nalea
Gast
Ich gebe allerdings eine Sache zu bedenken. Was passiert, wenn dem Vollzeitverdienden etwas passiert? - Diese Situation will man meistens ausklammern. Sie ist aber eine reale Bedrohung in der traditionellen Rollenverteilung. Falls der Hauptverdiener durch Krankheit oder Unfall längere Zeit oder dauerhaft am Arbeitsplatz ausfällt, steht, nachdem das Krankengeld zu Ende gegangen ist, oft nur noch ein Gespräch mit dem AG an. In diesem Gespräch wird das Ausscheiden aus der Firma geklärt.
Gerade in deinem Bereich kommt zunehmend KI zum Einsatz und viele Jobprofile wie wir sie heute kennen, werden sich schneller verändern, als wir es heute wahrhaben wollen. Dann wird es um Veränderungen der Aufgaben und des Gehalts gehen. Wie werden also diese Ausfälle, die ja meisten unverhofft kommen, finanziell aufgefangen? Insbesonders wenn die TZ arbeitende Frau weniger verdient und in ihrer Firma dadurch nicht immer an wichtigen Projekten oder in neuen Prozessen eingesetzt war? Deshalb dann nicht umgehend in VZ wechseln kann - oder wenn der AG keine VZ anbieten kann? Was, wenn sie gar nicht gearbeitet hat und alle ursprünglichen Zertifikate oder Qualifikationen keinen Wert bei der Arbeitsvermittlung mehr haben?
Was macht die Familie dann? Verkauft sie das Haus, die Autos den Gasgrill? Es gibt keine Garantie, dass der Hauptverdiener solange fit bleibt wie er das möchte.