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Ich leide sehr nach dem Ende der Affäre!

John_Keats

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Liebe Foristen,

ich bin zurzeit äußerst unglücklich nach der Trennung von meiner Affäre, habe versucht in jeder nur erdenklichen Art und Weise mit dem Verlust umzugehen, komme jedoch auf keinen grünen Zweig. Es wäre nett, wenn ihr mir etwas Beistand und Rat geben könntet.

Namen, Alter und Lokalitäten möchte ich nicht nennen, sondern halte es eher generell.

Es fing damit an, dass ich mich nach zwei Monaten Betriebzugehörigkeit in eine ältere, verheiratete Kollegin verliebt habe.
Nun aber zu den Vorfällen:
Nachdem sie mir anfänglich überhaupt nicht sympathisch erschien, waren es jedoch die vielen kleinen Gespräch, die zu mehr führen sollten. Ich umwarb sie und machte ihr den Hof, etwas, dass sie sichtlich genoss. Nach und nach ging sie von der passiven zur aktiven Seite über, veränderte signifkant ihr Äußeres, kokettierte und provozierte mich, sodass ich mit noch größerem Interesse und noch größerer Lust hinter ihr herjagte. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles nur eine Art Spiel, aber dies sollte sich mit einem Tag schlagartig ändern, denn eine Provokation ihrerseits endete in einer Umarmung und einem leidenschaftlichen Kuss. Bereits zu diesem Zeitpunkt war meinem Kopf klar, dass ich etwas tat, was nicht richtig war. Immerhin war sie doch verheiratet und hatte ein Kind. Meine Gefühle und mein Verlangen nach ihr waren jedoch derart groß, dass ich die Vernunft ignorierte und mich einfach hingab. In einem Brief erklärte sie mir bald, dass sie innerlich (ebenso) aufgewühlt und zerissen sei. Einerseits hatte ich ihr das gegeben, was sie so lange in ihrer Partnerschaft vermisst hatte, andererseits stünde es außer Frage, etwas über die Jahre Gewachsenes auf die Probe zu stellen. Das Problem lag ab dem Zeitpunkt darin, dass sie weder mich noch ihre Partnerschaft aufgeben wollte. In einem persönlichen Gespräch legte sie mir offen, dass wir wieder zu einer rein professionellen, kollegialen Ebene zurückfinden müssten.

Mein Kummer war groß, hatte ich doch Gefühle für diese Frau entwickelt. Wir kehrten daraufhin zur Normalität zurück, sahen uns täglich und schon bald erreichten mich wieder ihre ersten Nachrichten. Sie vermisste mich, legte schriftlich aus unser beider Perspektive nochmals dar, warum diese 'Beziehung' nie Bestand haben könnte, zog sprichtwörtlich einen zweiten Schlußstrich, bat mich aber darum, weiterhin mit ihr in Kontakt zu stehen. Ich war innerlich sehr zerissen, da ich den Mittelweg aus 'vermissen' und 'zurückweisen' nicht verstand und mich mein Inneres zudem sehr stark leiden ließ. Wir schleppten uns beide durch den Arbeitsalltag, vermieden tunlichst den Kontakt, hatten uns jedoch ständig gegenseitig im Auge. Jeder hielt Ausschau nach dem anderen, wollte sich dies jedoch nicht anmerken lassen. Ergo kamen wir wieder ins Gespräch und gestanden uns ein, dass es ohne den anderen nicht weitergehen könne. Ein paar Tage später wurden wir das erste Mal intim und schliefen miteinander. Es war für beide derart befreiend und zudem so gut, dass es das Gespräch für die kommenden Tage beherrschte. Da S. ja gewissermaßen Spannungen löst, gingen wir die folgende Zeit sehr locker und entspannt an, küssten uns heimlich im Betrieb, umarten uns zu jeder sich bietenden Möglichkeit und standen in permanenten Schriftwechsel, in dessen Verlauf wir unsere Gefühle und die Verliebtheit zum Ausdruck brachten. Die Schattenseiten holten uns jedoch wieder ein. Ihr Eheleben litt unter dieser neuen Situation, jedoch war sie nun nicht mehr bereit, die Affäre aufzugeben und wirkte derart intensiv auf ihren Mann ein, dass er sie offiziell zweigleisig fahren ließ. Ich kann mir gut vorstellen, dass hierbei sehr viel Porzellan zerbrochen wurde.

