nalea
Gast
Zitat von Wurstmopped:Sehe ich nicht, die Pandemie ist Geschichte, der Pflegenotstand bleibt, verschärft sich. Das liegt natürlich auch daran, dass der Kostendruck in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen enorm ist, dieser Druck vom Pflegepersonal abgefangen wird, durch erhöhten Arbeitsaufwand und mehr Stress. Was wiederum dazu ...
Das liegt vor allem daran, dass es demografisch immer mehr ältere Menschen gibt.
Und dass Pflegeheime profitorientierte Firmen sind. Heute liegt der monatliche Eigenanteil in einem Pflegeheim zwischen 2.600 und 3.400 Euro für Unterkunft, Verpflegung, Pflegekosten, Ausbildungskosten der Pfleger und die Investitionskosten des Heims. Die Pflegekasse übernimmt bei vollstationärer Pflege einen sehr kleinen Anteil der letzten beiden Posten. Guckst du dir die meisten Pflegeheime an, dann siehst du wo der Profit gemacht wird.
Dazu bezahlt die Pflegeversicherung dann je nach Pflegegrad ein Betrag von 805 Euro (PG 2) bis zu 2.096 Euro (PG5).
Die Durchschnittsrente liegt bei 1.620–1.640 Euro brutto pro Monat und da lässt sich sehr leicht ausrechnen, dass der Eigenanteil nur gestemmt werden kann, wenn der Senior seine Sparguthaben auflöst und seine Immobilie verkauft (das muss er auch bevor das Sozialamt einspringt). Kinder bezahlen erst ab 100.000 Euro Bruttolohn im Jahr Unterhalt für die Eltern. Der Ehepartner ist sofort unterhaltspflichtig.
Der finanzielle Aspekt ist der Hauptgrund, warum die Mehrheit der pflegebedürftigen Senioren Zuhause und von Angehörigen gepflegt werden.