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Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

B
Zitat von Fenjal:
aber sicher, wieviel Prozent der verheirateten Frauen arbeiten in VZ?

Und du bist sicher, dass die vz quote etwas mit der Ehe zu tun hat?
So einen gequirlten Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Ich beneide dich um dein simples Weltbild.

x 1 #3481


N
@BernhardQXY

Und es kann Sinn machen, sich zusätzlich zu überlegen ob ein Ehevertrag im Notfall Streitigkeiten vermeidet.

Um noch einmal auf den Fall des gemeinsamen Haus- oder Wohnungskauf zurückzukommen. Warum kalkuliert man dabei nicht nur die Kosten für die Steckdosen, sondern auch den fiktiven Stundenlohn für die Eigenleistung zum Bau oder der Renovierung? Tracked die Stunden, legt einen Nettostundenlohn fest. Würde man als Dienstleister ja auch.

Wenn nicht beide im Grundbuch stehen, könnte per Vertrag die Auszahlung dieser Summe an den nicht im Grundbuch stehenden im Fall einer Trennung festgelegt werden. Danach können die tatsächlichen Wohnkosten und Ersparnisse durch das Eigentum berechnet werden und auch hier schon Ausgleichssummen festgesetzt werden.

Ja, das klingt unromantisch. Ja, das klingt als würde man einander nicht vertrauen. Dennoch.

Da immer noch fast jede 2. Ehe geschieden wird, ist es sinnvoll im Vorab durchzurechnen und festzulegen. Dabei behält man/frau auch den genauen Kostenüberblick in Bezug auf das gemeinsame Leben. Und das möchte man ja führen. Und man/frau möchte den Partner abgesichert wissen - zumindest wenn die Liebe noch lebt.

#3482


A


Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

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B
Zitat von nalea:
Da immer noch fast jede 2. Ehe geschieden wir

Es ist immer noch so dass zwei Drittel der Ehen durch Tod enden. Insofern kann 50%nicht stimmen

Ein Ehevertrag ist nur sinnvoll, will man von den gesetzlichen Regelungen abweichen will.
Aber das ist wie mit AGB. Die liest auch kaum einer

x 2 #3483


MissLilly
Zitat von Fenjal:
Karriere, Sport, Reisen oder gesellschaftliches Engagement... kann Frau das in einer Ehe nach ihren Wünschen umsetzen?


Ja könnte sie.
Sie hat nur nicht so viel Zeit dazu wie der Mann, es sei denn sie verzichtet darauf sich fortzupflanzen

x 2 #3484


N
Zitat von BernhardQXY:
Es ist immer noch so dass zwei Drittel der Ehen durch Tod enden. Insofern kann 50%nicht stimmen Ein Ehevertrag ist nur sinnvoll, will man von den gesetzlichen Regelungen abweichen will. Aber das ist wie mit AGB. Die liest auch kaum einer

Bereinigen wir die Zahlen schnell. 2024 lag die Scheidungsrate bei 37%. Dabei wird die Anzahl der Eheschließungen mit den Scheidungen im gleichen Zeitraum gegenübergestellt. In dieser Berechnung sind Aufhebungen von eingetragenen Lebenspartnerschaften nicht enthalten. 2024 betrug das Durchschnittsalter bei Scheidung 44,6 Jahre (Frauen), 47,6 Jahre (Männer). Mehr als die Hälfte der geschiedenen Paare hatte minderjährige Kinder.

Wenn wir beachten, dass in 2024 49% der Frauen TZ arbeiteten und 26% gar nicht arbeiten, wird die finanzielle Lage von Frauen deutlicher. Dabei kann man berücksichtigen, dass in bestimmten religiösen Gruppen Frauen seltener erwerbstätig sind, aber auch die Scheidungsrate sehr viel geringer ist.

In der Scheidungsrate ist auch nicht die Trennungsrate von nichtverheirateten Paaren inkludiert. Die können allerdings ebenfalls minderjährige Kinder haben - mit den gleichen Arbeits- und Verdienstmodellen für die Frau.

Ohne zusätzliche Verträge sind die nicht oder reduziert arbeitenden Familienmanager im Notfall am Arm.

x 1 #3485


S
@Deejay
Zitat von Deejay:
In deiner Frage ging es um die Unterdrückung der Männer durch die Kirche.


Nein. Ich hatte dich gebeten, Deine These, dass Männer in der Ehe leiden und unterdrückt sind doch irgendwie zu erläuetern, worauf von dir der Schwenk zu weil die Kirche ihnen Sex nur zur Fortpflanzung erlaubt kam. Was wie meinerseits angemerkt nur max 16% der Ehen, vorausgesetzt, die sind nicht nur christlich, sondern im Mittelalter angesiedelt, zutreffen würde.

