Zitat von Fenjal: ich hatte mir eine 6 monatige Auszeit genommen, auch weil ich das Team nicht mit ständig zu befürchtenden Ausfällen belasten wollte.
Nur, es ging bei Oma relativ schnell
Das ist gut, aber auch großes Glück. Grätscht Demenz dazwischen oder andere Erkrankungen, die mehr "Aufsicht" notwendig machen und oft lange/jahrelang andauern, sieht das anders aus.
Da muss man dann auch "jonglieren" oder auf externe Hilfe zurückgreifen. Die externe Hilfe entfällt/erkrankt (was auch immer): Zack, hat man ein großes Problem.
Bei mir bei der Arbeit fallen "Nicht-Eltern" locker genau so oft aus.
Grade eine Kollegin, kinderlos, fast ein Jahr lang dauert"krank" - kommt zurück und motzt erstmal über ihre Stundeneinteilung.
Mehrere mit pflegebedürftigen Eltern, nicht wenige mit Haustieren (zuletzt ein Kollege dessen Hund eine Not-OP hatte und er blieb drei Tage Zuhause).
Bei den Eltern erlebe ich mehrheitlich bei der Arbeit gleiche Ausfälle bei den Vätern wie bei den Müttern, z.B. wenn die Kinder erkrankt sind und Zuhause betreut werden müssen.
Mein zweiter Chef musste zuletzt selber die Arbeit verlassen: Kind verletzt in der Schule, musste ins Krankenhaus. Mutter des Kindes auf Dienstreise.
Keiner motzt hier. Das wird vertreten und gut.
Ich reiße mich z.B. auch nicht um die einwöchigen Exkursionen, weil es ein sehr hoher Organisationsaufwand für mich ist mit Kindern und Haustieren.
Bin aber jetzt trotzdem gefahren, trotz gebrochenen Fußes und Gehschuh, weil ich meinen Kollegen nicht hängen lassen wollte.
Ich glaube nicht, dass es eine Frage von Kinderhaben oder Kinderlosigkeit ist, sondern davon, welche Maßstäbe, Motivationen und Charaktereigenschaften Personen an den Tag legen.