi verbieten?

Ich bin hier geboren und lebe hier.
Zitat von SchlittenEngel:
Und das ist es, was die Unterdrückung der Männer in der Ehe ausmacht? In allen wohlgemerkt, nicht nur den kirchlich geschlossenen?

In deiner Frage ging es um die Unterdrückung der Männer durch die Kirche.
Zitat von SchlittenEngel:
Nun, du bist ja ein Mann,....., wenn das bei Dir so ist, will ich das nicht anzweifeln, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das vielen Männer so geht und finde auch die Ableitung grundsätzlich schwierig nachzuvollziehen.

Ich lasse mich ja eben nicht vollquatschen von der Kirche und ich heirate auch nicht, weil ich sowas alles nicht brauche. Beziehungsangelegenheiten sind nichts, was den Staat oder die Kirche etwas angeht, weder muss ich dem Staat mitteilen, dass ich mit jemandem zusammen bin, noch, dass ich mich trenne.

Zusammenfassend war die Einführung der Zivilehe ein politischer Akt, um die staatliche Autorität zu festigen, die Macht der Kirche zu begrenzen und die Verwaltung des modernen Staates zu zentralisieren und zu modernisieren.

#3461


N
@Deejay

Dann ist das Heiraten in einer katholischen Kirche verwerflich - nicht aber in einer protestantischen? Die protestantische Kirche war an der Inquisition nicht beteiligt.

x 2 #3462


Birkai
Zitat von Deejay:
die Frau wäre Schuld am Sündenfall.

Die Verknüpfung von Sündenfall und Unterdrückung des Mannes habe ich bisher noch nicht gehört. Kannst du dies genauer erklären?

x 1 #3463


B
Zitat von Deejay:
Wäre doch nicht schlecht.

Weil?
Hast du dich mal gefragt, warum es Religion gibt?
Im übrigen hat die Religion und die dazugehörigen Regeln auch für eine zivilisatorische Ordnung gesorgt.
Das Gebot auge um Auge war ein riesen Fortschritt gegenüber den Racheexzesse
Auch ist es habebuchen hier gegen die Institution Ehe zu wettern. Zu glauben dass eine Abschaffung die Situation grundlegend verbessert, ist nicht wirklich zu Ende gedacht.

x 2 #3464


N
@BernhardQXY

Und widerspricht der Tatsache, dass es auch Menschen gibt, die sich ohne Trauschein binden.

x 2 #3465


A


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