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Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

S
@Balu85
Zitat von Balu85:
Das würde in Konsequenz bedeuten das, sobald bei einem Paar es einen nennenswerten Einkommensunterschied gibt der nicht auf den Umfang der Arbeit (TZ/VZ) sondern rein auf die branchenbedingten Löhne oder unterschiedliche Qualifikation zurückzuführen ist sollte die Ehe garnicht erst geschlossen werden. Weil sich dann immer der mit weniger Einkommen in Abhängigkeit begibt. Zumindest kann er/sie dann nicht den "Lebensstandard" allein nicht realisieren.


Wäre jetzt eine, aber mMn nicht die alleinige Konsequenz.
Es wäre halt zu klären, welchen Lebensstandard kann und will man sich gemeinsam leisten.
Wer kann welchen Beitrag dazu leisten und wie geht man mit all dem im Fall einer Trennung um.

Das kann natürlich so ernüchternd sein, dass es dann nicht mehr zu einer Beziehung reicht zwinkern aber das meinte ich ja mit

Zitat von SchlittenEngel:

Das ist aber für den anderen ja dann auch ein Vorteil, weil er/ sie rechtzeitig vorab weiß,
woran er/ sie ist.


Weil, wenn das alles auch verbindlich geregelt ist, dann kann so etwas
Zitat von Balu85:
Achso.....naja...das wird aber nicht kommuniziert. Sondern wie ich schon sagte dem "großen Ganzen untergeordnet". Hochzeit, Familie, Haus wollen halt noch immer viele. Meine Ex hatte als Ziel das mit 30 erreicht zu haben.
Da wird sich erst einmal "untergeordnet"....weil allein ist es ja noch aussichtsloser.


dass sich jemand einfach erst mal verstellt, jetzt ganz fies unterstellt, weil so bewusst wird das wahrscheinlich in den eher seltenen Fällen ablaufen, nicht mehr so einfach passieren. Und wenn doch, ist ja alles geregelt.

x 2 #4756


B
Zitat von SchlittenEngel:
Gilt denn diese Abwertung auch den Männern gegenüber, deren zart duftende Zukunftsträume auf ebendiesem Abhängigkeitsverhältnis beruhen?

Was du Abwertung nennst, ist für mich Benennung der Fakten. Auf deine Frage, ja, absolut. Das habe ich ich in meinem Post auch benannt.
Zitat von Brightness2:
Und die zukünftigen Ex-Ehemänner werden in ihren Männerzirkeln über die finanzielle Bevorteilung der Frau und entzogene Kinder klagen.

Um es noch klarer zu sagen, auch Männer sollten sich ihrer Eigenverantwortung bewusst sein, bevor sie sich in solche Konstrukte hineinbegeben. Sind sie häufig genauso wenig wie Frauen.
Zitat von SchlittenEngel:
Aber es ist schon recht spannend, v.a. hier in diesem Thread, zu sehen, wieviel Abneigung gegen andere Frauen einige Frauen in sich tragen.

Ist es für dich Abneigung, wenn ich die Damen aus @nalea s Erzählungen nicht sehr schlau und vorausschauend finde? Disclaimer: Nein, die dazugehörenden männlichen Parts halte ich auch nicht für schlau und vorausschauend. Abneigung -gern auch als internalisierte Misogynie plakatiert- zu unterstellen aber inhaltlich dann doch zuzustimmen ist auch ein wenig spannend.
Zitat von SchlittenEngel:
Ich sag ja nicht, dass Du in der Sache in allen Fällen unrecht hast, auch wenn ich pers. nicht wüsste, ob es aktuell "viele" oder "manche" oder "einige" sind und ob die alle das auch so 100% aus Überzeugung tun.

Was macht für dich den Unterschied, was würde es ändern, wenn die Überzeugung eine andere wäre?

#4757


A


Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt

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S
@Brightness2

Die Abwertung liegt, in meinen Augen zumindest, im Wording und nicht in einer Nicht Benennung.