Man stellte eine Art Regelwerk auf, dass uns etwas gemeinsame Zeit unterhalb der Woche einräumte und zu allen anderen Zeiten die Kommunikation einschränkte. Wir nutzten diese Zeit intensiv, verbrachten schöne Stunden miteinander, unternahmen sehr viel gemeinsam, freuten uns auf das nächste Treffen und hatten immer eine Überraschung für den anderen parat. Natürlich begingen wir, da wir uns vermissten, hier und da Regelverstöße, telefonierten heimlich miteinander oder trafen uns für einen kleinen Kuss und eine Umarmung außerhalb der erlaubten Zeiten. Zu jeder Zeit hatte sie eine kleine Aufmerksamkeit dabei. Ich hatte noch nie zuvor von einer Frau derartig aufwändig gestaltete, selbstgemachte Geschenke bekommen. Das hat mich tief beeindruckt. Ich musste also etwas Besonderes für sie sein. Mit jedem Mitbringsel traf sie mich mitten ins Herz! Auch ich suchte ihr die schönsten Sachen aus und war fleißig am Basteln; etwas, das ich sonst überhaupt nicht von mir kenne. In den darauffolgenden Wochen bekam ich den Bescheid, dass ich den Betrieb wechseln müsste und sofort kamen Panik und Unruhe in mir auf. Ich vertraute mich ihr an, erzählte ihr von meinen Sorgen und sie versicherte mir, dass ich auch zukünftig zu mir stehen würde. Das beruhigte mich immens, doch alsbald drehten sich meine Gedanken darum, wer mir denn nachfolgen würde. Ein Mann, der sie vielleicht ebenso attraktiv finden würde und mich ersetzen könnte? Ich verdrängte diese Gedanken jedoch und investierte fleißig in unser Zusammensein.

Wir verbrachten unsere Zeit zusammen, genossen sie und verlegten viele unserer Aktivitäten. Ab einem gewissen Zeitpunkt kam das 'was-wäre-wenn'-Thema 'Kinder' auf. Was würde passieren, wenn sie noch einmal schwanger werden würde? Dieses Thema und der Übergang zu einer Zweierbeziehung hatte unser Zusammensein bis zu dem Tag, an dem es ein jähes Ende fand, regiert. Beide Seiten hegten auf einmal jenen besagten Kinderwunsch, waren sich aber auch bewußt, dass es nicht sein durfte. Schon wieder und schon wie anfangs, standen wir an dem Punkt, dass etwas nicht sein dufte, aber beide es haben wollten. Das Ausscheiden aus dem Betrieb stand an und es folgte mir, wie ich es befürchtet hatte, ein Mann nach, der sich von Anfang an, wie sie mir das mitteilte, sehr für sie interessierte. Sie maß der Geschichte jedoch keine weitere Bedeutung zu, aber ich kannte sie bis dato schon gut genug, dass sie einem Flirt nicht abgeneigt war.

