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Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

ElGatoRojo
O.k. - Runde 4 oder so? Mit all den Argumenten, die wir schon mal hatten. Woher sollen auch total neue noch kommen?

Zitat von Mann1989:
Warum dann in der heutigen Zeit einige Frauen/Mütter so tun, als wäre sich um die Kinder zu kümmern eine Bestrafung, so frage ich mich, wie gross denn der tatsächliche Wunsch nach einem Kind gewesen sein kann.

Eben - man kann ein gemeinsames Kind nicht nur betriebswirtschaftlich sehen. Unter diesem Aspekt ist Kinder zu bekommen ziemlich unwirtschaftlich. Aber die Natur hat vorgesorgt = Damit Säugetiere sich zur Kinderaufzucht entschließen, gibt es gewisse Anreize. Auch für die Leute, die sich nicht zum Gebrauch des Wortes "Liebe" durchringen können
Zitat von MissLilly:
Für welche Tätigkeiten im Haushalt wurde denn da genau ein Gehalt gefordert?

Für praktisch alle. Und klar - das muss ja wenn schon im kleinsten Detail ermittelt werden, damit ja nicht einer der Beiden womöglich irgendwie benachteiligt sein könnte. Die Diskussion ging ja sogar schon vom reinen Zeitfaktor ab - auch die Kompliziertheit der jeweiligen Arbeit muss berücksichtigt werden
Zitat von MissLilly:
Und der Mann möchte das nicht genauso gerne oder wie darf ich das verstehen?

Die meisten Männer möchten mit ihren Kindern zumindest dann, wenn die Kinder so mit 2 Jahren schon laufen und sprechen können, mehr Zeit verbringen - gerade am Tage. Aber dann ist zumeist Arbeit für den Vater angesagt.
Zitat von Nalf:
dass manche das 3-8malige Rasenmähen im Jahr gerne als gleichwertig mit dem Putzen des Bads ansehen möchten.

Warum auch nicht. Wie oft wird das Bad geputzt?
Zitat von Nalf:
Die anderen klären das, indem sie ein gemeinsames Konto führen und gleichberechtigt darauf zugreifen und für beide Elternteile private Rentenvorsorge betreiben.

Zum Beispiel. Und es kann funktionieren. Jedenfalls dann, wenn beide ihrer finanziellen Verantwortung bewußt sind und nicht sich irgendwelche unfairen Vorteile verschaffen wollen.
Zitat von Mann1989:
Da tut es mir sehr leid, dass Du offenbar an den Falschen geraten bist und er diese Selbstverständlichkeit nicht lebt. Ich persönlich kenne keinen Mann, der sich dieser Pflicht nicht bewusst wäre und der nicht alles für seine Familie täte.

Schönes Statement ... 👍 Eben weil manches einfach selbstverständlich ist

x 3 #4081


E-Claire
Zitat von ElGatoRojo:
Die meisten Männer möchten mit ihren Kindern zumindest dann, wenn die Kinder so mit 2 Jahren

es ist wirklich nicht böse gemeint, aber wenn ich das lese, weiß ich einfach echt nicht, was ich dazu noch sagen soll.

Zitat von ElGatoRojo:
Aber dann ist zumeist Arbeit für den Vater angesagt.

Aber mit der Logik, die hier immer propagiert wird, ist das doch eine Entscheidung des Vaters, er könnte sich doch genauso gut einen Job suchen, in welchem er auf 35 runter geht.

x 3 #4082


A


Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

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M
Zitat von E-Claire:
Aber mit der Logik, die hier immer propagiert wird, ist das doch eine Entscheidung des Vaters, er könnte sich doch genauso gut einen Job suchen, in welchem er auf 35 runter geht.

Wenn die Frau dann damit zufrieden ist, dass der Urlaub auf Balkonia stattfindet und nicht auf Hawaii?

"Schraub doch dein Pensum zurück, damit Du mehr mit den Kindern machen kannst" und im nächsten Nebensatz "Übrigens wir brauchen einen neuen Staubsauger, ich will einen Dyson"...

x 2 #4083


NurBen
Zitat von E-Claire:
es ist wirklich nicht böse gemeint, aber wenn ich das lese, weiß ich einfach echt nicht, was ich dazu noch sagen soll.

