Zitat von Mann1989: Darf ich dich fragen, weshalb Du denkst, dass Ich auch nur eine einzige Entscheidung zum gelebten Modell getroffen hätte
Weil das in Ehen üblich ist, dass beide ein Mitspracherecht haben.
Zitat von Mann1989: 1. Nun was wäre, wenn meine Exfrau während der Ehe gar nicht ausserhalb arbeiten wollte?
Das hab ich genau so erlebt. Habe zwei Jahre abgewartet, ob sich noch was tut und während dessen mehrfach das Gespräch (auch per Paartherapie vermittelt) gesucht, ob 0% Beitrag zum Familieneinkommen und 40% Beitrag zur Kindersorge und 20% Beitrag zum Haushalt sein Ernst sind, er sich damit wohl fühlt, mdafür aber erstaunlich viel schlechte Laune hat und ich das etwas wenig finde. Rausschmeissen musste ich ihn. Findet er bis heute blöd und sieht sich als Opfer. Aber die eigenen Grenzen des Zumutbaren muss man schon selbst ziehen.
Dass vorher, als noch nicht klar war, wer zu Hause bleibt, er der Überzeugung war "ja, mit Kind gehört entweder der Haushalt dazu oder ein Teilzeitjob", das aber ganz anders sah, als er selbst zu Hause war, ist eine Lernkurve, die wir gemeinsam gehen mussten.
Zitat von Mann1989: 2. Hätte ich sie zwingen sollen einer Arbeit nachzugehen?
Du kannst niemanden zu irgendwas zwingen.
Aber Du kannst Dir natürlich eine Frau suchen und heiraten, die Dir finanziell deutlich unterlegen ist und daher sehr vermutlich zu Hause bleiben und nie wieder arbeiten wird. Warum war Deine Ex nicht auch Unternehmerin?
Zitat von Mann1989: 3. Was wenn ihre Ausbildung gar nicht gereicht hätte um genügend Geld zu verdienen, damit wir uns unser Leben hätten leisten können?
Dann kann man entweder den Lebensstandard auf die Möglichkeiten der Partnerin runterschrauben. Vor allem, wenn die Familie vor allem auf Liebe beruht und von Liebe alles getragen wird.
Oder Du musst Dir eine Partnerin suchen, die Dir nicht nur emotional, optisch und intellektuell ebenbürtignist, sondern auch finanziell.
Zitat von Mann1989: 4. Was wenn ich dir sage, dass ich irgendwann auf Eigenregie mein Pensum reduziert habe auf 80% damit ich einen Tag die Woche mit unseren Kindern habe?
Dann hast Du zu Gunsten Deines Kindes auf Einkommen verzichtet.
Aber Du hast eben nicht jemand anderen gebeten, zu Deinen Gunsten auf deren Einkommen zu verzichten.
Siehst Du den Unterschied?
Zitat von Mann1989: 5. Was wäre wenn, meine Exfrau erst sagte, sie wolle nach dem Baby Hausfrau und Mutter sein, nach 3 Monaten aber einen Tag in der Woche zur Arbeit wollte, weil ihr die Decke auf den Schädel fiel, um dann nach 2 Arbeitswochen den Job wieder hinzuschmeissen?
Dann ist es an der Zeit, sich mit ihr hinzusetzen, um zu fragen, was denn jetzt, nach diesen Erfahrungen, der Plan und die Pruoritäten sind. Und wenn das nicht zu Deinen passt, dann musst Du Dich scheiden lassen. Denn mit jemandem, der nicht für die Gemeinschaft mitdenkt und mitarbeitet, sollte man keine Wirtschaftsgemeinschaft (als Ehe) bilden.
Aber zu dem Zeitpunkt wart ihr ja schon längst im Stellungskrieg. Da hast Du ihr ja schon gemeldet, dass ihre Oma ihr beim Putzen hilft und sie an Weihnachten schon mit den Gästen am Tisch sitzt, während Du noch in der Küche stehst, obwohl Du es viel lieber gesehen hättest, wenn sie für den Luxus, in Deinem Haus leben zu dürfen, ohne zu arbeiten, selbst geputzt und länger als alle anderen in der Küche gestanden hätte. Sie sollte sich mit Hausarbeit verdienen, dass sie an Deinem Einkommen partizipiert. Das nenne ich viel eher "Aufrechnen" als mal einen Zettel zu machen, um zu schauen, wer von beiden eigentlich mehr Freizeit hat.