Ich war voller Eifersucht und hielt längere Zeit hinter dem Berg damit. Unsere Treffen fanden nach wie vor statt, aber der Ton und auch der Umgang änderten sich mit der Zeit. Ich begehrte sie intensiver und auch sie wollte auch immer intensiver von mir begehrt werden. Es drehte sich mit der Zeit nur noch um das S.. Die aufkommenden Gespräche hatten fast ausschließlich die Themen 'Kinder' und 'Zweierbeziehung' zum Gegenstand. Die schriftliche Kommunikation fiel kürzer und nüchterner aus, jedoch war sie stets online und am Schreiben. Unsere Telefonate standen unter Spannung. Ich äußerte meine Eifersucht ihr gegenüber, sagte, dass es nicht auf Kontrollzwang gründete, sondern einfach nur deshalb in mir brannte, weil ich sie liebte. Sie fühlte sich einerseits geschmeichelt, jedoch auch ungerecht von mir behandelt, überrumpelt und war traurig. Wir hatten ein Treffen, bei dem ich ihr einfach nur wortlos gegenüber sitzen konnte, da ich verunsichert war und sie nicht verletzen wollte. Vorher hätte sie es keine Minute ohne eine Liebesbezeugung ausgehalten, aber sie saß nur passiv, wenn auch leicht beunruhigt da. Wir weinten beide nach kurzer Zeit, gestanden uns ein, dass wir einander liebten und wussten, dass wir es keinen Tag mehr ohne den anderen aushalten würden. Sie gestand mir, dass sie mit dem neuen Kollegen bereits oberflächlich geflirtet hatte und versprach mir, dies einzustellen und sich wieder voll und ganz auf 'uns' zu konzentrieren. Für ein paar Tage lief es wieder gut, aber wiederum blieb die Beziehungsarbeit auf der Strecke und wir genossen das Körperliche. Gelegenheiten zum Reden wurden ausgeschlagen. Ich konfrontierte sie damit, dass sie keine Zeit mehr in unsere Beziehung investieren und alles Wichtige auf die lange Bank schieben würde, was sie mit Eingeschnapptheit und entgegengerichteten Vorwürfen quittierte.

Der Ton war -wie gehabt- sehr gesittet und der Umgang miteinander mehr als freundlich. Zu einem handfesten Streit kam es zwischen uns beiden nie. Mir wurde alsbald zugetragen, dass der Umgang mit dem neuen Kollegen sich nicht abschwächte, sondern sich eher noch intensivierte. Eines Tages, innerhalb einer Stunde während einer Konversation zum Thema 'Heart Work', kippte unsere Beziehung vollends und sie bat mich zur Aussprache. Sie beendete unter Tränen und unter der Bezeugung ihrer großen Liebe für mich die Affäre. Ich konnte es nicht fassen! Ein paar Tage zuvor hatte sie mir noch offenbart, dass ihr das Zusammensein mit mir so viel bedeutete, dass sie weitere Änderung in Kauf nehmen wollte. Ebenso verstand ich nicht, dass sie mich im Augenblick der Trennung und des 'Scheidens' küsste und meine Hand dabei hielt. Sie wollte mich nie mehr wieder sehen, ließ mich aber 'in Liebe' und 'aus Liebe' gehen. Ich war fertig mit den Nerven, wies sie harsch zurück und fuhr. Das tut mir im Nachhinein sehr leid und ich habe es ihr auch schriftlich in einem langen Brief erklärt, aber wie hätte ich anders reagieren sollen? Hätte ich der Frau, die ich (noch immer) rasend liebe und die mir gerade das 'Aus' erklärt hatte, die mich zudem küsste und mich hielt, dabei aber selber Tränen vergoss, tröstend und mit aufmunternden Worten zur Seite stehen sollen? Die Frage nach dem 'Warum' hatte zur Antwort, dass ihr innerer Friede nicht mehr da wäre. Es ginge nicht um einen anderen Mann. Auf meinen Brief kam die knappe Antwort, dass sie mir mit etwas zeitlichem Abstand eine Erklärung schicken würde. Darauf warte ich noch immer und ich schäme mich vor mir selbst, dass ich weiterhin voller Unruhe warte, schließlich habe ich sie kürzlich auf meinem Weg nach Hause mit dem neuen Kollegen in regelrechter Eintracht gesehen. Sie dürfte sogar extra auf ihn gewartet habe, so wie es mir scheint. Mittlerweile bin ich ihr anscheinend nichts mehr wert. Ich belästige sie weder telefonsich noch schreibe ich ihr, aber sie blockiert -so wie das die heutige Form der Kommunikation so anbietet- mich. Das macht mich sehr traurig. Wie konnte aus Liebe nur diese Gleichgültigkeit erwachsen? Ich bin niedergeschlagen, da meine Gefühle für sie immer echt waren und es stimmt mich noch trauriger, dass ich sie einfach nicht loslassen kann. Die Frage nach dem 'Warum' quält mich zudem.

