Zitat von Heartbreak75: Dass du arbeiten gehst ist gut, du hast eine Struktur. Hast du denn Hobbys und jemanden zum Reden?
Dass mit der Struktur durch die Arbeit ist allerdings relativ bei mir. Ich bin Freiberufler und habe Corona bedingt nur etwa ein bis 2 Stunden am Tag zu tun.
Ich habe zwei Freunde mit denen ich über meine Situation reden kann. Ich möchte ihnen aber auch nicht permanent nur mit meiner Traurigkeit begegnen, obwohl sie sicher für mich da wären.
Zitat von Nemaj: Der große Faktor hierbei ist die Zeit. So viele gemeinsame Jahre lassen sich nicht einfach beiseite wischen.
Da gilt es, viel zu verarbeiten und alles so anzunehmen, wie es momentan ist.
Lass dir Zeit und setz dich nicht unter Druck!
Ich glaube, ich setze mich gar nicht unter Druck. Und, wenn ich weinen kann ist es natürlich auch teilweise ein erlösendes Gefühl für den Moment. Angst macht mir nur diese bleierne Traurigkeit, die für längere Zeit meine komplette Wahrnehmung zu vereinnahmen scheint. Und außerdem, dass diese bleierne Traurigkeit erst nach zwei Monaten auftritt.
Zitat von FlyOver: Erzähl doch mal wie die Trennung entstanden ist!
Ich stellte fest, dass das Verhalten meiner Frau zu mir sich etwas verändert hatte, sicher nur Nuancen, aber nach 17 Jahren merke ich so etwas. Ich habe sie dann darauf angesprochen, dass ich mich von ihr ausgegrenzt fühle und ob sie mich nicht mehr lieben würde. Da hat sie gesagt, dass sie schon daran gedacht habe, sich von mir zu trennen. Und damit war es geschehen. Die Sache war für sie klar. So klar, dass ich genau wusste, sie würde von ihrem Entschluss nicht mehr abrücken.
Vor diesem Gespräch gab es von ihr kein "Wir sollten mal" oder "mich stört in unserer Beziehung" oder "ich möchte gerne mehr" - gar nichts. Das macht mich bis heute fassungslos.