Dann gehts dir ja wie mir, wenn ich lese das Frauen für Care-Arbeit entlohnt werden wollen.

x 2 #4084


ElGatoRojo
Zitat von E-Claire:
es ist wirklich nicht böse gemeint, aber wenn ich das lese, weiß ich einfach echt nicht, was ich dazu noch sagen soll.

Was stört dich daran?

Windeln gewechselt habe ich mindestens ebenso viele wie sie. Aber das ist ja nun keine direkte Vater-Kind-Kommunikation

Natürlich "weiß" auch ein Vater um die Bedürfnisse von Neugeborenen und Säuglingen und beteiligt sich je nach Übereinkunft mit der Mutter an den Arbeiten. Genau wie die Mutter sich in ihre Rolle heinein arbeitet, so macht er es normalerweise ebenso. Aber richtig was anfangen und kommunizieren beginnt für die meisten Väter verstärkt wenn die Kinder schon so um 2 sind. Eine ganz normale Entwicklung.

x 4 #4085


Kampfschnake
Zitat von NurBen:
Dann gehts dir ja wie mir, wenn ich lese das Frauen für Care-Arbeit entlohnt werden wollen.

Werden Sie ja. Unter anderem durch die Erfindung des Thermomix. Also wenn der Gatte einen locker macht.

x 2 #4086


ElGatoRojo
Zitat von E-Claire:
ist das doch eine Entscheidung des Vaters, er könnte sich doch genauso gut einen Job suchen, in welchem er auf 35 runter geht.

Veilleicht meint seine Frau, er solle einen Job anstreben, der effektiver bezahlt wird - wo er jetzt Vater zweier Kinder ist und sie momentan nicht mitarbeitet (weil z.B. Ende der 1960-er ein Kindergartenplatz in Hamburg viel zu teuer war, falls man überhaupt einen bekommen hätte. Aus gutem Grund Vorrang für Alleinerziehende)

#4087


alleswirdbesser
Zitat von Mann1989:
während der Mann 100% arbeitet, dann hat der Mann sicherlich nicht am Feierabend noch Hausarbeiten zu erledigen.

Und was macht ein Mann, der 100% arbeitet und keine Hausfrau zu Hause ist? Ich verstehe was du meinst, finde jedoch nach wie vor, dass ein Mann, der 100% arbeitet, es in beiden Fällen tut, ob mit Frau daheim, oder ohne Frau daheim. Natürlich wird sein Einkommen im ersten Fall für zwei Personen, mindestens, gebraucht, aber arbeiten gehen tut er in beiden Fällen doch gleich? Oder meinst du, dass er im ersten Fall die Arbeit der Hausfrau finanziert und als Gegenleistung er dafür nach der Arbeit nichts mehr tun muss? Das Problem ist - wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das ab dem Zeitpunkt wieder ändern wird, ab dem die Frau anfängt wieder zu arbeiten? Wie viele Frauen müssen dann mit der Doppelbelastung klarkommen, weil sich das einfach so etabliert hat im Alltag?

x 2 #4088


ElGatoRojo
Zitat von alleswirdbesser:
Das Problem ist - wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das an dem Zeitpunkt wieder ändern wird, ab dem die Frau anfängt wieder zu arbeiten?

Vereinbarung unter Erwachsenen ................

#4089


M
Zitat von Nalf:
Wenn zwei zusammen ziehen, können sich Synergieeffekte ergeben. Wenn Frau dann den Boden saugt, saugt sie seinen Dreck mit weg. Wenn Mann das Abendessen kocht, schnibbelt er die doppelte Menge an Gemüse, etc. Und macht damit ihre Arbeit mit.
Schon in dieser Konstellation zeigt sich, dass manche das 3-8malige Rasenmähen im Jahr gerne als gleichwertig mit dem Putzen des Bads ansehen möchten. Oder den Umstand übersehen, dass eine Person in der Partnerschaft deutlich mehr für die gute Stimmung im Haus zuständig ist,dem anderen zuhört,ermuntert, aufbaut, mental co-reguliert, als umgekehrt.