Kann mir bitte jemand von euch den Kopf waschen und mich sauberfahren? Ich komme alleine mit der Situation nicht klar.

Grüße,

Euer John_Keats

10.03.2013 11:07 • x 1 #1


jasminl


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Hi John_Keats,

deine Geschichte hat mich zu Teilen an meine erinnert. Auch ich habe mit einem Arbeitskollegen eine Affäre angefangen, die eine Beziehung werden sollte. Bei uns gab es auch Beziehungsversuche, nur kam er nie von seiner Freundin los und es gab ein mächtiges Hin und Her.

Gab es denn von ihr ein aktives Betreben, von der Dreierbeziehung in eine Zweierbeziehung zu wechseln? Ich habe in meiner Affärenzeit gelernt, dass Worte schön und ehrlich gemeint sein können, am Ende aber nur Taten die Echtheit und den WILLEN zeigen.

Aber, dass deine Kollegin scheinbar mit deinem Nachfolger anbandelt, finde ich etwas befremdlich. Erst handelt sie durch die Affäre mit dir sich bei ihrem Mann einen Freiraum aus und später macht sie mit dir Schluß, und scheint einem anderen nicht abgeneigt?

Es sieht so aus, als hättest du sie auf eine Idee gebracht, die sie beflügelt hat, für eine kurze Zeit. Am Ende war es aber nur eine Schwärmerei oder der Genuß von dir begehrt zu werden.

Schon allein der Fakt, dass sie den Kontakt zu dir blockt, zeigt, dass du sie wohl oder über loslassen musst.

Du hast wenigstens den Vorteil, ihr jetzt nicht mehr über den Weg laufen zu müssen. Dann kann die Zeit den Rest richten.

Ich wünsche dir viel Kraft dabei!

LG
Jasmin

10.03.2013 11:53 • x 1 #2



Ich leide sehr nach dem Ende der Affäre!

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Muzel


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Hallo John_Keats,

dann leg Dir schon mal das Handtuch bereit......

Ich versuche mal sachlich zu bleiben obwohl mir das im Moment grad echt schwierig fällt.

Du weisst dass Du ziemlichen Mist verbockt hast.

Das was Du und auch sie gemacht hat ist an Egoismus kaum zu überbieten. Du wusstest von Beginn an dass sie Familie hat und es war Dir und auch ihr völlig egal. Hauptsache Eure Gefühle durften Platz haben, was Ihr Ihrem Mann und in den Folgen auch dem Kind angetan habt, habt Ihr aus purem Ego heraus vollkommen ausgeblendet.

Ihr Mann muss sie schon sehr lieben wenn er dieser Art von Beziehung zugestimmt hat. Er dachte es geht ihr nur um das Ausleben ihrer se.uellen Bedürfnisse und hat mit Sicherheit noch nicht mal ansatzweise geahnt, dass Ihr nun auch noch hinterrücks über einen Ausstieg aus der Dreierbeziehung geredet habt und sogar über gemeinsame Kinder nachdenkt. WIE schei. ist dann denn?

Ich könnte noch weiter auf Dich hier einknüppeln aber ich sehe natürlich auch Deinen Schmerz seit der Trennung!

Nenne es Schicksal oder was auch immer aber sei froh über deine Umsetzung. Damit siehst Du, dass es mit ihrer Liebe zu Dir nicht weit her sein kann wenn Dein beruflicher Nachfolger nun auch Dein se.ueller Nachfolger ist oder zumindest offensichtlich sein wird. Diese Frau liebt nur sich und ich hoffe einfach dass ihr Mann hier mal, auch im Sinne von dem gemeinsamen Kind, die Reißleine zieht.

Sieh es als Deine Chance neu für Dich zu beginnen, mit einer Frau die frei ist, mit Dir eine Familie gründen will und der Deine Liebe zu 100% gehört.

