Zitat von Metalmaniac: Wobei ich schon die Möglichkeit sehe, dass man Hormonnebel auch mal die rosa Brille aufhat und vielleicht nicht gleich erkennt, dass der so aufregend-maskuline fitnesstudiogestählte Mann (mal ganz plakativ) nicht so viel Care Arbeit macht, wie man sich das wünschen würde.
Danke für deine Replik. Volle Zustimmung, auch die rosa Brille gehört dazu. Die gehört allerdings auch abgesetzt, wenn es daran geht, lebensentscheidende Entscheidungen, dazu gehören in meinen Augen Kinder, auch der offizielle Bund fürs Leben, zu treffen. Dann setze ich mich eben auch mit dem aufregend-maskulinen Mann hin und diskutiere seine und meine Vorstellungen. Und wenn das nicht überein geht, dann vergnüge ich mit eventuell noch ein bisschen weiter mit ihm, schaue aber, dass aus diesen Vergnügungen kein Zufallsprodukt entsteht. Denn dann ist er für mich nicht er- und beziehungstauglich.
Zitat von Metalmaniac: Das Gute in unserer heutigen Gesellschaft ist: Man/frau hat die Wahl. Das Schlechte: Man kann nicht immer alles haben.
Das ist genau der Punkt. Jede Entscheidung im Leben hat Konsequenzen. Manche sehr weitreichende. Für Mann und für Frau. Und wenn ich mir Mamas Liebling, der noch nie allein gelebt hat, für den kochen, putzen und einkaufen rocket science ist, von der mütterlichen Brust an meine lege, dann darf ich mir ruhig Gedanken über meine Erwartungshaltung machen. Am besten vorher. Mit solchen Typen Kinder in die Welt setzen, ist halt keine super Idee.
Zitat von BernhardQXY: Wir beide hatten davon schlicht keine Ahnung.
Dann habe ich die Hoffnung, dass ihr das euren Kindern mitgebt. Dieses Wissen. Diese Erfahrung. Unsere Kinder bekommen diese Handlungsmaxime von klein auf mit, ich habe sie von meinen Eltern. Die mir das Thema Eigenverantwortung in die Wiege gelegt haben.
Zitat von sinnet: Dass hier strukturelle Probleme angesprochen werden, und nicht über Individuen, sollte doch wohl inzwischen jederman begriffen haben. So schwer ist das eigentlich auch nicht.
Das Thema ist gut und wichtig. Aber auch riesengroß. So dass jeder seine eigenen Sichten darauf einbringt. Das war, so habe ich @QueenA verstanden auch gewollt. Schwierig dabei ist, dass es dann natürlich zu Schwankungen zwischen den einzelnen Kommunikationsebenen kommt. Da hüpft dann jemand auf die Metaebene, der andere poltert, das stimmt aber alles nicht. Da ist bei so emotional vollbepackten Themen nicht ungewöhnlich.