Mal abgesehen davon das ich dieses Modell was ja angeblich überall noch so gelebt wird bei mir im Umfeld kaum erkenne.
Zitat von nalea: Es geht darum, die tatsächlichen Ausgaben aufzustellen und dann die Summe festzustellen, mit dem der/ die CareworkerIn die Familie entlastet.
Und zur Care-Arbeit gehört natürlich nur der Haushalt und Kinder nicht war. Die "Männeraufgaben" werden ja immer und immer und immer wieder ausgeklammert. Geht die Rechnung sonst nicht auf?
Zitat von nalea: Er verdient mehr, sie bleibt Zuhause, weil sie weniger verdient und macht unentgeldlich, was entweder beide übernehmen würden wäre sie ebenfalls vollzeitig tätig oder sie macht unentgeldlich, was sie sonst als Hilfe einkaufen müssten.
Warum verdient sie weniger? Weil sich die Verkäuferin bei Kik mit mäßigem Realschulabschluss in jemanden verknallt hat der in einer Branche arbeitet wo besser gezahlt wird und ihm es egal war welchen "Status" sie hat?
Zitat von nalea: Es geht darum, dass viele Männer den Wert der Carearbeit weder kennen noch anerkennen
Das halte ich für eine Behauptung die keine Allgemeingültigkeit hat.
Zitat von nalea: Das gilt nicht für alle Männer, denn so wie ich dich einschätze hast du deiner Frau nie gesagt:" Ich füttere dich durch"
Ah...zum Glück, gilt nicht für alle Männer. Klingt ja oftmals so.
Zitat von nalea: Frauen verdienen vor der Familienzeit meist gut und haben Aufstiegschancen.
hm....hier auch wieder. Alles wieder Akademiker oder verkannte Talente?
Zitat von cline: Mir erschließt sich der Begriff Care-Arbeit nicht so wirklich. Für mein Empfinden ist das Arbeit die entrichtet wird, egal ob man nun allein oder in einer Partnerschaft ist.
Ja, sehe ich auch so. Aber natürlich wird es "mehr" wenn mehrere Personen im Haushalt leben.
Zitat von nalea: Vielleicht wart ihr selbst einmal in der Position oder kennt besonders junge Frauen, die plötzlich mit dem Baby und Kindern Zuhause das Gefühl haben, den Anschluss zu verlieren und immer weiter abhängig zu werden.?
Ja und das ist gerade wenn vor der Geburt schon ein Arbeitsverbot ausgesprochen wurde und dann noch Elternzeit natürlich nachvollziehbar. Aber nicht jedes Gefühl entspricht auch der Realität.
Wie viele User und Userinnen hatten hier das Gefühl in einer eigentlich glücklichen und stabilen Beziehung zu sein...um dann derbe auf die Nase zu fallen.
Zitat von nalea: Die Frau bleibt ja meist Zuhause, weil sie weniger verdient und eine Nanny,täglicher Putzservice, etc zu teuer sind.
Aber ich denke alle haben riesige Aufstiegschancen...da müsste es doch möglich sein so viel Geld zu verdienen um sich das leisten zu können.
Außer natürlich für diejenigen die als Nanny, Reinigungskraft, Koch usw arbeiten. Die können sich das dann nicht leisten und müssen für sich zuhause die Care-Arbeit selbst machen.
Nur mal als Gedanke....meine Exfrau sucht jetzt mit Next auch eine Immobilie. Bekommt aber kein Kredit von der Bank. Warum? Weil sie mit ihren Qualifikationen halt keinen Job findet wo man mit 20,25,30 oder mehr Brutto die Stunde entlohnt wird. Den Wunsch nach dem Klassiker Haus, Familie hatte sie aber immer. Was denkst du warum wir uns das damals leisten konnten? An ihrer 35h Woche lag es nicht.
Aber es wurde ja schon gerade von den Vertreterinnen die immer wieder auf die Ungerechtigkeit aufmerksam machen wollen (welche es mit Sicherheit auch noch gibt, aber eben nicht in dem Ausmaß wie immer wieder dargestellt), das die Männer doch selber schuld sind. Sollen sie sich doch ein Partnerin suchen mit gleicher Qualifikationen und Berufschancen.
Dating mit Lohnschein oder so.