10.03.2013 12:14 • x 3 #3


John_Keats


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Liebe Jasmin,
Liebe Muzel,

ich bedanke mich für eure prompten, ehrlichen Antworten. Im Laufe des Nachmittags werde ich dazu kommen, ausführlich auf euren Input zu reagieren.

Es grüßt euch,

John_Keats

10.03.2013 12:28 • x 1 #4


John_Keats


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Liebe Jasmin,
Liebe Muzel,

der süßen Worte und Versprechungen gab es mehr als ausreichend, aber ein eindeutiges Anzeichen, 'ausbrechen' zu wollen zu keiner Zeit. War das Verlangen nach mir groß und die Zeit zwischen den Treffen -bedingt durch berufliche Anlässe- länger als erhofft, schrieb sie mir, dass sie mich vermisse, es sich falsch anfühle neben ihrem Mann zu liegen, sie mir den Vorzug gäbe und einfach nur bei mir sein wolle. Einerseits erschreckten mich Aussagen wie diese zutiefst, andererseits fand ich Hoffnung darin, dass sich alles in die gewünschte Richtung entwickeln würde. Ich erschrak, da ich erkannte, in welch egoistischer Manier wir die Gefühle aller Beteiligten mit unserem Verhalten verletzten. Bitte urteilt jetzt nicht falsch über mich. Generell bezeichne ich mich als einen Menschen mit einem ausgeprägten Sinn für Moral und Gerechtigkeit, aber in diesem speziellen Fall hatte ich alles ausgeblendet und sah nur meine eigenen Wünsche. Wenn ich dann wieder insistierte, erfahren zu wollen, wie es um unsere Beziehung bestellt war, zog sie ihre Gefühle wieder ein Stück weit zurück und setzte eher auf die Berechenbarkeit und die Sicherheit einer langjährigen Ehe. Solche Aussagen kamen einem Schlag ins Gesicht gleich, aber ich hatte nicht den Willen und den Mut, Klarheit oder das Ende zu fordern. Der Knackpunkt lag wohl darin, zu viele Wünsche (Zweierbeziehung, Nachwuchs) gehabt zu haben, aber die Sicherheit nicht aufgeben zu wollen. Im Endeffekt hätten wir uns in immer kürzerer Zeit im schneller um diese Achse gedreht.
Wie mein 'Nachfolger' nun in diesen Kontext passt, kann ich nur folgendermaßen einschätzen: Es hat ihr gut gefallen von einem jungen Mann umworben und begehrt zu werden, 'Spaß' zu haben und Phantasien auszuleben, aber sie wird sich wohl in meinem Fall mit ihren Aussagen und Wünschen etwas vergriffen haben. Womöglich bietet ihr der 'Neue' ebenso all das, was ich ihr bieten konnte, jedoch vermeidet sie in dieser Hinsicht alle aufkommenden tieferen Gefühle und lenkt die Geschicke bewusster in Richtung Unverbindlichkeit? Dies ist reine Spekulation. Ich hoffe, wie Muzel es bereits angeschnitten hat, dass ihr Mann all dem Einhalt gebieten wird. Es geht hier nicht um die Befriedigung irgendeiner persönlichen Eifersucht, sondern darum, dass durch unsere Affäre nicht ein Freiraum (und auch kein Freibrief) für weitere geschaffen wurde. Einmal zu verziehen sollte ja machbar sein, aber danach immer wieder und wieder? Wenn ich mir vorstelle, dass sie in einem schmalen Zeitfenster dreigleisig gefahren sein könnte, dann trifft mich das noch tiefer. Ich habe ihr schließlich einen sehr hohen Stellenwert in meinen Gefühlen zugemessen. Ist es nicht natürlich, dass man sich dann das auch von seinem Gegenüber wünscht?

Es grüßt euch,

John_Keats

10.03.2013 15:58 • x 1 #5


Muzel


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Hallo John_Keats,

sie hatte Dich fest in ihrer Hand. Sie hat genau gewusst WIE sie Dich zu nehmen hat. Sie wusste genau wieviele Worte und Gefühle reichen um Dich da zu haben wo sie Dich hinhaben wollte! Sie liess Dich kommen um sich dann wieder von sich zu stoßen! Das konnte sie machen weil sie genau wusste mit was sie Dich wieder ködern konnte.