Bei den Frauen lese ich von " rosa-roten Einhornzuckerträume" und "zart duftenden Zukunftsträumen" in denen die "Damen" sich "sonnen" , weil sie halt "nicht hinschauen wollen".

Die Männer sind dagegen schlicht "Ex-Ehemänner" , die , ok , halt "klagen" werden.

Dass das hier ein Fakt ist, der für beide gilt, -keine Frage.
Zitat von Brightness2:
Um es noch klarer zu sagen, auch Männer sollten sich ihrer Eigenverantwortung bewusst sein, bevor sie sich in solche Konstrukte hineinbegeben. Sind sie häufig genauso wenig wie Frauen.


Noch schöner wäre es, wenn sie alle Partner, weil wir hier immer nur von Mann/ Frau Beziehungen sprechen, auch bewusst wären, dass sie mit Familiengründung auch Verantwortung für mindestens einen weiteren Menschen haben.

x 5 #4758


Balu85
Zitat von SchlittenEngel:
Es wäre halt zu klären, welchen Lebensstandard kann und will man sich gemeinsam leisten.
Wer kann welchen Beitrag dazu leisten und wie geht man mit all dem im Fall einer Trennung um.

Was man gemeinsam möchte ist doch in aller Regel recht klar. Entscheidend ist doch was ist jeder bereit dafür zu akzeptieren.
Wenn ein Part mit deutlich weniger Einkommen (ist ja auch egal ob M oder F)...dann sagt "naja...in XY-Branche verdiene ich bei Müller das gleiche wie beim Meier. Müller würde mir zwar besser gefallen aber die Zeiten sind doof mit Kind....da gehe ich zu Meier". Dafür der/die andere mehr zum Familieneinkommen beiträgt ist das für manche ja schon Unterdrückung.
Den Trennungsfall hatten meine Ex und ich bei ein paar Punkten durchaus besprochen. Aber da uns wirtschaftlich das Wasser Oberkante Unterlippe stand nicht vertraglich geregelt. So einiges was da "klar machen wir das so" war dann entweder nicht mehr war oder "das ist was anderes". Sicher ein Vertrag wäre wasserdicht gewesen, aber auch dieser wäre ja anfechtbar. Da braucht man nur sagen das man ja dazu genötigt wurde zu unterzeichnen, sonst hätte er/sie das ja nie getan weil es ja zu sein/ihrem Nachteil wäre usw.
Zitat von SchlittenEngel:
dass sich jemand einfach erst mal verstellt, jetzt ganz fies unterstellt, weil so bewusst wird das wahrscheinlich in den eher seltenen Fällen ablaufen, nicht mehr so einfach passieren. Und wenn doch, ist ja alles geregelt.

ich möchte auch den aller aller wenigsten so viel Kalkül unterstellen. Aber ich denke das bei sehr vielen der Partner eben auch anhand der Ziele im Leben ausgewählt wird weil einen das ja glücklich macht. Und gerade um das ein oder andere zu erreichen was man allein halt nicht schaffen würde.
Meine Ex sucht jetzt mit Next eine Immobilie....fertig können sie sich nicht leisten....also wieder etwas mit viel Eigenleistung.
Ich weiß nicht ob sie denkt das er im Gegensatz zu mir gleichzeitig bauen und ihr die "Care-Arbeit" abnehmen kann. Wobei die Maus ja zumindest zu 50% bei mir ist.
Zitat von Brightness2:
Um es noch klarer zu sagen, auch Männer sollten sich ihrer Eigenverantwortung bewusst sein, bevor sie sich in solche Konstrukte hineinbegeben

Ja.....und diejenigen die diese Konstrukte kritisieren sind ja auch diejenigen die hier angegangen werden.
Hinterher ist man immer schlauer. Ich denke die meisten, nicht alle, werden den Grund warum sie hier sind nicht noch einmal wiederholen. Also lernt man.
Entweder keine Ehe mehr oder Ehevertrag (aber auch da kann Trennungsunterhalt nicht ausgeschlossen werden, Vorsorgeausgleich aber).

