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Immer mehr Männercoaches?

Worrior
Ich unterstelle mal jedem hier, Mann oder Frau, dass sie zum selbstständigen denken befähigt sind.
Ich sehe das ähnlich wie Führungskräfte-Coachings.
Da sind eben Skills und Gedankenansätze dabei mit denen ich mich identifizieren kann, die ich im (Berufs)Alltag anwenden kann, die mir diesen erleichtern.
Dann gibt es halt da auch Sachen mit denen ich nicht klar komme weil ich nicht der Typ dazu bin oder schon genau gegensätzliche Erfahrungen, in der Praxis, gemacht habe.
So sehe ich das auch bei solchen Coachings, das hat nichts damit zu tun blos den Rahm abzuschöpfen und sich nur die Vorteile auszusuchen.
Das hat was mit der inneren Einstellung zu tun, den Werten die man lebt, mit der eigenen Weltanschauung und dem Menschenbild welches man verinnerlicht hat.
Wer so einem Coach folgt der Abwertung verbreitet, vielleicht nur um Andere mit seinen Sumpf zu ziehen ist selbst schuld.
Das sagt mir dann dass schon die charackterliche Eignung für so ein Coaching gar nicht gegeben ist.

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WillyWichtig
Bei vielen Männern besteht eine große Verunsicherung.

Sollen sie es allen recht machen?
Wenn sie eine Frau ansprechen oder einen Spruch machen, werden die gleich angezeigt?
Ist Männlichkeit gleich toxisch?

Spätestens beim Dating kommt die Erkenntnis, als Nice Guy und Ja- Sager nicht weit zu kommen.
Solche Männer landen oft in der Frindzone.

Was nun?

Männer sind oft pragmatisch.
Wenn man selbst nicht weiterkommt, holt man sich Hilfe.
Eigentlich eine gute Idee.

Ob man hier jemanden findet, der einen wirklich weiter hilft oder nur Flöhe ins Ohr setzt, ist die Herausforderung!

x 3 #32


A


Immer mehr Männercoaches?

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ElGatoRojo
Tja - was ist "coaching"? Schon das Gespräch als Teenager in der Peergroup? Was Vater und Onkel Erich an guten Ratschlägen haben und an Erfahrung teilen? Das Gespräch mit den Kumpels am Tresen? Das Buch, das man liest?

Oder doch erst das, wofür man jemanden für Informationen bezahlt, die man durch etwas aufmerksames Umsichsehen so nebenbei bekommt? Schätze mal, wenn jemand wirklich professionelle Hilfe benötigt, ist "coaching" erine zweischneidige Sache - kann noch helfen, aber ebenso viel schaden. Aber im Ernstfall ist "Coaching" zu wenig. Im Normalfall aber eher zuviel.

x 1 #33


M
Zitat von WillyWichtig:
Sollen sie es allen recht machen?
Wenn sie eine Frau ansprechen oder einen Spruch machen, werden die gleich angezeigt?
Ist Männlichkeit gleich toxisch?

Spätestens beim Dating kommt die Erkenntnis, als Nice Guy und Ja- Sager nicht weit zu kommen.
Solche Männer landen oft in der Frindzone.

Was nun?

Tja, was nun?
Es ist heutzutage leider so, dass es Männer schwerer haben als früher. Die typisch männdlichen Rollenbilder von früher gelten nicht mehr und es ist die eierlegende Wollmilchsau zwisschen mitfühlendem Softie und entscheidungsfreudigen Alphatier gefragt, die es wohl kaum gibt.

Signalisierst du einer Frau Interesse, kann sie sich belästigt fühlen und droht dir gleich mit der Polizei. Ergreifst du nie die Initiative, bist du das zaghafte, feige männliche Wesen, das sich nicht traut.

Ich finde Werbung im TV super, denn es ist ein Spiegel der jeweiligen Gesellschaft und da ist das Männerbild, das vermittelt wird, oft unter aller Sau. So, als ob man Männer nicht für voll nehmen könnte, weil die Frauen alles besser wissen und alles im Griff haben. Das ist zwar amüsant, wirft aber doch einen bezeichnenden Blick darauf, wie Männer heutzutage eingeordnet werden, wobei man natürlich immer sehen muss, was die Zielgruppe der Werbung ist.

Ob ein Coach dabei hilfreich sein kann? Glaube ich nicht, denn es sind jede Menge schwarzer Schafe dabei, die nicht viel drauf haben, denn Coach kann sich ja jeder nennen und Geld dafür einstreichen. Und aus einem eher vorsichtigen Mann, der zweimal überlegt, ob er Kontakt zu einer Frau aufnimmt, wird kein charmanter Draufgänger.

