Ich finde die Wut, die ich gerade bei ein paar männlichen Foristen lese, überhaupt nicht gerechtfertigt. Hier hat euch niemand was getan. Bis auf Metalmaniac ist keiner persönlich angegangen worden. Und es wäre schön, wenn ihr das auch den Frauen gegenüber so halten könntet.
Zitat von badMonkey: Da schäme ich mich als Mann natürlich schon.
Warum tust Du das? Es gibt keinen Grund, Dich für irgendwas zu schämen, was Du gar nicht getan hast!
Aber wenn Du etwas genauso shaize findest, wie viele Frauen (auch nicht alle), dann setz Dich doch gerne mit uns dafür ein, dass das aufhört.
Und zwar nicht, weil Du ein Mann bist, sondern weil Du wie wir auch ein Mensch bist, der das shaize findet.
Zitat von badMonkey: Wäre aber laut dir und Medien dann ein "Femizid". Seltsam
Zitat von badMonkey: Verbucht wird es aber unter Feminizid.
Nein und nein. Wurde weiter oben schon von Bernhard ausführlich erklärt.
Zitat von badMonkey: warum ist dann ein "Femizid" etwas anderes als ein Habgiermord und hat einen eigenen Begriff?
Würde auch schon vor ein paar Seiten erklärt. Einfach zurückblättern.
Zitat von badMonkey: Deswegen ist es ja auch Frauen und Menschen in Deutschland allgemein freigestellt auf Partnerschaften zu verzichten -
Zitat von badMonkey: Steht jeder und jedem frei ein Incel oder Femcel zu werden oder zu bleiben, um das Risiko zu minimieren.
Ja, auf jeden Fall. Heißt bei Frauen aber 4B und nicht Femcel, weil sie sich eben aktiv dafür entscheiden, nicht mehr mit Männern zusammen zu wohnen, Liebesbeziehungen oder Kinder zu haben und sie auch in Beruf und Alltag/Freizeit zu meiden, um sich den damit einhergehenden Risiken zu entziehen.
Zu Deinen Aufzählungen, was es angeblich alles nicht gibt: Doch, gibt's leider. Wird durch zunehmenden Feminismus immer weniger, was Frauen an Verantwortung für männliche 6ualität und Gewalt übernehmen sollen. Aber es ist kein Versehen, dass erst jetzt "nur Ja heißt Ja" gilt und es davor noch "Nein heißt Nein" hieß und noch vor kurzem verlangt wurde, dass die Frau sich aktiv wehrt, damit es eine Vergew. ist. Mach das mal mit Messer am Hals... Aber wir sind da auch einem guten Weg. Und die Benennung von Femiziden gehört zu diesem guten Weg.
Zitat von Metalmaniac: Als Täterin solltest du daher auch in diesem Forum beschämt sein und sehr viel leiser und demütiger auftreten.
Wovon soll ich denn Täterin sein? Ich habe persönlich niemanden versklavt und bemühe mich aktiv, rassistische Strukturen, die ich in unserer Gesellschaft zusammen mit Misogynie und Ableismus genauso aufgesogen habe wie Du, abzulegen.
Ich habe bei Dir nur leider den Eindruck, dass Du nicht etwa einen Migrationshintergrund hast und deshalb von mir Zurückhaltung bei Migrationsfragen erbittest, sondern dass es Dir als Mann ein Bedürfnis ist, endlich mal einen Hebel gegen diese impertinente Frau zu finden, und Du das auf dem Rücken der Rassismusfrage tun willst. Denn welche Demut sollte Skla. bei mir persönlich auslösen?
Zitat von Metalmaniac: wenn weisse Frauen sich auch hier in diesem Thread weigern nicht-weiße Frauen überhaupt als Opfer zu sehen
Das ist, wie so vieles, das Du anklagst, aber nie passiert. Insofern ist da entweder eine Leseverständnisschwäche oder böser Wille vorhanden, auf denen Deine Schlussfolgerungen fußen.
Zitat von FrauDrachin: Genau aus diesem Grund mache ich mich z.B. für ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt stark.