Ich meins nicht böse, aber für mich ist deine Sicht auf Beziehung und Liebe irgendwie anstrengend und nicht erstrebenswert. Für mich schliesst sich das Wort Liebe beim gegenseitigen Aufwiegen aus. Man hat mir mal beigebracht, Liebe misst nicht, Liebe ist.

Wenn ich dann lese, dass ein Bad zu putzen mit Rasenmähen verglichen wird und man das gegeinander aufwiegt, dann raubt mir das jegliche romantische Gefühle. Für mich ist was Du zuletzt schreibst "gute Stimmung, zuhören, zu eden, mentale Co-Ragulation" eine selbstverständliche Balance in der Beziehung, zu der beide gleichermassen Sorge tragen. Mal komme ich nachhause und bin dankbar wenn mich meine Partnerin auffängt, und wenn sie an PMS mit Stimmungsschwankungen leidet nehme ich sie in den Arm und tröste sie. Für mich ist Liebe kein Wettbewerb, sondern ein Ergänzen der gegenseitigen Stärken und Schwächen gepaart mit grossem, gegenseitigen Verständnis.

Zitat von Nalf:
Und dann gibt es da noch welche, die denken, dass derjenige, der die 25 Stunden Kimderbetreuung des anderen Elternteils übernommen haben, damit auch gleich die 50% des Haushalts des anderen und 100% des Haushalts des Kindes und am besten noch die emotionale Versorgung des hart arbeitenden Elternteils übernommen hätten und über diese Arbeitsverteilung glücklich und dankbar zu sein hätten.

Ich kenne diese Situation nur in Verbindung mit...

Zitat von Nalf:
indem sie ein gemeinsames Konto führen und gleichberechtigt darauf zugreifen und für beide Elternteile private Rentenvorsorge betreiben.

und erachte es aus diesem Grund als völlig richtig und fair. Ich persönlich kenne eine Menge Leute, aber wirklich niemandem der nur das Modell von oben lebt.

Zitat von Nalf:
Damit hätten sie dann,wenn man sich die Kosten für die Baustoffe teilt, etwas ähnlich anstrengendes, gefährliches und die Familie konstituierendes oder erhaltendes wie die Frau geleistet. Gibt es dazu Widerspruch?

Mein Widerspruch gilt einzig und allein der Tatsache, dass es Dir freisteht zu entscheiden, ob Du überhaupt schwanger werden willst oder nicht. Du setzt dich absolut freiwillig deiner beschriebenen Gefahr aus und somit ist das doch das B. deiner Familie und nicht das von der gesamten Gesellschaft.

Man könnte doch den Spiess auch umdrehen und sagen, sobald eine Frau schwanger wird, soll sie doppelte KK-Prämien bezahlen, denn Schwangere müssen zwangsläufig häufiger zum Arzt, werden auch eher mal krank und tragen eine zweite Person mit sich herum, die auch versichert sein muss.

Oder der Extremsportler, der Risikoprämien zahlen muss. Sollen wir da als Gesellschaft hingehen und sagen, "nein, der soll nicht mehr als die anderen bezahlen?", obwohl er einem persönlichen Hobby frönt, das gefährlich ist?

x 1 #4090


alleswirdbesser
Zitat von ElGatoRojo:
Warum auch nicht. Wie oft wird das Bad geputzt?

Ernst gemeinte Frage? 🤣

x 1 #4091


N
@NurBen
Zitat:
Und es steht dir ja frei eine Beziehung zu wählen in der du der Hauptverdiener bist und der Partner gerne zu Hause bleiben möchte.

Hier ist doch genau das Problem. Du stehst vor der Wahl A oder B. Eine Lösung C existiert für die meisten nicht. Der Grund ist oft, dass alles auf einmal passieren muss. Hausbau, Karriere, Kind. Dazu Urlaub, Autos, Hobbies. Das Leben muss komplett sein. Warum nicht andersrum denken?