Wer meint,dass es sinnvoll ist, kann das Angebot ja wahrnehmen und dafür zahlen. Aber ich glaube nicht, dass es einen Mann wirklich weiter bringt.

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hotte
@Ragna
Ich glaube ich verstehe deinen Punkt.... versuchen wir es mal so.. nicht sein Job ist das Problem. Er mag es sich um Menschen zu kümmern und für diese da zu sein. Das was ihm zu schaffen macht ist das kollegiale Umfeld. Es ist also nicht der Job an sich.

Dummerweise gibt es Jobs die sehr geschlechterdominiert sind... wenn eine Frau zum beispiel unbedingt auf einer Ölplattform arbeiten möchte, wird sie sich genauso in einem (potentiell für sie) herausfordernden Umfeld befinden.

Trotz dieser wiedrigkeiten den Job der einem so viel bedeutet aber weiter auszuführen ist in meinen Augen auch ein Zeichen von stärke.

Ich glaube tatsächlich das es immer schwieriger wird eine Diskussion über Geschlechterverhalten / -rollen / -ideale in einem ruhigen Rahmen zu führen ohne das irgendwas polarisiert. Und bitte nicht falsch verstehen.. ich weiß das es genug idioten (in beiden Lagern) gibt Zwinkerndes Gesicht

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Ragna
Zitat von hotte:
Das was ihm zu schaffen macht ist das kollegiale Umfeld. Es ist also nicht der Job an sich.

Ungesehen, ich koche zum Beispiel sehr gerne, würde jedoch niemals nie in einer Küche arbeiten wollen, da es dort oftmals unter aller Sa ..u zugeht und dort oftmals cholerische Menschen ihr Ego ausleben.
In einem Umfeld, was eher links woke dominiert ist, ist es als Mann mitunter schon eine Herausforderung zu arbeiten.
Jedoch, wenn er da fachlich 1A unterwegs ist, würde ich den Mitarbeitenden klar zu verstehen geben, bellt einen anderen Mond an, hier geht es in die Arbeit nicht um eure persönliche individuelle Lebensweise.

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Arella
Gerade ein Mann als Sozialarbeiter, das fände ich komplett wichtig und sinnvoll. Gemischte Teams arbeiten effektiver, nicht unbedingt in jedem Bereich aber ich denke in dem Bereich auf jeden Fall. Dort müssten sich dann bitte die Frauen auch darauf einstellen, auch der Sicht des KolllegEN zuzuhören. Auch wenn das Segment sehr von Frauen dominiert ist.

Sozialarbeit betrifft ja nun mal auf die Männer. Wenn das dann nur immer Sozialarbeiterrinnen sind, wird quasi ein ganzer Teil der Gesellschaft nur mit der weiblichen Sicht konfrontiert.
Das ist im Bereich Psychologie genauso. Dort streben ja zum größten Teil Frauen in die Berufe, ich denke aber, dass es Männern auch gut tut, auch Therapeuten zu finden und nicht nur Therapeutinnen. Also immer nur mit der weiblichen Sichtweise gesehen zu werden.
Den männlichen Part kann man dann aber nicht mehr sehen, wenn Berufe so geschlechtsspezifisch ausgelastet werden, durch Personal, was nur einem Geschlecht angehört.

x 2 #37


ElGatoRojo
Zitat von Margerite:
ch finde Werbung im TV super, denn es ist ein Spiegel der jeweiligen Gesellschaft und da ist das Männerbild, das vermittelt wird, oft unter aller Sau. So, als ob man Männer nicht für voll nehmen könnte, weil die Frauen alles besser wissen und alles im Griff haben.

Nun ja - erstens eben die Zielgruppe = man will Frauen etwas verkaufen bzw. Frauen beeinflussen, die ihren Partner bneeinflussen, etwas zu kaufen. Und dann auch viele Frauen in den Werbeagenturen, oft genug eher woke und linklsorientiert unterwegs, im Zeitgeist mitschwimmend

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Ragna
Zitat von ElGatoRojo:
Nun ja - erstens eben die Zielgruppe = man will Frauen etwas verkaufen bzw. Frauen beeinflussen, die ihren Partner bneeinflussen, etwas zu kaufen. ...

Unterhälst du dich mit deinen Freunden nicht über das neueste Wäscheparfum?

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hotte
Zitat von Ragna:
Unterhälst du dich mit deinen Freunden nicht über das neueste Wäscheparfum?

Oh mein gott.. meinst du das neue mit blumenduft... da hab ich neulich bei einem linksgedrehten soja-matcha-latte mit meinen besties drüber gesprochen....