Interessanter Ansatz. Ich bin, was diese volkswirtschaftlichen Themen angeht, noch auf der Grundeinkommen-Steuermodell-Stufe in Kombination mit einem arbeitgeberunabhängigen Lebensarbeitszeitkonto. Aber auch eine staatliche Zahlung, die genauso hoch ist wie für Soldaten der Zuschlag für Auslandseinsätze, für Schwangere und Stillende, finde ich sinnvoll, da beide Gruppen ihr Leben und ihre Gesundheit einsetzen und (nicht nur, aber auch) der Allgemeinheit dienen. Zum Erziehungsgehalt muss ich mich erst noch einlesen, finde die Idee aber sehr spannend.
Zitat von Brightness2: Hier lese ich bei dir die mütterliche Überhöhung.
Nein, absolut nicht. Es geht um den Fakt, dass die Person, bei der das Kind wohnt (was eben immer noch meist die Mutter ist), nicht einfach ausziehen, umziehen, Schichtdienste annehmen oder einen Job im Ausland annehmen kann. Denn die wenigsten Väter übernehmen dann das Kind. Sie können aber trotzdem alle anderen Aktivitäten über das Kind verhindern.
Zitat von Brightness2: Wenn sich zwei Menschen entscheiden, gemeinsam das Abenteuer Elternschaft anzugehen, haben beide die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten.
Das stimmt. Aber tatsächlich zwingen kann man (auch der Staat) nur die Mutter. Es geht nicht um die theoretischen Pflichten, sondern die einklagbaren und vollstreckbaren.
Zitat von Brightness2: Im Idealfall ist das schon im Vorfeld einer gemeinsamen Elternschaft zumindest angesprochen.
Und dieses Ansprechen gibt eine ganz trügerische Sicherheit. Selbst per vorgeburtlichem notariellen Vertrag kannst Du keinen Vater zwingen, sich um sein Kind zu kümmern oder Unterhalt zu bezahlen. Das basiert alles auf einer Hemmschwelle, das eigene Kind nicht im Stich zu lassen oder die elterlichen Pflichten unter eine partnerschaftliche Bedingung zu stellen. Und da tauchen rein faktisch wesentlich weniger Frauen unter und rufen ihre Kinder nicht mal am Geburtstag an als umgekehrt. Ob es dafür eine hormonelle Ursache gibt oder die gesellschaftliche Erwartung dafür sorgt, dass Mütter nach der Paartrennung weniger aus dem Leben der Kinder abhauen als Väter, weiß ich nicht. Aber auch ein Vater, der sich nie blicken lässt und keinen Unterhalt zahlt, kann ein Umzugs- oder Reiseveto abgeben. Wenn die Mutter das Schulessen bezahlt, ist sie auch Empfängerin für den Bußgeldbescheid, weil das Kind vom Vater Urlaub nicht rechtzeitig zurück kam und daher die Schulpflicht missachtet wurde. In der Theorie wären beide Elternteile bußgeldpflichtig. In der Realität ergeht der Bescheid gegen den, der sich mehr kümmert. Vom Ideal gleicher Rechte und Pflichten sind wir also noch weit entfernt.
Zitat von Brightness2: Weil leider hier in Deutschland die Mama immer noch als Besitzstandsverwahrerin in Sachen Nachwuchs zelebriert wird.
Das finde ich zu kurz argumentiert. Die Mütter nehmen mehr Elternzeit und kümmern sich um An- und Abmeldung in Krippe, Kita, Vorschule und Schule. Und haben damit automatisch den Hut auf, auch nach einer Trennung. Und die Gesellschaft ist das auch so gewohnt und unterstützt diese Arbeitsteilung. Ich hätte mit beiden Kindern zunächst das Gegenmodelle. Ich habe 9 Wochen nach der Geburt wieder voll gearbeitet und die Väter waren zu Hause. Aber weil die den Mental Load nicht automatisch übernommen, sondern mir überlassen haben, sah es so aus, als sei ich die klassische "Mutti" und die Väter würden "nur Bringen und Holen". Wenn ich dann ein Mal in der Woche die Kinder geholt habe, haben sich die Erzieherinnen auf mich gestürzt und sämtliche Windelwünsche und Entwicklungsbeobachtungen bei mir angebracht. Während die Väter bei dem vorherigen 9 Kontakten immer meinten, dass man ihnen nichts zu Windeln oder Sprachkompetenz gesagt habe. Sie haben aber auch nicht aktiv nachgefragt. Und beide haben die Kids nach der Trennung auch mir "überlassen", obwohl sie vorher und kurz nach der Trennung große Befürworter und Verfechter des Wechselmodells waren. Aber hinbekommen haben sie es dann doch nicht. Die vorher besprochene Theorie ist daher das eine, die Praxis das andere. Und mir als Mutter fiel es sehr schwer, mich den übertragenen Pflichten zu entziehen, weil halt keine Windeln da gewesen wären, wenn ich die nicht aus dem Büro heraus bestellt hätte.
