Zitat von E-Claire: Warum genau ist das eigentlich einfacher?
Es ist einfacher es als Ausrede für das eigene Scheitern zu sehen.
So bin ich nicht fürs Scheitern verantwortlich, sondern die Gesellschaft (der böse weiße Mann).
Zitat von E-Claire: Wenn ich Deiner Argumentation folge, dann sagst Du, Frauen (einige, viele) sind gern Opfer und ich frage mich, was Dich eigentlich dazu veranlasst, das zu denken.
Weil ein individuelles Problem z.B. heißt: "ich könnte etwas ändern", aber es könnte auch bedeuten "ich habe eine falsche Entscheidung getroffen."
Es bedeutet "Ich muss Verantwortung übernehmen."
Daraus ein strukturelles Problem zu machen ala "ich werde benachteiligt, weil ich eine Frau bin", dient dazu eine Rechtfertigung zu haben seine Hände in den Schoß zu legen und keinerlei Verantwortung zu übernehmen.
Wie realitätsfremd diese Opferhaltung ist liest man ja schon bei Aussagen "Der Mann kann schön weiterarbeiten und die Karriereleiter aufsteigen, während die Frau sich um Haushalt und Kind kümmern muss..."
Das durchschnitts Klaus-Dieter, der 10 Std. am Tag auf den Bau schufftet, weil er nun alleine eine Familie zu versorgen hat und vermutlich liebend gerne mehr Zeit mit den Kindern verbringen möchte, wird gar nicht gesehen.
Erzählt doch mal Klaus-Dieter von seinen tollen Privilegien die er ja genießt.
Umgekehrt wird von Frauen geredet, die anscheinend alle ihre fiktive Karriere bzw. angeblichen Karrierechancen in einem DAX-Konzern an den Nagel hängen.
Der Großteil hat keine Karriere und will auch keine. Durchschnitts-Chantalle ist in Wahrheit auch lieber zu Hause beim Kind, anstatt 8 Std täglich bei Lidl an der Kasse zu sitzen.
Die ist doch nicht jahrelang Hausfrau, weil sie muss... sondern weil sie will. Und das ist in meinen Augen ein Privileg.
Auch das wird abgesprochen... schlimmer noch, anscheinend reine Skla*erei, schließlich ist es Carearbeit und wird finanziell nicht entlohnt.