#4759


S
Zitat von Balu85:
Erschwerend kommt doch gerade auf der Beziehungseben hinzu und das sieht man ja hier im Forum auch recht häufig, das viele mit sich selbst nicht zufrieden sind oder andere "Defizite" haben und der Partner das ausgleichen soll/muss. Kann er/sie das nicht mehr wird es schwer.

Ist das nicht der Normalfall bei Beziehungen? Ich sehe selten das Gegenteil, zumindest bei einem von beiden Partnern trifft das fast immer zu, manchmal betrifft es auch beide. Dass es keinen von beiden betrifft und beide mit sich selbst absolut zufrieden und im Reinen sind, kommt gefühlt absolut selten vor.

Zitat von Brightness2:
Das bedeutet für viele, dass ihre rosa-roten Einhornzuckerträume einem reality check unterworfen werden, der möglicherweise das Kartenhaus zum Einstu...

Diesem Forum ist die Zukunft somit definitiv gesichert, ihm wird niemals die Zielgruppe ausgehen.

#4760


S
@Brightness2

Sehe gerade, du hast "Nachgelegt" zwinkern
Zitat von Brightness2:
Was macht für dich den Unterschied, was würde es ändern, wenn die Überzeugung eine andere wäre?


Ich versuche es mal anders.

Ich bin in der glücklichen Lage, mich um meine Altersabsicherung nicht sorgen zu müssen, mit oder ohne Mann und auch nicht dank ihm. Dafür bin ich sehr sehr dankbar, - auch wenn ich dafür viel selbst getan habe- weil ich weiß, dass dazu immer das Quentchen Glück/ Möglichkeit gehört.
Ich denke aber absolut nicht, dass mir das das Recht gibt, alle, denen es anders geht, deswegen für selbst schuld, doof oder nicht mutig genug, oder was sonst hier so zu lesen ist, zu halten.

Ebenso bin ich heute mit 50+, was Beziehungen, Finanzen, rechtliche Folgen usw usf, weitaus "schlauer" oder lebenserfahrener als mein 20+ Ich es war. Das liegt auch einfach in der Natur der Dinge, dass ohne entsprechende Erfahrung oder zumindest vermitteltes Wissen vieles nicht vorstellbar ist oder weniger bedrohlich wirkt. Und daher denke ich auch nicht, dass es generell gerechtfertigt ist, sich über Menschen, die noch jung und vielleicht auch einfach idealistisch und sicher auch tlw. naiv sind, zu erheben.

Vielleicht ist es ihre Überzeugung, und vielleicht klappt es ja. Vielleicht haben sie im Nachhinein falsche Entscheidungen getroffen oder auf die falsche Person vertraut oder wussten es nicht besser, auch davor ist man nicht immer gefeit.

x 3 #4761


Balu85
Zitat von Sternenguckerin:
Ist das nicht der Normalfall bei Beziehungen? Ich sehe selten das Gegenteil, zumindest bei einem von beiden Partnern trifft das fast immer zu, manchmal betrifft es auch beide.

hm....ob es der Normalfall ist, keine Ahnung. Aber ich habe zumindest den Eindruck das "das persönliche Glück" recht häufig an die Erwartungen und Erfüllung geknüpft ist welche man vom Leben hat. So halt Haus,Kind,Ehe,Karriere entweder alles oder Teile davon. Und natürlich ohne große Anstrengung oder Verzicht. Aber es macht eben nicht alles glücklich.
Es kommt ja auch auf das Ausmaß an. Man kann ein bisschen Bluna sein...aber eben auch ganz dolle 😜

#4762


N
Aktuell wird über Finanzbildung an Schulen nachgedacht. Das finde ich wichtig. Bereits in der Schule vermittelt zu bekommen welche Versicherungen es gibt, welche Anteile man selbst oder andere bezahlt. Welche Kontentypen es gibt. Welche Zinstypen es gibt. Welche Spar- und Investitionstypen. Was es bedeutet Schulden zu machen. - Das alles wohlgemerkt nicht vermittelt von Anbietern von Finanz- und Versicherungsprodukten.

