Blindfisch
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Zitat von E-Claire:Feminismus stellt ja nicht nur Rollenbilder sondern eben auch ökonomische Strukturen in Frage.
Der heutige (moderne) Feminismus muss sich thematisch erweitern, denn sonst bleibt ja nicht mehr viel übrig. In den skandinavischen Ländern z.B., in denen die Gleichberechtigung der beiden Geschlechter am Fortschrittlichsten ist, entscheiden sich immer mehr Frauen für die traditionellen Frauenberufe und Männer gehen in den meisten Fällen in die eher männlichen Berufe.
Das Skandinavien-Paradoxon zeigt, dass Gleichstellung nicht automatisch zu einer vollständigen Angleichung aller Unterschiede führt, sondern dass Freiheit und Wohlstand die individuellen Präferenzen der Geschlechter zum Vorschein bringen können, was zu einer größeren Konzentration von Frauen und Männern in verschiedenen Berufen führen kann.
Je mehr Gleichstellung, desto eher werden die biologisch erklärbaren Rollenbilder gewählt.
Also was bleibt dann noch vom Feminusmus?
Meiner Meinung nach das Thema: Gewalt an Frauen! Meine Idee gleich dazu.
Zitat von E-Claire:Wenn Du also Raffgier beklagst, dann sagst Du ja, daß höher, schneller, weiter (des Einzelnen) ab einem bestimmten Punkt nicht mehr der Gemeinschaft zu Gute kommen und ab einem weiteren Punkt der Gemeinschaft eigentlich schaden.
Kapitalismus aber belohnt ja ein solches Verhalten bzw setzt diesem keinerlei Grenzen.
Ja, wenn die Einzelnen ihre Raffgier ablegen würden, ja dann.......ja dann wäre es eine bessere Welt?
Ist es wirklich eine bessere Welt, in der alle gleich sind, in der es sich nicht lohnt, eine gewisse Raffgier und Ehrgeiz an den Tag zu legen? Ohne die Raffgier Einzelner, würde die Menschheit wahrscheinlich noch in Lehmhütten wohnen, da es keinen Fortschritt gibt. Ist jeder Fortschritt der Menscheit ein Erfolg? Gewiss nicht, aber ohne gehts es halt auch nicht.
Um noch mal zum Anfang zurück zu kehren:
Zitat von QueenA:Feminismus bedeutet für mich auch, dass Männer es als selbstverständlich sehen, wenn Frauen ihre Rechte wahrnehmen, und darin eine Chance auf ein faires, respektvolles Miteinander erkennen.
Und es bedeutet, dass ich mich zu jeder Tages- und Nachtzeit frei im öffentlichen Raum bewegen kann -ob morgens beim Joggen oder abends beim Spaziergang- ohne Angst vor Belästigung oder Übergriffen haben zu müssen.
Das alles sollte nicht nur gesetzlich garantiert sein, sondern auch im Alltag selbstverständlich gelebt werden.
Das ist meiner Meinung nach das Ziel des Feminsmus bzw. sollte es sein. Denn mittlerweile kommen viele Themen unter dem Deckmantel des Feminismus um die Ecke (z.B. Systemkritik am Kapitalismus).
Meine Lösung dafür: mehr Männlichkeit!
Der Feminismus der letzen Jahrzehnte hat m.M. dazu beigetragen, das in der (westlichen) Gesellschaft die Männlichkeit abhanden gekommen ist. Männlichkeit in Form von Führungsstärke, Durchsetzungswillen, zum Wort stehen und nicht wie eine Fahne im Wind wehen, körperliche und emotionale Stärke ausstrahlen, im Grunde klassische männliche Eigenschaften an den Tag legen. In der Persönlichkeitsentwicklung von Männer eingreifen, indem der Vater (wieder) die Rolle einnimmt, für die er vorgesehen ist. Indem andere männliche Vorbilder zugelassen werden und nicht als toxisch abgestempelt werden. Indem man Männern mehr Ausfmerksamkeit gibt, für das was sie leisten und zeitgleich an die Pflicht erinnern, an ihre mentale Gesundheit zu denken. Ein entwickelter Mann, der sich seinen Stärken und Schwächen bewußt ist, ist am Ende des Tages derjenige, der es nicht nötig hat, Gewalt an Frauen aus zu üben. Natürlich will niemand den gürtelschwingenden Ehemann aus den 50ér, in denen es in Deutschland durchaus noch eine Art Patriachat gab, aber um die Gewalt gegen Frauen zumindest einzudämmen, bedarf es starker Männer und das anerkennen der biologischen Unterschieder beider Geschlechter und das gegenseitige Verständniss. Ob es die Natur ist oder ein Gott war, es wurde sich dabei schon etwas gedacht.