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Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt
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Ema Mitglied
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Zitat von NurBen:
Und ich gebe mir so viel Mühe Leute nicht vor dem Kopf zu stoßen.
Vor den Kopf, Ben. Den Kopf! Wenn du sie vor dem Kopf stößt, dann triffst du sie logischerweise nicht. Kann in einer Kneipenschlägerei fatal werden.
Du siehst, sich mal mit ein paar Grundzügen der Grammatik zu beschäftigen, kann durchaus handfeste und messbare Auswirkungen im echten Leben haben.
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D
Debby Mitglied
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Am Anfang war die Gleichheit von Mann und Frau
Viel wurde bereits geforscht und gesagt zur sozialen Ungleichheit der Geschlechter. Eine bemerkenswerte Perspektive nehmen nun der Evolutionsbiologe Carel van Schaik und der Historiker Kai Michel ein in ihrem neuen Buch «Die Wahrheit über Eva».
Die beiden Erfolgsautoren Carel van Schaik und Kai Michel durchforsten zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte, um herauszufinden, wann und wie die Ungleichheit von Männern und Frauen erfunden wurde. Einen besonderen Blick werfen sie dabei in die Bibel. Wie schon in ihrem letzten Buch «Tagebuch der Menschheit» sind Kai Michel und Carel van Schaik überzeugt, dass die biblischen Geschichten auch Auskunft geben über die kulturelle Evolution.
Punkto Gleichberechtigung finden sie insbesondere die Paradiesgeschichte aufschlussreich. Die biblische Eva «Wenn ich als Affenforscher und Evolutionsbiologe die Genesis lese», sagt der Niederländer van Schaik, «bin ich erstaunt, dass Adam und Eva ausgerechnet mit der Landwirtschaft, mit dem Bauersein bestraft werden.» Die Bibel stellt damit genau jenen Moment an ihren Anfang, als die Jäger und Sammlerinnen vor 12'000 Jahren sesshaft wurden. Anders gesagt: Die Jägerinnen und Sammler hatten offenbar ein paradiesisches Leben, bevor sie Ackerbau betrieben und Bäuerinnen wurden.
Tatsächlich lebten die Frauen der Jäger und Sammler-Gemeinschaften gleichberechtigt mit den Männern: «Das waren starke und selbstbewusste Frauen», sagt Carel van Schaik. Sie pflegten Netzwerke mit anderen Frauen oder verschleierten Vaterschaften aufgrund ihres polyandrischen Sexuallebens.
So zeigten sich die Männer kooperativ und pflegten ihrerseits Freundschaften mit anderen Männern. Etwa wurde die Jagdbeute grosszügig geteilt. Füreinander sorgen und miteinander teilen war angesagt – und das über Jahrtausende hinweg. Mit der Sesshaftigkeit kommen neue Probleme Mit der Sesshaftigkeit und Landwirtschaft habe sich dieses friedliche und egalitäre Verhältnis geändert: «Denken Sie an produktives Land, an Vorräte und Häuser – da entstehen plötzlich Begehrlichkeiten», sagt Carel van Schaik. Statt Teilen ist jetzt Verteidigung angesagt und «bis auf wenige Ausnahmen war Verteidigung immer schon Männersache.» Es kommt zu Gewalt und es entsteht soziale Ungleichheit: Einige Männer besitzen viel und führen, andere haben nichts. Für die Frauen bringt die Sesshaftigkeit eine neue Arbeitsbelastung und gesundheitliche Probleme mit sich. Etwa weil die Geburtenrate zunimmt, wie man das auch heute bei Jägerinnen und Sammlern beobachten könne, die sesshaft werden, ergänzt Carel van Schaik. Männer setzten sich durch Die männerdominierte Gesellschaftsordnung zeige sich auch bei den religiösen Vorstellungen. Carel van Schaik: «Wir sprechen hier vom Widerspiegelungsprinzip, wenn etwa die Ahnen und insbesondere die Ahnen der Könige, zu Göttern werden». Sie sollten die weltliche Herrschaft legitimieren.