P.S: Sorry fürs O.T:... ich konnte einfach nicht wiederstehen....

x 1 #40


QueenA
Den Gedanken mit gemischten Teams finde ich grundsätzlich sinnvoll. Unterschiedliche Perspektiven können gerade in der Sozialarbeit oder Therapie wirklich hilfreich sein @Arella.

Gleichzeitig glaube ich, dass es weniger nur um „männlich“ oder „weiblich“ geht, sondern darum, ob man sich verstanden fühlt. Für manche Männer kann es leichter sein, mit einem Mann zu sprechen, für andere ist es vielleicht genau umgekehrt und sie fühlen sich bei einer Frau besser aufgehoben und/oder fachlich sehr gut verstanden.
Am Ende ist entscheidend, dass Menschen die Unterstützung bekommen, die für sie persönlich passt.

x 1 #41


hotte
Zitat von QueenA:
Den Gedanken mit gemischten Teams finde ich grundsätzlich sinnvoll. Unterschiedliche Perspektiven können gerade in der Sozialarbeit oder Therapie wirklich hilfreich sein @Arella. Gleichzeitig glaube ich, dass es weniger nur um „männlich“ oder „weiblich“ geht, sondern darum, ob man sich verstanden fühlt. ...

Guter Punkt... dafür muss aber auch das angebot da sein....
ich habe bislang immer weibliche Therapeuten gehabt weil ich in der Regel mit Frauen besser kommunizieren konnte.

Nun bin ich mit meiner letzten Therapeutin übereingekommen das ich die (Verhaltens-)Therapie bei ihr beende und mir nen männlichen Therapeuten suche der tiefenfundiert arbeitet um meine innere kind thematik ein für alle mal in den Griff zu bekommen.

Die suche ist ganz schon schwierig, weil hier in der Gegen kaum männliche Therapeuten verfügbar sind.

Ähnliche gestaltet es sich in vielen Bereichen... Kindergärten, Schulen, Kinderhorte, Sozialarbeit, Krankenpflege... all das sind deutlich weiblich dominierte Berufe und speziell die ersten 3 sind auch noch relevant für die Kindliche Entwicklung.

x 2 #42


Arella
Wenn Sozialarbeiter nötig sind, dann sind Männer in Konfliktsituationen. Männer, die vielleicht kein gutes, männliches Bild lernen konnten.
Die mit einem Heer von SozialarbeiterINNEN allein zu bearbeiten, tja, da wird die männliche Seite aber ordentlich „durchgemuttiet“.
An einem nachhaltigen Effekt, habe ich leise Zweifel.
Wenn die Emotionsarbeit durchgeweiblicht wird.

Beide Geschlechter sollten dort zusammen spielen. Das wäre durchaus eine Entwicklungsaufgabe für die Zukunft.
Wäre für mich allerdings auch sinnvoll, dann auch Männer für den sozialen Bereich zu begeistern, die vielleicht auch wirtschaftliche Aspekte, einer Marktwirtschaft schon erlebt haben, und nicht komplett in der Staatswirtschaft aufgewachsen sind. Da Männer, die in Konfliktsituationen kommen, nun einmal Produkt ihres Systems sind, und das war bisher ein auf Wirtschaft und auf Wohlstandserreichung ausgerichtetes Gesellschaftsmodell.
Diese grundlegenden Aspekte verschwinden ja nicht einfach aus den Köpfen, da sie auch das Bild von Wertigkeit und Mann sein bestimmt haben.

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T
Nur weil das Thema gerade aufkam: Ich war längere Zeit bei einer Therapeutin und aktuell bin ich bei einem Therapeuten. Beides ist unterschiedlich, ich kann nicht sicher sagen, ob es in der Persönlichkeit oder dem Geschlecht angelegt ist. Ich konnte mit der Therapeutin manchmal offener reden, weil sie mich mehr "durchschaut" hat (positiv gemeint), das hat es mir teilweise auch erleichtert, mich zu öffnen. Dafür fühle ich mich von dem Therapeuten teilweise besser verstanden, wenn es um Themen geht, die Beziehungen, Partnersuche und so was betreffen und er ist schneller mal dabei sinngemäß zu sagen "Ich sehe, wie sie das empfinden, aber Sie schaffen das. Wir alle kommen über Dinge hinweg" (nicht auf Frau - Mann Dinge beschränkt) . Beides ist wertvoll.
Nur meine Erfahrung, kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

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Worrior
Gibt es tatsächlich mehr Sozialarbeiterinnen statt Sozialarbeiter?
Ich hab da keine Zahlen aber die Streetworker z. B. dürften doch überwiegend Männer sein, oder?

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A


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