Ansonsten habe ich von dir jetzt noch, zu keiner deiner Behauptungen, irgendeinen Beleg gelesen.

das ist übrigens exakt, was ich hiermit meinte

Zitat von SchlittenEngel:
lso wenn wir nun bei Wünsch dir was sind, dann würde ich mir wünschen, du würdest weniger in Klischees denken und aufhören Deine Vorstellungen davon, wie was ist und wie was zu sein hat für die alleinige Wahrheit zu halten


Das alles ist Deine Meinung, die selbstverständlich jeder frei hat Aber wenn du es als Tatsachen streust und davon auch Konsequenzen ableiten magst, wäre überzeugender, wenn es etwas Fundament hätte.

x 5 #3486


F
Zitat von Balu85:
Nicht alle hätten ohne Mann/Kinder ein Studium gepackt und danach eine steile Karriere hingelegt....aber fast alle tun als ob dem so wäre. Wurde mir ja auch vorgeworfen.....

Ja, genau.
Ich habe im Grundschulalter meiner Kinder gearbeitet und studiert, und das war für mich wichtig, weil ich ein berufliches Ziel hatte.
Ich definiere mich aber nicht aus dem Beruf und urteile nicht über andere, die nicht studiert haben. Es war für mich wichtig und richtig.
Bei Fenjal geht's ja mehr um das Thema VZ, als um das Thema Bildung. Finde ich übrigens interessant..

Aber ich kenne natürlich auch die faulen EF, die nie gearbeitet haben.

Wäre nicht mein Lebensmodell, aber wenn sie damit happy sind ‍️

x 1 #3487


S
Zitat von Felica2024:
Es gibt auch Frauen, mich eingeschlossen, die nicht VZ arbeiten, weil sie in TZ genug verdienen


Ich arbeite Teilzeit, einfach weil ich es will. Und ganz verrückt, - mein Mann auch

Wir haben das irgendwann durchgerechnet, festgestellt, es geht und beschlossen, dass uns unsere Lebenszeit mehr wert ist, als mehr Geld auf dem Konto.

VZ hat mit Emanzipation erst mal gar nichts zu tun, einzig damit, dass von Arbeitgeberseite Arbeitskräfte benötigt werden und das versucht wird so zu verkaufen.

Abgesehen davon kann ja nur jemand, der nie verheiratet war, denken, dass man dann keine eigene Freizeit oder Hobbys oä. haben kann.....Da frage ich mich schon, wie die denken, wann die Leute ihre Affären führen können

x 4 #3488


F
Zitat von SchlittenEngel:
.

VZ hat mit Emanzipation gar nichts zu tun, einzig damit, dass von Arbeitgeberseite Arbeitskräfte benötigt werden und das versucht wird so zu verkaufen.

Exakt!


Zitat von SchlittenEngel:
Wir haben das irgendwann durchgerechnet, festgestellt, es geht und beschlossen, dass uns unsere Lebenszeit mehr wert ist, als mehr Geld auf dem Konto.

Ja, sowas steht bei uns auch bald zur Debatte. Wenn man alles auf später schiebt, dann ist es vielleicht dafür zu spät.

@Fenjal, hast Du studiert?

x 3 #3489


MissLilly
Zitat von Fenjal:
Klar, weil wenn sie ihr Leben allein stemmen sollten, Feminismus und Emanzipation nur noch vorbeigewunken werden. Das Polster, dass mancher Galan bietet ist dann näher als Gleichberechtigung, das sind genau solche Frauen, die absolut nix tun, um gesellschaftliche Gleichberechtigung zu forcieren, ganz im Gegenteil.

Nur, wenn ein Galan zur Seite steht, kann eine Frau ein Haus kaufen, nur, wenn ein Galan die Hand hält, kann eine Frau glücklich werden,...... geschenkt, diese Denke geht und geht nicht unter.


Ja es gibt sie, diese Frauen die gar keinen Bock darauf haben für sich selbst aufzukommen, sondern sich lieber aushalten lassen. Die hat es schon immer gegeben und wird es auch immer wieder geben. Genauso wie es Männer gibt und immer geben wird, die gar keinen Bock darauf haben, dass ihre Frauen jederzeit und vollkommen unabhängig von ihnen sind.
Ich hoffe aber doch, dass wir uns darin einig sind, dass diese Gruppe nicht die absolute Mehrheit unserer Gesellschaft hierzulande darstellt, oder ?

x 5 #3490


S
@Felica2024
Zitat von Felica2024:
Ja, sowas steht bei uns auch bald zur Debatte. Wenn man alles auf später schiebt, dann ist es vielleicht dafür zu spät.

Ja, das war auch unser Gedanke, vor einigen Jahren. Wir haben damit immer geliebäugelt, mehr so im Sinne von was ein Stress, 1 Tag mehr frei wär gut- und hatten dann 2 sehr frühe Todesfälle in der Familie.

