Zitat von Sternennacht:Hallo!
Ich möchte nicht meine Geschichte erzählen warum es so ist, mir geht es allein um die körperlichen Auswirkungen. Ich erfahre nach 20 Jahren einfach keine Zuneigung, Liebe und körperliche Nähe mehr durch meine Partnerin. Das Gefühl wirklich gebraucht zu werden, körperlich und psychisch ist weg. Man hat "körperlichen" S., aber das ist es nicht was ich so vermisse.
Ich bin seit Jahren permanenet kränkelnd. Habe vorallem eine ständige Übelkeit, Verdaaungsbeschwerden, Gereiztheit, Antriebslosigkeit, Magendrücken. Da ich selber "vom Fach" bin habe ich somatisch bereits alles ausgeschlossen. Für meine Stimmung bin ich medik. selbstbehandelt.Stimmung ist besser, aber ich habe immer wieder diese funktionellen Darm und Magenbeschwerden. Sie sind also nicht Ursache einer leichten Depression. Reizdarm schliesse ich von der Dauer und Verlauf der Symptome aus.Wache morgens oft mit Übelkeit auf.
Mich würde einfach interessieren, ob es hier jemanden gibt, der dieses Gefühl der fehlenden echten Zuneigung auch kennt und selbe Symptomatiken kennt. Bitte keine Tips der Trennung, Partnertherapie oder Arztkonsultation! Würde mich über einen Austausch freuen.
Hallo Sternennacht,
gern schildere ich dir meine persönlichen Erfahrungen.
Ich ( weiblich, 56l) litt vermutlich ( damals kannte sich damit noch niemand aus) seit meiner Kindheit an einer " Angststörung"
Wohl im Rahmen einer PTBS , wie ich aber erst seit ca.13 Jahren weiß.
Wodurch die PTBS lassen wir mal beiseite.
Im Alter von 28 Jahren war ich verheiratet und Mutter von 2 Kleinkinder.
In dieser Zeit formierte sich zuerst schleichend,dann nahezu täglich eine Übelkeit ,vorallem morgens, und im Weiteren die von dir beschriebenen Symptome.
Ständig fühlte ich mich kränklich.
Dadurch hab ich sehr viel Ablehnung ( Unverständnis) bekommen.
Diese Ehe zerbrach nach 4 Jahren.
Ich hatte nicht aus Liebe geheiratet...
Diese Symptome quälten mich jahrelang. Mit ca 36 erstes Antidepressivum( citalopram), weil man ne Depression als HAUPTSACHE vermutete.
Hab das Zeug nicht vertragen, hat auch nicht geholfen. Appetit schlecht, Befinden naja...
Ich kämpfte mich so durch, bis der neue Dorfarzt zum ersten Mal das Wort " generalisierte Angststörung "
erwähnte.
Ich kam stationär, dort kam im Verlauf der 7 Wochen die Diagnose der PTBS dazu.
Diverse psychotherapien später, ich hatte mehrere Antidepressiva ausprobiert, bekam ich 2011 , da war ich bereits 47 Jahre,
ein Medi dass sich vorallem die Angst kümmert.
Seit dem Übelkeit verschwunden, diese ganzen Symptome wesentlich gemildert.
Ich weiss, es ist jetzt nicht 1:1 mit Deinem Fall vergleichbar
Was ich eigentlich sagen will, es wurde ca 10 Jahre nicht erkannt, an was ich litt.
Diese Angststörung löste letztlich einen phobischen Schwindel aus.
Der war der Auslöser, warum ich damals dieses Medi probierte, meine letzte Hoffnung damals.
Nun noch zu dir, dein Gedanke, dass die fehlende Zuneigung deiner Frau Grund für diese quälenden Symptome sind, darf man schon hinterfragen.
Sicherlich trägt es dazu bei, aber die Ursache liegt womöglich viel tiefer in dir?
Das Medi heisst übrigens Opipramol, kommt aus der Schweiz, ist seit ca 50 Jahren erprobt.
Soll eigentlich nicht auf Dauer genommen werden. Als Fachmann wirst du das wissen.
Nehme es seit 9 Jahren, ohne Probleme oder NW.
Hoffe meine Erfahrung kann dir weiterhelfen.
Vielleicht ist ein puzzleteil dabei.
Alles Gute dir!
