Zitat von KuddeI7591: Margerite sprach von einer allgemeinen Entwicklung....und die kann nun mal niemand von der Hand weisen.... und war zuvor schon mehrfach Thema in diesem Thread.
Ich denke auch diese Entwicklung kann man nicht von der Hand weisen. "Das kann weg!" ist modern und salonfähig geworden. Längst.
Eins muss man auch bedenken, wenn man wie es hier tatsächlich ständig vorkommt, zu schnellen Trennungen rät:
Einerseits heißt es, das sei so viel besser für die Kinder - denn da lernen sie ein gesünderes Beziehungsverhalten.
Ok, wie mehrfach geschrieben wurde: in Fällen mit häuslicher Gewalt (körperlich oder psychisch) ist das sicher der Fall! Oder wenn es einem oder beiden Elternteilen sehr schlecht geht.
Aber was lernen sie sonst..?
Ist nicht perfekt - ach, kann weg, gibt ja besseres!
- Genau so machen es dann später auch viele. Lernen am Vorbild...
Der Gedanke, dass man gemeinsam Probleme und auch größere Krisen bewältigt - wird immer uncooler und altmodischer.
Der Partner soll "das Sahnehäubchen" sein, die "Kirsche auf dem Kuchen" - nicht mehr das gleichwertige Gegenüber mit dem man gemeinsam lernt und sich entwickelt und auch schwierige Zeiten bewältigt.
Ja, alles eine Frage der Entwicklung.
Natürlich ist es besser, dass Menschen heute die Wahl haben, sich aus brutalen oder sehr ungutes Beziehungen zu befreien.
Ist heute alles besser?
Nein. Es wird auch viel weggeworfen, was noch gut zu retten gewesen wäre, weil keiner mehr Bock und Zeit hat, lieber schnell was Neues suchen... ein neuer Besen kehrt besser... schnellerer Kick, mehr Glitzer usw...
Für viele geht dieses Spiel daher auch immer wieder von vorne los.
Wie gesagt, hat ja Vorteile, dass man sich leichter trennen kann - und in Fällen, wo es wirklich unglücklich läuft ist das natürlich die einzig sinnvolle Option.
Aber ein kritischer Blick darauf muss auch erlaubt sein... es wird einfach auch wahnsinnig viel mit Füßen getreten, aus Bequemlichkeit, Egoismus und Faulheit. (Da möge sich bitte überhaupt niemand hier persönlich angesprochen fühlen, ich weiß bei den allermeisten hier nicht auswendig was zum Ende der Beziehung oder Ehe geführt hat- das soll insofern absolut kein Seitenhieb gegen einen hier Mitschreibenden sein. Ich gehe schon davon aus, dass die allermeisten, die hier sind sehr gute Gründe haben und sich ganz offensichtlich mit dem Verarbeiten nicht so leicht tun - wer es locker nimmt und wem es egal ist, der ist jetzt auf der Piste und genießt sein Leben, nicht hier im Forum...)