Ich wollte nie mehr Elternteil als meine Partner sein. Ganz im Gegenteil hätte ich viel lieber das Leben meines Vaters gehabt als das meiner Mutter. Aber bevor keiner einen Geburtstagskuchen fürs Kind backt, mach(te) ich das eben. Vielleicht bin ich ein Einzelfall. Aber das Verantwortungsgefühl den Kindern gegenüber sehe ich aktuell in unserer Gesellschaft bei den Müttern noch ausgeprägter als bei den Vätern. Auch wenn ich mir persönlich und gesellschaftlich wünsche, dass es (schon) anders wäre.
Zitat von Brightness2: vom einkommensstarken Partner eine konsequente Ausgleichszahlung, auch in Richtung Rentenkasse, erhält.
Absolut! Und da ich kein Machoar.sch sein wollte, haben beide Väter von mir ein eigenes "Erziehungsgehalt" bekommen. Bei dem, mit dem ich verheiratet war, war da auch der Beitrag in sein Versorgungswerk enthalten. Da wir uns scheiden ließen weiß ich, dass dieses Geld nie von ihm in seine Rentenkasse eingezahlt wurde. Also gab's meine hälftigen Rentenpunkte bei Scheidung obendrauf. In der Theorie gibt es gute Ideen von Frauen, wie man gleichberechtigt werden könnte, aber die Männer müssen halt auch mitmachen.
Stünde ich heute nochmal vor der Entscheidung, würde ich in die Solomutterschaft gehen und die Beziehungen zu Männern davon unabhängig gestalten. Aber ohne Zugewinngemeinschaft.
Zitat von Wurstmopped: Und Familie ist in der westlichen Kultur nun mal ganz anders besetzt,
Da sprichst Du den Tribalismus an, den wir in Deutschland so gar nicht mehr haben.
Zitat von Fenjal: Unter den Frauen, die gesellschaftlich etwas bewegt haben, ist die Rate kinderloser Frauen überproportional hoch.
Da hast Du absolut Recht!
Wir alle stehen eigentlich auf den Schultern von diesem kinderfreien Frauen, die viele der Rechte und Horizonte, die wir haben, erkämpft haben.
Ich finde es aber auch falsch, dass Merz drei Kinder hat und Merkel keine. Und Merkel mit drei Kindern nie Kanzlerin geworden wäre.
Ich habe einen Bruder, der mir inhaltlich sehr ähnlich ist, aber eben äußerlich und in seiner gesellschaftlichen Stellung nicht. Und unsere unterschiedlichen Leben geben sowohl ihm als auch mir zu denken. Er ist definitiv Feminist. Und in manchen Punkten radikaler als ich.
Eine der Frauen, die mir am meisten im Leben geholfen hat, könnte das auch nur tun, weil sie kinderfrei war. Daher würde ich den Beitrag, den gerade kinderlose Frauen für die Gesellschaft leisten, nie gering schätzen.
Zitat von Fenjal: bekommt man als Antwort,... ich bin Mutter, man sorgt für mich!
Ich hoffe, diesen Satz hast Du nicht wirklich gehört. Denn das ist ja absoluter Blödsinn. Niemand sorgt für Mütter, weil sie Mütter sind.
Zitat von FrauDrachin: Schachterldeifi
Wie meinen?
Kannst Du das auf Hochdeutsch übersetzen?
Zitat von LeTigre: If you know, you know.
Zitat von LeTigre: Nalf, meine Lieblings-Narzisstin
LeTigre,
🙂🤗💃