nachregenfolgts.
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erst einmal bin ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Selbst war man oft genug in der Position, seinen Freunden einen guten Rat zu geben, wenn diese in einer Trennungsphase waren. Erlebt man diese aber selbst, ist alles was man je anderen geraten hat, über den Haufen geworfen.
Ich war mit meinen Partner 10 Jahre zusammen. Immer mehr hat er sich seinen Interessen hingegeben und ich war oft alleine. Dann plötzlich kam ein Kollege ins Spiel, den ich schon ewig kenne und er war für mich da, hat meine Probleme angehört hat, mich gedrückt, mir Zuspruch gegeben. Ich habe mich wohl gefühlt und daraus wurde mehr. Er war halt immer für mich da. Daraus entwickelte sich mehr. Es ging allerdings nie bis zum Äußersten.
Mein Partner hat mich irgendwann durchschaut (Verhalten, etc.) und mich mit den Tatsachen konfrontiert. Nachdem ich mich für meine Beziehung entschieden habe, gab es zwischen mir und meinem Partner ein Tief. Das Vertrauen war gebrochen. Ich habe gelitten und gekämpft bis zum Zusammenbruch. Ich habe ein paar Sachen gepackt und bin erst mal weg. Nach kurzer Zeit rief er mich an und sagte mir, dass ich ihm fehlen würde. Wir haben uns dann hin und da getroffen und war alles sehr harmonisch und herzlich. Ich bin dann nach drei Monaten zurückgekehrt und wir haben uns super verstanden und alles lief wunderbar. Wir haben einen tollen Urlaub in der Karibik verbracht. Danach hat sich wieder alles geändert. Er hat sich immer mehr auf seine Interessen konzentriert und wenn anderen Hilfe benötigten, war er immer da und ich war ständig alleine. Im November letzten Jahren habe ich den Entschluss getroffen, mich zu trennen. Ich bin auf Wohnungssuche gegangen und habe nun endlich ein passende Bleibe für mich gefunden.
Seit ich weiß, dass ich bald ausziehe, geht es mir einfach nur noch schlecht. Die Gefühle kochen ständig hoch und er sagt mir, dass er mir der Sache komplett abgeschlossen hat. Wir sind die ganze super miteinander ausgekommen, eben mehr als WG aber es hat gepasst.
Nach so langer Zeit kennt man eben seinen Partner und ich habe auch bemerkt, dass er sich gewandelt hat. Als ich ihn auf eine neue Frau ansprach, hat er dies bejaht.
Obwohl ich für mich die Entscheidung getroffen habe zu gehen, kann ich meine Gefühle kaum bändigen. Ich weine sehr viel (auch im Job) und habe jeden Tag das Gefühl, dass ich einen Marathon laufen muss.
Ich habe sehr viel über Trennung und Kummer gelesen und ich kann für mich nur sagen, dass ich Foren wie diese sehr hilfreich finde. Man weiß halt, dass man Leidensgenossen/-innen hat.
Aber ich weiß auch, dass es weiter geht. Man muss immer nach Vorne schauen.
Ich wünsche hier wirklich allen ganz viel Stärke und vor allem eine riesige Portion Selbstbewußtsein.
Liebe Grüße

Ich weiss ja, wie schlimm das alles ist, gerade heute sitze ich wieder hier und weine, 1 Jahr danach.