@QueenA,
ich kann deinen Beiträgen nur zustimmen
Deine Haltung gibt mir das Gefühl, dass man mit einem Wir (Frauen - Männer, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund) nicht gegen Menschen vorgeht sondern gegen Verhaltensweisen.
Zitat von QueenA: Für mich sind Frauenrechte aber ein Teil von etwas Größerem, den Menschenrechten.
Das spricht mir aus dem Herzen.
Wenn einem Teil der Menschheit wegen des Geschlechts der Hautfarbe oder der Herkunft Rechte abgesprochen werden, dann kränkt mich das, auch wenn ich nicht selbst betroffen bin.
Zitat von QueenA: Wenn wir uns nur darauf beziehen, woher jemand kommt, ist das zu kurz gedacht.
Genau. Natürlich gibt es Statistiken. Und ja in meiner Arbeit mit Jugendlichen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder mit arabischen Migrationshintergrund im Schnitt weniger emanzipiert erzogen wurden und Russlanddeutsche im Schnitt eher zu gleichgeschlechtlich neigen.
Das entscheidende ist für mich "im Schnitt". Ich möchte auch nicht wenn ich nach Mallorca fahre als deutscher Mann im Schnitt beurteilt werden. Dieser trinkt nämlich am Strand ständig B. und sein wichtigster Besitz ist sein Auto.
Ich hingegen fahre Rennrad dort und mein Auto hat für mich primär einen praktischen Charakter.
Ich denke jeder Mensch sollte danach beurteilt werden wer er ist und nicht welcher Gruppe er angehöhrt.
Meine Haltung bei der Arbeit mit Jugendlichen ist folgende. Es gibt gewisse Grundwerte und die verhandele ich nicht. Frauen und gleichgeschlechtlich1 sind beispielsweise nicht akzeptabel. Und da gibt es Gegenwind. Und beim senden des Gegenwinds ist mir vollkommen egal aus welcher Gruppe die betroffenen Person stammt.
Natürlich muss in der Politik schon auf Statistiken schauen. Ganz wertfrei gesprochen. Junge Männer die verunsichert und eventuell traumatisiert sind verhalten im Schnitt eher kriminell als Omas. Aber jeder dieser jungen Männer hat das Recht individuell behandelt zu werden.