Zitat von Balu85:Was aber dann das wirtschaftliche aus für eine sehr große Branche wäre. Ich geh je kaum weg (Arbeit/Kind)....aber aller paar Wochen mal mit einem ...
Ich finde ja jetzt nicht, dass es eine große Herausforderung ist, sich über Antifeminismus zu informieren, aber bitte sehr:
"In der Manosphere ist der Glaube verbreitet, Feministinnen und politische Korrektheit würden die Wahrheit verdecken. Sie leben in der Vorstellung, dass die Gesellschaft von feministischen Werten dominiert werde und Männer Opfer einer männerfeindlichen Kultur seien, die sie bekämpfen müssten, um ihre Existenz zu schützen.[18] Der Schweregrad des Antifeminismus, der innerhalb dieser Gemeinschaften vertreten wird, ist unterschiedlich, wobei einige für einen ziemlich milden Sexismus eintreten und andere extremen Hass verherrlichen.[19] Ebenso sind Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Gruppen der Manosphere weit verbreitet und die empfundene Bedrohung gegenüber der „westlichen Zivilisation“ ist Gegenstand ihrer Postings.[19][12] Die soziale Schicht ist in manchen Teilen der Manosphere ein Thema, wie bei MRAs. Ökonomische Probleme werden dabei häufig Frauen oder dem Feminismus angelastet. Bei den PUA ist die soziale Schicht hingegen kein Thema der Postings.[20]
Die Journalistin und Autorin Laura Bates sieht dabei die Begriffe Social Justice Warrior, Generation Snowflake und Feminazi als Teil der Sprache der Manosphere, die sie gegen ihre Gegner richten.[21]
Die Begriffe „Alpha-Mann“ und „Beta-Mann“ sind in der Manosphere gebräuchlich.[8][22][23][24] Die Manosphere geht hierbei von einem naiven biologischen Determinismus bzw. einer oberflächlichen Interpretation der evolutionären Psychologie aus, wonach Frauen „irrational, hypergam und fest verdrahtet, sich mit Alpha-Männern zu paaren“ seien und „dominiert“ werden müssten. Dabei werden sozialkonstruktivistische Interpretationen kaum bis gar nicht beachtet. Diese Rhetorik entstand zunächst in Pick-Up-Artist-Communities, breitete sich aber später auch in anderen Bereichen der Manosphere wie auch außerhalb der Manosphere im Mainstream-Bereich des Internets aus.[8]
In einem Post des Urhebers des antifeministischen Subreddits „/r/TheRedPill“ wurde ein Narrativ aufgebaut, wonach Feminismus eine „sexuelle Strategie“ sei, die Frauen in die „bestmögliche Lage“ versetze, Partner mit den „besten Genen“ zu erhalten. Die „Rote Pille“ wurde demzufolge als die daran angepasste „sexuelle Strategie der Männer“ dargestellt. Mitglieder des Forums wurden gedrängt, diese Sichtweise zu einer „Philosophie“ zu machen. Diese Rhetorik diente laut den Soziologen Dignam und Rohlinger auch dazu, eine kollektive Identität zu schaffen, die Mitglieder auf individualistische Lösungsansätze für ihre Probleme zu fokussieren, und um den Feminismus zum Feindbild und zur Projektionsfläche zu machen.[13]
Einige Teile der Manosphere wie die MGTOW oder PUA sind libertär bzw. sehen eine solidarische, geschlechtergerechte Gesellschaft und Sozialversicherungen wie bezahlten Mutterschaftsurlaub negativ. Die mit den Sozialversicherungen verbundene ökonomische Unabhängigkeit von Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter wird von den PUAs als nicht erstrebenswert angesehen, da Frauen so weniger Anreiz hätten, sich an Männer zu binden und weniger zugänglich für die „Taktiken“ der PUAs seinen.[25]"