Zitat von Zylinderella:Ich sehe das nicht nur organisch. Auch mental zu betrachten. Ein Zellhaufen? Manche Frauen weinen und trauern, wenn sie einen Abgang haben, eine frühe Fehlgeburt. Oder lassen sich die Daten ihrer ungeborenen aber auch geboren-verlorenen Sternenkinder sogar tätowieren. Auch die früh verlorenen. Ich denke, das ist ...
Och Himmel, diese Diskussion eskaliert gerade völlig. Zur Klarstellung: Ich spreche nicht von Sternenkindern. Dafür habe ich großen Respekt und tiefes Mitgefühl für alle Menschen, die dieses Trauma erleben. Ebenso wenig geht es mir um Frauen, die eine Fehlgeburt oder einen medizinisch notwendigen Abbruch hatten. Bitte vermischt das Selbstbestimmungsrecht jeder Frau nicht mit diesen völlig anderen Situationen.
Es geht mir um das Recht, über meinen eigenen Körper zu bestimmen, ohne dass irgendwelche alten weißen (Boomer-)Männer Gesetze erlassen, die Abtreibung verbieten. Ich möchte keine Moralkeule ins Gesicht bekommen, wenn ich mich entscheide, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. Ja, das ist meine Meinung: Eine Abtreibung ist kein Sport, kein Spaß.
Als ich damals selbst eine Abtreibung hatte, wurde ich fast schon gezwungen, ein Kind zur Welt zu bringen, für das ich nicht hätte sorgen können. Ich wäre keine gute Mutter für dieses Kind gewesen. Mir wurden so viele Steine in den Weg gelegt, das war ein Kampf, kein leichtfertiger Entschluss. Für mich war es die absolut richtige Entscheidung, aber diesen Weg wollte ich nie wieder gehen.
Mein Mitgefühl gilt allen Frauen, die keine Kinder bekommen können, die eine Fehlgeburt oder eine Totgeburt erleben mussten. Mein Respekt geht ebenso an Frauen raus, die vor solch einer schweren Entscheidung stehen.
Selbstbestimmung und Feminismus sind wichtige Punkte unserer Gesellschaft. Das sollte, auch wenns triggert, ab und an sachlich betrachtet werden und nicht immer mit Themen wie Rassismus vermischt werden.