Und DU? Du bist auf ihre Spielchen eingestiegen, trotz dass Du wusstest das sie verheiratet ist und ein Kind hat. Da gibts keine Entschuldigung für Dich!

In einer normal laufenden Beziehung sollte man schon davon ausgehen, dass Geben und Nehmen ein Gleichgewicht darstellen. In ALLEN Bereichen. Aber bei Euch war nichts normal. Ihr habt Euch Beide in ein Spiel begeben, Ausgang ungewiss - jetzt ist das Spiel aus. Du bist der Verlierer und sie anscheinend die strahlende Siegerin.

Ich glaube aber an ausgleichende Gerechtigkeit und glaube und hoffe das irgendwann jemand kommt und ihr das Handwerk legt. Und dann hoffe ich von Herzen, dass ihr Mann und ihr Kind nicht gebrochen sind.

10.03.2013 16:22 • x 2 #6


psycho


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Hi john,

In meiner person ist es sehr schwierieg hier sachlich zu bleiben,
klar fühlst nun auch du dich sehr schlecht, aber erging es der anderen seite genau so.

Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, jedoch hatte meine ex etwas mit Ihrem Kollegen. Unterste Schublade ganz ehrlich.

Beziehungen mit Geschäftskollegen sind nie gut.

Ich wünsche dir trotzdem alles gute, und hoffe, dass du aus deinen Fehlern lernst.

10.03.2013 16:36 • x 3 #7


John_Keats


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Liebe Muzel,

vielen Dank für deine Sicht der Dinge. Ich stimme dir darin zu, dass sie mich ab einem bestimmten Zeitpunkt gewissermaßen nach Belieben lenken konnte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein von Anfang an durchgeplantes Spiel war! Warum hätte sie sich denn ansonsten so viel Mühe mit den kleinen Aufmerksamkeiten machen sollen? Nutzen und Aufwand standen doch hierbei in keinem messbaren Verhältnis.
Als die Beziehung in immer heißere Phasen vordrang und eine Entscheidung gefällt werden musste, fiel diese gegen mich aus! Mit dem Verhalten, das sie aktuell an den Tag legt, schadet sie mir bewusst. Sie weiß (und hier kommt deine Einschätzung wieder ins Spiel), dass sie mich damit noch mehr treffen kann und sicherlich genießt sie es derweilen auch.

Es grüßt dich,

John_Keats

10.03.2013 17:02 • x 1 #8


Muzel


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Hallo John_Keats,

rein spekualtiv gesehen: Sie war einfach gefühlsmässig ausgehungert. Ich möchte damit nicht behaupten, dass ihr Mann ihr keine Gefühle geben konnte aber in einem Familienleben Zeit für Zweisamkeit zu finden ist schon oftmals eine Herausforderung. Vielleicht braucht sie einfach se.uell mehr, viel mehr wie ihr Mann ihr geben konnte.

Dann kommst Du und machst es ihr relativ einfach. Du himmelst sie an und selbst, wenn das von ihr nicht von Beginn an so geplant war, gefällt ihr einfach jetzt was sie mit Dir veranstalten kann. Es gibt einfach Frauen (und auch Männer) die ausreizen wie weit sie gehen können. Setzt man keine Grenzen wird das Spiel endlos.

Und wenn Du weisst dass sie auch jetzt noch ihren Triumph geniesst musst Du Dir irgendwas einfallen lassen.

Du solltest versuchen Dein Pokerface aufzusetzen, lass sie NIE WIEDER spüren dass Du Wachs in ihren Händen bist. Geh ihr aus dem Weg, hämmer Dir in Dein Gehirn das sie eine verheiratete Frau mit Kind ist. Stell Dir in Gedanken ihren Mann vor wie er gemeinsam mit dem Kind weinend zu Hause sitzt.