Wir möchten ein Kind. Dafür gemeinsam Zeit zu haben ist unsere Priorität. Wie stellen wir das so an, dass wir später die Möglichkeit haben die anderen Wünsche - wenn sie dann noch Wünsche sind - zu ver wirklichen? Z.B. nicht das Haus bauen, sondern eine möglichst günstige Wohnung? Reduzierte finanzielle Verpflichtungen machen generell freier. Dann überlegen, wie die Weiterbildung und die Arbeit gestaltet werden kann während das Kind, die Kinder klein sind? Und zwar so, dass beide Partner beruflich nicht den Anschluss verlieren, und weiterhin etwas tun können, was beruflich Spaß macht und sich lohnt?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Karriere von Frauen scheitert sehr oft daran, dass der Hausbau nicht in den Ballungsräumen passiert, sondern abseits guter Arbeitsmöglichkeiten. Dann braucht man im Jottwide zwei Autos und frau ist den ganzen Tag mit Haus/Garten maintenance und der Familienorganisation beschäftigt. Ich kenne jetzt wirklich keine Frau, der das auf Dauer genügt. Meistens wird dem Arrangement zugestimmt, weil alles auf einmal möglich zu sein scheint. Tja, und dann gibt es dieses Trennungsforum...

x 4 #4092


N
@ElGatoRojo

So falsch. So falsch. Smile

Kinder, die mit Vätern/Männern aufwachsen haben bis zum dritten Lebensjahr einen breiteren aktiven Wortschatz. Frauen tendieren zu geschlossenen Fragen, wenn sie mit Kindern sprechen, Männer zu offenen. Damit fordern Väter Kinder mehr heraus. Außerdem erkennen Kinder im Mutterleib bereits Stimmen und können sie Unterscheiden. Männer sind essentiel für die sprachliche Entwicklung.

#4093


ElGatoRojo
Zitat von alleswirdbesser:
Ernst gemeinte Frage?

Wie oft "putzt" du dein Bad? Und was verstehst du darunter? Dass man nach jedem Bad die Badewanne sauber macht bedeutet ja nicht "das Bad wird geputzt". Darunter stelle ich mir schon etwas aufwendigeres vor, was man vielleicht jeden Monat mal macht oder alle Vierteljahr.

Vielleicht machen meine Frau und ich ja auch einfach nur einen luschigen Haushalt und bewahren uns insofern vor unfruchtbaren General-Diskussionen.

x 1 #4094


M
@alleswirdbesser
Ich sehe es so, dass ein Mann der single ist und 100% arbeitet, erstens zuhause keine allzugrossen Aufgaben hat und er sich auch eine Reinigungskraft gönnen könnte, die um ein Vielfaches günstiger ist als eine Frau mit Kind zu versorgen. Da reicht es, wenn die Reinigungskraft 2-3 die Woche für rund 2 Stunden. Ich wohne auch allein, betreue unsere Kinder in alternierenden Obhut, schmeisse meinen Haushalt alleine und führe ein Unternehmen. Bekomme aber nichts für die Kinderbetreuung und die Haushaltsleistung.

Hat er hingegen Frau und Kind und kommt für sämtliche Kosten auf, ja dann darf der werte Herr erwarten, dass die Hütte einigermassen ordentlich aussieht (nein man muss mit Kindern nicht vom Boden essen können, ist klar), etwas zu essen in der Nähe ist und er nicht von Arbeit nachhause kommt und gleich mal mit dem Staubsauger durch die Hütte muss. Ich finde das muss und darf man erwarten können.

Ich kenne viele Männer, die sich zuhause engagieren, wenn die Frau arbeiten geht, somit kenne ich dieses Problem eigentlich weniger. Mein Vater ist JG 1960 und seit diesem Jahr pensioniert. Meine Mutter geht noch arbeiten. Ist sie auf Arbeit, kümmert er sich zuhause um seinen Haushalt, obwohl er als Boomer ja eigentlich alte Schule wäre.

x 2 #4095


A


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