Und dann war für uns klar, dass wir nicht bis zur Rente warten wollen, bis wir mehr Zeit haben und v.a. die Zeit auch haben wollen, solange wir körperlich und geistig damit was anfangen können....

x 2 #3491


N
@Felica2024

Meine Nachbarin hat sich 1972 in Westdeutschland scheiden lassen, weil sie studieren wollte und ihr Mann auf eine Hausfrauenehe bestand. Weil berufliche Tätigkeit oder ein Studium kein echter Scheidungsgrund war, wurde sie schuldig geschieden, bekam also keinen Ehegattenunterhalt.

Das eheliche Vermögen war damals noch in der Hand der Ehemänner, und so urden ihr ein Teil der von ihren Eltern gekauften Möbel zugesprochen, wenn sie imhier endlich ein wenig aufatmen. Gegenzug solange auf den Unterhalt der beiden Kinder verzichtete, bis der Wert der Möbel abgegölten war. Bafög gab es damals auch nicht. Aber einen tief gekränkten Exmann, der jedesmal das JA auf den Plan rief, wenn sie neben dem Studium in einer Klinik an der Rezepttion arbeitete - die Kinder waren dann im Kindergarten oder von der Oma betreut, aber das zählte nicht. Erst als 1977 das Familienrecht reformiert wurde, konnten Frauen hier endlich ein wenig aufatmen.

Trotzdem wird auch heute Frauen besonders vom Ex und ggf Next noch ungerechtfertigte Gier vorgeworfen, falls es zur Scheidung kommt. Wir sind mental noch nicht soo viel weiter.

x 2 #3492


Worrior
Verträge sollte man in Friedenszeiten schließen.

x 3 #3493


N
@SchlittenEngel

Genau. Und das ist die Selbstbestimmung.

x 1 #3494


Balu85
Zitat von nalea:
Um noch einmal auf den Fall des gemeinsamen Haus- oder Wohnungskauf zurückzukommen. Warum kalkuliert man dabei nicht nur die Kosten für die Steckdosen, sondern auch den fiktiven Stundenlohn für die Eigenleistung zum Bau oder der Renovierung? Tracked die Stunden, legt einen Nettostundenlohn fest. Würde man als Dienstleister ja auch.

Wenn nicht beide im Grundbuch stehen, könnte per Vertrag die Auszahlung dieser Summe an den nicht im Grundbuch stehenden im Fall einer Trennung festgelegt werden. Danach können die tatsächlichen Wohnkosten und Ersparnisse durch das Eigentum berechnet werden und auch hier schon Ausgleichssummen festgesetzt werden.

hm....weißt du auf den Gedanken meine Leistung beim Hausbau (Maurer,Dachdecker, Heizung/Sanitär,Fliesenleger,Bodenleger,Trockenbauer,Elektriker...Möbel hab ich auch selbst gebaut usw.) auszurechnen kam ich garnicht. Weil ich ja dachte ich mache das FÜR UNS.
Im Grunde hatte ich das ja selbst auch schon gesagt, das eben nicht nur die Care-Arbeit betrachtet werden kann sondern alle in dem Haushalt anfallenden Tätigkeiten. Gebaut wird ja eigentlich nicht ewig, aber es gibt immer was zu tun. Garten, Reparaturen usw.
Für mich als Dreibeiner ist es relativ logisch das ich nicht gleichzeitig den Rasen mähen kann und Essen kochen.
Zitat von Felica2024:
Ich definiere mich aber nicht aus dem Beruf und urteile wenig über andere. Es war für mich wichtig und richtig. Aber ich kenne natürlich auch die faulen EF, die nie gearbeitet haben.


Ich würde es jetzt aber auch nicht grundsätzlich als faul bezeichnen. Sicher ist auch Bequemlichkeit dabei, oder der Wunsch nach Beruf XY doch nicht soooo groß das man alles dafür tun müchte was nötig ist. Uuuund es geht halt nicht bei jedem. Aus mir wird auch kein Experimentalphysiker...egal ob ich das unbedingt sein wöllte. Dafür fehlen im Oberstübchen ein paar Murmeln. Dafür kann ich halt andere Dinge.

Zitat von SchlittenEngel:
Ich arbeite Teilzeit, einfach weil ich es will. Und ganz verrückt, - mein Mann auch

neben dem Wollen muss es aber auch gehen....also in TZ muss halt auch noch entsprechend viel bei rumkommen.
TZ bei 35Euro/h ist eben was anderes als TZ bei 15Euro/h

Zitat von nalea:
Trotzdem wird auch heute Frauen besonders vom Ex und ggf Next noch ungerechtfertigte Gier vorgeworfen, falls es zur Scheidung kommt. Wir sind mental noch nicht soo viel weiter.

Weil eben nicht jede Forderung gerechtfertigt ist. Nicht JEDE FRAU verzichtet auf eine steile Karriere für den Mann.
Und ich kenne sogar einige die von sich aus sagten nö Unterhalt für mich will ich nicht, brauch ich nicht.
1972 ist halt auch schon eine Weile her....da war ich noch Quark im Schaufenster.

x 2 #3495


A


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