E-Claire
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Zitat von sinnet:Und wieder geht es nicht ohne persönliche Abwertung. Fällt euch dieser Automatismus wirklich nicht auf? Warum machen du und andere Männer das immer wieder?
Ich glaube, Du kannst noch so oft schreiben, hey ich bin davon überzeugt, daß Gato, Ben oder xyz nicht zu der Gruppe der gewalttätigen Männer gehören.
Nichtsdestotrotz wird von der Gruppe der Männer der größte Teil der Körperverletzungsdelikte begangen. Jungs, in eurer Gruppe scheint etwas schief zu laufen, mögt ihr da nicht mal hinschauen, weil so ganz ist das ja jetzt nicht die Aufgabe von Frauen.
Und Du bekommst den 128. whataboutism um dann ganz am Ende einer seitenlangen Diskussion irgendwann mal ein ja eh zu hören und es wäre ja eh klar und das bedarf keiner weiteren gesonderten Erwähnung.
So hier jetzt immer wieder geschehen.
Ich befürchte der Punkt ist, daß da zwischen eigener Betroffenheit und dem Bewusstsein, was ein strukturelles Problem ist, kein Unterschied gemacht wird. Was aber ja wiederum sehr typisches Zeichen für Privileg ist.
Genauso werden hier über Seiten die zwei oder drei eigenen Betroffenheiten ausgebreitet, ohne eben mal zu beleuchten, was denn die eigene Gruppe zum Problem von zB der unterschiedlichen Bewertung bei Betreuung von Kindern, dazu beigetragen haben könnte.
Wenn das eigene Privileg den Blick für das strukturelle Problem verstellt, ist ja aber ein übergreifendes Phänomen. Stichwort, Frauen, die keinen Feminismus brauchen.
EDIZT: Klassiker: Frauen werden bei der Verteilung von Haushaltsaufgaben nie übervorteilt, weil ich (sic!) ja ganz genau darauf achte, das paritätisch zu handhaben 🤭
