Zitat von alleswirdbesser: Ich dachte es wird davon ausgegangen, dass die Mutter die andere Hälfte sowieso schon leistet, ohne dass das Geld auf ein Konto fließt.
Oh nein. In Deutschland herrscht noch die 50er Jahre Annahme, dass eine/r anschafft und der/die andere sich stets kümmert.
Das hat vor allem den Vorteil, dass die Adressaten eindeutig sind, wenn das Kind zu wenig Betreuung oder zu wenig Materielles hat. Mal angenommen, die Zahnspange wird nicht bezahlt oder das Kind von der Kita nicht abgeholt. Dann sollen die Eltern nicht mit dem Finger auf den anderen zeigen und das Kind leiden lassen.
So die Theorie.
In der Praxis halten sich aber gerade mal 60% der Zähler/innen überhaupt an ihre Zahlungspflicht, während jetzt nicht in den ersten 3 Tagen jeden Monats nur 60% aller Kinder aus der Kita abgeholt werden.
Zitat von NurBen: Wenn Frauen eher emotional einsam sind, heißt es doch, dass sie zwar mehr soziale Kontakte haben, aber wenige "tiefe" Kontakte.
Du nennst es "tiefe" Kontakte. Ich denke eher, dass es um emotional nährende oder zehrende Kontakte geht. Wenn die Hauptbezugsperson der Partner ist, muss dieser die Frau emotional nähren können, damit sie nicht einsam in der Beziehung ist.
Zitat von NurBen: Verstehe die Frage nicht. Wenn die Frau das Kind "mitnimmt", ist doch logisch, dass der Mann und das Kind mehr leiden, als die Frau, die weiterhin das Kind bei sich hat.
Das ist eine sehr Eltern-zentrische Sichtweise, die die reine Anwesenheit als Glücklichkeitsfaktor für ein Elternteil betrachtet. Bzw. die reine Abwesenheit des Kindes mit Leiden gleichsetzt.
So auch hier:
Zitat von NurBen: kann mir aber nicht vorstellen das der Großteil der Väter es freut, wenn das eigene Kind nicht mehr im Haus ist.
Vätern reicht es häufig, wenn das Kind "im Haus" ist und sie jederzeit Zugang haben könnten(!). Sie leiden(?), wenn der Zugang auf bestimmte Tage begrenzt ist, selbst wenn in Summe die Stunden und Minuten, die sie sich aktiv mit dem Kind auseinander setzen (müssen) durch die Trennung mehr werden.
Versuch das Familienrecht doch mal aus der Kindersicht zu sehen: Einen nur körperlich anwesenden Vater an 7 von 7 Wochentagen oder einen präsenten und sich allein kümmernden Vater an 2 von 7 Wochentagen - was bringt dem Kind mehr?
Zitat von NurBen: Davon abgesehen gibt es natürlich ein Selbstbehalt, der insbesondere im Niedriglohnsektor (worauf deine 4xx EUR sich ja beziehnen) wichtig ist.
Auch hier wieder ganz den Vater im Blick. Muss ein Kind weniger Essen und braucht seltener Schuhe, wenn ein Vater nicht leistungsfähig ist? Oder gleicht die Mutter oder die Großeltern oder spätestens der Staat das dann aus?
Zitat von NurBen: Ja, aber du nimmst den niedrigsten Satz der Düsseldorfer Tabelle
Nein. Ich habe die Zahlen des statistischen Bundesamts zu den durchschnittlich real gezahlten Kindesunterhalten genommen und die durchschnittlichen realen Kosten laut Deutschland.de.
Zitat von cline: Für mich selbstredend, dass eine Entfremdung zu Lasten des Vaters geht (zu wessen Lasten sonst?).
Das entspricht eben nicht der Realität, weil Du den "Entfremdungsbegriff" viel zu eng siehst. Die 13,x% der versuchten Entfremdung en sind alle Störungen des Eltern-Kind-Verhaltnisses. Und die sind zwischen den Geschlechtern ausgeglichen. Dazu gehört die Mutter, die am Umgangstage des Vaters das Kind fälschlicherweise krank meldet. Dazu gehört aber auch der Vater, der dem Kind (fälschlicherweise) erzählt, dass er ja häufiger kommen würde, wenn Mama ihn ließe.
Einer meiner Kindsväter hat dem Kind erzählt, dass er wegziehen musste, weil Mama eine geistige Krankheit habe. Und er erst wiederkommen könne, wenn Mama wieder gesund sei. Auch das ist der Versuch, das Verhältnis zwischen Mutter und Kind zu eigenen Gunsten zu stören.
Studien gehen von 50/50 bei diesen Taten aus, also etwa 7-8% der Väter tun das und 7-8% der Mütter. In jeweils 50% dieser Fälle "schwer", also mit echten nachteiligen Folgen für das Kind.
Einige Männer (der Manosphäre) haben diesen Begriff nur für sich gekapert und versuchen der Bevölkerung einzureden dass ganz viele und ausschließlich Frauen das tun würden. Und bei Mann1989 und dir hat diese Propaganda ja auch funktioniert. Du glaubst, dass nur Frauen Täter sein können und Mann1989 glaubt, dass 30-40.000 Väter davon betroffen seien und ihre Kinder nicht mehr sähen, obwohl sie es wollen würden.