Bei uns sind die im Nachteil, deren Eltern und Umfeld es als nicht so notwendig erachtet haben, mit Kindern +über diese Dinge zu sprechen.

x 2 #4763


Balu85
Zitat von nalea:
Das alles wohlgemerkt nicht vermittelt von Anbietern von Finanz- und Versicherungsprodukten.

Weil die Anbieter ja kein Interesse daran haben, wie beim OD...da wäre es wirtschaftlich auch Unfug wenn dort zumindest jeder 2 findet was er/sie sucht. Was immer das auch sein mag.

Zitat von nalea:
Was es bedeutet Schulden zu machen.

Finde ich besonders wichtig. Ich denke es ist teilweise viel zu leicht alles mögliche auf Pump zu finanzieren, auch wenn es keinen Gegenwert gibt (Urlaub z.B.).

x 2 #4764


F
Zitat von nalea:
Aktuell wird über Finanzbildung an Schulen nachgedacht

Also bei uns gibt es bereits seit über 10 Jahren das Fach "Wirtschaft", in welchem man u.a. eben diese Dinge lernt.

x 1 #4765


E-Claire
Zitat von Balu85:
Und wenn du zum Lachen in den Keller gehst kann ich ja auch nichts für.

Ad hominem in coming,
Sigh.

Ach dass ist nicht die Art von Spaß, die du gemeint hast?

Komisch.

Also für manche. 😉

x 4 #4766


E-Claire
Zitat von Balu85:
Versicherungen, alles organisatorische hat sie doch gar nicht interessiert "da hab ich keine Ahnung von" wurde gesagt.

Wenn ich das über einen Arbeitgeber sage, wird mir Original gesagt, such dir nen anderen Job.

Was also ist jetzt anders, wenn ich sagen würde, warum genau, war diese Einstellung bei einer Frau ok für dich?

x 2 #4767


Balu85
Schön wenn man sich über fremdsprachen profilieren kann oder?

#4768


E-Claire
Zitat von nalea:
Aktuell wird über Finanzbildung an Schulen nachgedacht


Ländersache, daher in dem Bundesland, von dem du sprichst.

nachgedacht? I cannot. Aber mal ehrlich gefragt, dass ist doch kein gender Ding. Ansonsten verpflichte ich Männer zum Stricken.
Das mag eine Aussage zum allgemeinem Zustand von praktischer Relevanz von Unterrichtsinhalten sein, aber was hat das mit Gender zu tun?

x 1 #4769


NurBen
Zitat von H-Moll:
Es sind 1,5 Std pro Tag lt. Statistischem Bundesamt.

Falsch.
Frauen arbeiten pro Woche insgesamt knapp 1,5 Stunden (alt: rund 1,5 Stunden) mehr als Männer

"Wenn bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammen betrachtet werden, arbeiteten Frauen im Jahr 2022 mit durchschnittlich fast 46 Stunden (alt: 45,5 Stunden) pro Woche mehr als Männer, die im Schnitt 44,5 Stunden (alt: im Schnitt knapp 44 Stunden) arbeiteten. Auch zehn Jahre zuvor haben Frauen mehr gearbeitet als Männer. Allerdings vergrößerte sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Im Jahr 2022 arbeiteten Frauen knapp 1,5 Stunden (alt: rund 1,5 Stunden) mehr als Männer, 2012/2013 hatte der Unterschied nur etwa 1 Stunde betragen."
Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Press...63991.html

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