LG

10.03.2013 17:22 • x 3 #9


John_Keats


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Liebe Muzel,

vielen Dank, dass du mir mit deinen Worten hilfst. Ich werde über Nacht zur Ruhe finden und morgen früh wieder einmal distanzierter die Dinge angehen, die mich da erwarten.

Ich wünsche dir eine gute Nacht,

John_Keats

10.03.2013 21:58 • x 1 #10


Muzel


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Gerne John, Dir auch eine gute Nacht und versuch bitte Schlaf zu finden!

LG

10.03.2013 22:02 • x 1 #11


John_Keats


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Liebe Muzel,

je mehr Zeit vergeht, desto mehr bruchstückartige Informationen werden mir von ehemaligen Kollegen zugetragen, die ich einem Puzzle gleich zusammensetzen und daraus erkennen kann, dass 'sie' ihr Spiel in haargenauer Manier mit dem Neuen fortsetzt. Es ist eine exakte Kopie dessen, was mir zuteil wurde!
Das Blockieren und Ignorieren dient einzig und allein dem Zweck, freie Hand zu haben, dabei nicht 'beobachtbar' zu sein und ebenso, mich mit Verachtung und Geringschätzung zu bedenken!

Es grüßt dich mit zerbrochenem Herzen,

John_Keats

12.03.2013 09:57 • x 1 #12


Muzel


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Lieber John,

das tut mir wirklich sehr leid für Dich!

Aber Du hast nun Gewissheit dass Du nur Mittel zum Zweck warst!

Sie wird ihr Spiel solange durchziehen bist sie ordentlich auf die Schnauze fällt! Ich hoffe wirklich, dass sie nicht noch mehr Männer so manipulieren und für sich gefügig machen kann!

Du bist jetzt am Boden aber rappel Dich auf, schau nach vorn! Draussen gibt es tolle und liebe Frauen die Dich aufrichtig lieben werden!

LG

12.03.2013 10:39 • x 1 #13


Tyra-2013

Tyra-2013


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Lieber John_Keats

ich habe ganz ehrlich nicht genau gewusst,wie sehr Männer leiden können in der Liebe.
Traurig aber wahr;ich sah immer nur die Frauen als Opfer.
Ich hoffe,Du verzeihst mir das.

Nun sind ein paar Tage vergangen und ich hoffe,dass es Dir insgesamt besser geht!

Allerdings geht es mir genauso:mit dem Untersched,dass es sich um eine Frau handelt.

Das Nicht-wissen,das Hin und Her, d a s ist das Zermürbende,destruktive an der ganzen Sache.
Man ist orientierungslos und fühlt sich verloren,wie in einem dunklen Loch.

Ich hoffe und wünsche Dir eine bessere Zeit und den Mut,diese Frau loszulassen.
Sie ist es offensichtlich nicht wert!

Schon die Aussage,betreffend ihrem Ehemann,dass Du ihr näher seiest als er,war wohl eine der drastischten Lügen!

Alles nur Gute für Dich und halte die Augen offen,denn es gibt auch für Dich eine Zukunft mit wahrer Liebe,bitte!

Tyra

25.10.2013 09:50 • x 1 #14


John_Keats


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Hallo Tyra,

vielen Dank für Deine Anteilnahme.

Ich denke nicht, dass das 'Vermögen' leiden zu können an ein bestimmtes Geschlecht gebunden ist. Es hängt eher mit dem Umstand zusammen, welchen Wert man seinem Gegenüber zumisst und wie letzten Endes die Gegebenheiten der Trennung waren.

Es ist nicht fair einem anderen Menschen die Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit vorzuspielen, von Liebe und den damit verbundenen Plänen das Bestehende umzukrempeln zu sprechen und letztlich, inmitten der Dinge, zu gehen.

Der Kummer, den das Herz bereitet, ebbt mit der Zeit zwar ab, aber der Verstand beschäftigt sich auch weiterhin mit der (nicht zu klärenden) Frage nach den Gründen.

Falls ich Dir in irgendeiner Art und Weise helfen kann, dann lass es mich per PN wissen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und viel Durchhaltevermögen für die kommende Zeit.

John_Keats

27.10.2013 20:12 • x 1 #15



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