Diese männerdominierte Auffassung von Religion spitzt sich zu, als aus vielen Göttinnen und Göttern ein einziger Gott wird. Im Polytheismus haben Frauen noch religiöse Macht, insbesondere bei Ritualen zu Hause und in der Familie. Die beiden Autoren sprechen von der Alltagsreligion im Unterschied zur Herrschaftsreligion. Im alten Israel will man nur noch einen einzigen Gott und seine Gesetze durchsetzen. Darum wird die «Alltagsreligion verteufelt und zum Aberglauben erklärt» fasst Kai Michel die Entwicklung zusammen. Als das Christentum im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion wird, wird die Frau «von Natur aus» schlecht. Kai Michel: «Da verbindet sich die christliche Lehre mit der griechischen, eindeutig misogynen Philosophie». Augustinus etwa einer der wichtigen Kirchenväter, entwickelt in dieser Zeit die Erbsündenlehre mit Eva als Schuldige für alles Übel. Geschlechtergerechtigkeit liegt in unserer Hand Es ist eine Fülle an Themen und Thesen, die im Buch «Die Wahrheit über Eva» vorkommen. Manches davon ist bereits bekannt, anderes ist neu. Bemerkenswert ist die interdisziplinäre Herangehensweise an das Thema Geschlechtergerechtigkeit: Selten liest man dazu etwas aus der Perspektive von Evolutionsbiologie und Kulturwissenschaft zusammen. Das ist erhellend. Buchhinweis Carel van Schaik und Kai Michel: «Die Wahrheit über Eva. Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern». Rowohlt, 2020. Eines wird bei der gut verständlichen Lektüre auf jeden Fall klar: Die soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ist weder biologisch noch mit der Natur zu erklären, geschweige denn von Gott gewollt. Vielmehr ist sie Produkt der kulturellen Evolution und damit veränderbar.
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A
Geschlechterdebatten ohne Schlagabtausch Inhalte statt
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Balu85 Mitglied
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Zitat von Zylinderella:
Aber ich liebäugele stark mit dem neuen Nimbus 2000, der soll jetzt eine Pürierfunktion UND ein neues Saug--Pust-Laubgebläse haben.
jetzt musste ich erst google nutzen....vielleicht als 2. Gerät, den alten nimmste zum fliegen und den 2000er zum saugen. Oder so....das kam jetzt bestimmt wieder komisch rüber. Sollte mich jetzt vielleicht selbst anzeigen. Oh man....wollte heute noch mit einem Kollegen in eine Bar. Jetzt hab ich hier gelernt was man(n) alles nicht darf.
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#5883
S
SchlittenEngel Gast
@NurBen
Zitat von NurBen:
Nein Klaus-Dieter, es liegt nicht daran, dass du als Hausmeister mit 1.60m, halbglatze und 110kg nicht bei den Frauen ankommt.
Es ging, glaube ich, mehr darum, wie ernst und wertschätzend man generell behandelt wird. Es gibt nämlich noch andere Themen als nur, wie oft und wie schnell man jemand vom anderen Geschlecht abschleppen kann....
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x 1#5884
NurBen Mitglied
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Zitat von H-Moll:
Ich habe den Verdacht, die sitzen nägelkauend mit ihrer chipstüte auf ihrem fetten Bauch im Keller vor ihrem Screen. Auf einem Gamer Chair vielleicht. Und verfassen Posts.
Hey, ich habe eine Woche Urlaub und ich muss nichts tun. Das ist meine persönliche Me-Time und auf die lasse ich nichts kommen. Wir Feministinnen nennen das "Selfcare" und die genieße ich. Schließlich muss ich Montag wieder Tupperware loswerden.
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x 1#5885
D
Deejay Gast
Zitat von Nalf:
die dünnste Frau
Übrigens ebenfalls ein Instrument, die Frau zu unterdrücken. Ihr wird hemmungsloses Schlemmen verboten, ihr wird langsam aber sicher die Lust am Essensgenuß genommen, weil sehr viele Männer (die ihrer selbst nicht sicher sind) Angst vor Frauen haben, die richtig hemmungslos genießen können am Tisch.
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x 2#5886
Z
Zylinderella Gast
Zitat von Balu85:
Jetzt hab ich hier gelernt was man(n) alles nicht darf.
Oh Gott, ging es um Catcalling? Ich hab den Strang noch nicht durch. Schönes Empörungsthema. Mir wär lieber, die beschäftigten sich mal mit Wirtschaftspolitik
Ach, war mir kurz entfallen. Hups, wie komm ich denn da drauf. Können sie ja nicht. Liegt vermutlich außerhalb des Kompetenzbereichs. Aber solange noch Konfetti da ist. Und es alle gut finden. Hauen wirs halt raus. Heißa! Ach neee. Hossa! Hossa!
