SchlittenEngel
Gast
Zitat von Wurstmopped:
Siehst du, so einer Denke kann ich nicht folgen.
Verantwortung für Kinder zu übernehmen, bedeutet nicht, sich selbst aufgeben zu müssen, auch wenn das "landläufig" so erwartet wird.
Erst einmal übernimmt man Verantwortung für sich selbst, achtet auf die physische und psychische Gesundheit um dann der Verantwortung den Kids gegenüber gerecht werden zu können.
Bestreitet das irgendjemand?
Natürlich ist jeder erst mal für sich selbst verantwortlich. Natürlich haben auch Eltern das Recht sich zu trennen, glücklich(er) zu sein. Niemand ist gezwungen, sich für seine Kinder zu opfern.
Das habe ich aber auch von niemand gelesen.
Mir zumindest geht es lediglich darum, dass die pauschale Aussage " auch für die Kinder ist es immer besser, wenn sich Eltern in lieblosen Beziehungen trennen" so schlicht falsch ist.
Es gibt zig Faktoren, in beide Richtungen, die das mitentscheiden ( und viele der genannten gehören dazu nicht)
und es sollte einfach zumindest bewusst sein, dass die - für sich gesehen völlig legitime - Entscheidung eines Elternteils, das eigene Glück zu priorisieren nicht automatisch auch die bessere für die Kinder ist, sondern leider rein statistisch eher nicht.
Auf hier konkret bezogen, ist es natürlich nicht optimal, dass da ein Vater sitzt der geistig oft abwesend und der Mutter gegenüber gleichgültig ist. Aber er ist den Kinder zugewandt, unternimmt mit ihnen usw, das System besteht weiter- daher wäre er im Moment, wahrscheinlich, auf die Kinder bezogen, eher ein Plus als ein Minus.
Wenn Dinania und ihr Mann anfangen zu zanken und sich zermürben, die Kinder tatsächlich reinzuziehen, wird das kippen, dann ist sein Bleiben gegebenenfalls auch für die Kinder eher schädlich.