Zitat von DieSeherin: ich kann da wirklich verstehen.
Ich kann sie schon auch verstehen. Vielleicht aber aus einer anderen Sicht.
Sie hofft, dass eben der Aha-Moment kommt und dann ist alles wie zuvor. Es war ja mal gut, viele Jahre. Und wenn sie diese Situation überstehen, also SIE überstehen, wird alles wieder wie vorher. Und weil es ja mal gut war, weil er sich ja mal für sie entschieden hat, mit Ehe, Kinder und allem drum und dran, kann er das ja gar nicht so meinen, was er grad tut und erzählt.
So einfach ist das aber nicht.
Ich sehe das Problem eher darin, dass das Thema für immer zwischen ihnen steht, auch wenn er es tatsächlich schafft das abzuhaken und bei ihr zu bleiben. Dianina wird das immer im Hinterkopf haben, es wird weiter in ihr arbeiten, das Vertrauen ist beschädigt. In der jetzigen Akutphase kann sie das noch nicht begreifen. Aber das Thema ist noch lange nicht ausgestanden. Und wenn es das tatsächlich für ihn mal ist (wobei ich glaube, dass es das nie ist, solange sie sich irgendwo immer wieder treffen), an Dianina wird es nagen und bleiben. Jede Minute später, jede Ungereimtheit, jede Frau, mit der er sich länger oder allein abgibt wird zum Problem für ihr Seelenheil werden. Solange es nicht miteinander klar und offen besprochen und mit dem Willen beider gelöst ist. (Und ich glaube eben nicht, dass er jemals Interesse daran haben wird, dass noch rückwirkend zu tun, wenn es jetzt schon keine Konsequenzen hat und er damit durchgekommen ist. Warum noch hinterher in Wunden bohren?)
Weil eben nicht DIESE Frau ist, sondern in ihrer Ehe und in ihrem Selbstwert begründet liegt.