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#5887
S
SchlittenEngel Gast
Zitat von NurBen:
Wie ich schonmal öfters erwähnt habe, spielt es für das Opfer von Gewalt keine Rolle welches Geschlecht der Täter hatte.Oder ist Mord weniger schlimm, wenn ein Mann von einem Mann getötet wird.
Nein. Jeder Mord ist schlimm. Jeder unnötige, verfrühte Tod ist schlimm, insb. wenn ihm auch noch Gewalt durch einen anderen voranging.
Hat aber nur nichts damit zu tun und ändert nichts daran, dass es darum ging, dass für Frauen weitaus größere Gefahr von Männern ausgeht, als andersrum.
Nochmal, dass sich Männer - auch noch- gegenseitig umbringen, dafür können die Frauen nichts.
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x 4#5888
NurBen Mitglied
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Zitat von Ema:
Du siehst, sich mal mit ein paar Grundzügen der Grammatik zu beschäftigen, kann durchaus handfeste und messbare Auswirkungen im echten Leben haben.
Ich sags dir, du glaubst gar nicht wie nervig das bei der Arbeit ist, wenn ich meine Texte zig mal durch die Autokorrektur schicke.
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#5889
D
Deejay Gast
Zitat von Error:
Der Schutz der Sippe lag hauptsächlich bei den Männern.
Leider muss man die Sippe oft vor den Männern schützen.
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x 2#5890
S
SchlittenEngel Gast
Zitat von Ema:
Wieso eigentlich nicht? Die sind doch lediglich ein paar Jahrzehnte oder auch ein paar Jahrhunderte hinter uns zurück. Wenn du dich dort umschaust, dann bekommst du ein ziemlich gutes Bild davon, wie es vor einiger Zeit auch hier ausgeschaut hat. Was unter anderen Faktoren auch daran liegt, dass islamische Länder nie flächendeckend so etwas wie die Aufklärung durchgemacht haben. Die gab es nur vereinzelt und in Ansätzen in Ländern wie die Türkei unter Atatürk oder im Iran unter Schah Reza.
Und das ist doch das beängstigende daran. Wenn man sich vor Augen führt, wie kurz erst Frauenrechte so halbwegs auch bei uns etabliert sind, wie wenig verankert - sieht man ja hier- und wie wenig stabil und wie fragil damit auch.
Gerade Iran und nun auch immer mehr die Türkei zeigen ja, wie schnell das Ganze wieder "weggenommen" werden kann.
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x 3#5891
H
H-Moll Mitglied
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Zitat von NurBen:
Hey, ich habe eine Woche Urlaub und ich muss nichts tun. Das ist meine persönliche Me-Time und auf die lasse ich nichts kommen. Wir Feministinnen ...
Quelle : Red Piller Ben aus dem Liebeskummerforum. Satire on. Die wahren Red pillers steinigen dich:)
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x 1#5892
NurBen Mitglied
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Zitat von Deejay:
Übrigens ebenfalls ein Instrument, die Frau zu unterdrücken. Ihr wird hemmungsloses Schlemmen verboten, ihr wird langsam aber sicher die Lust am Essensgenuß genommen, weil sehr viele Männer (die ihrer selbst nicht sicher sind) Angst vor Frauen haben, die richtig hemmungslos genießen können am Tisch.
Meine Freundin isst wie ein Scheunendrescher und ich habe keine Ahnung wo sie das lässt. Aber im Gegensatz zu mir ist sie auch den ganzen Tag auf den Beinen bei der Arbeit, während mein A*sch halt im Bürostuhl festhängt.
Kann ich persönlich mehr mit anfangen als "Für mich nur ein Wasser und ein Salat ohne Dressing", daneben würde ich mir blöd vorkommen, wenn ich mir dann Steak reindrücke.
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x 1#5893
Fenjal Mitglied
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Warum man diesen roten Pillen überhaupt Beachtung schenkt, verstehe ich nicht, anstelle dieser Pillen kann man etwas Hanf verdampfen, das macht geschmeidiger 😉
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#5894
Balu85 Mitglied
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Zitat von Zylinderella:
Oh Gott, ging es um Catcalling?
Also um ehrlich zu sein mache ich das vermutlich manchmal auch....wenn mein Kater draußen ist rufe ich ihn um zu vermeiden das er genau dann angesappt kommt und vor hunger umkommt wenn ich gerade dabei bin das Haus zu verlassen. Aber ich rufe ihn nicht an....wäre ja dämlich, er hat ja kein Telefon.