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Seelische und körperliche Symptome - Bestandsaufnahme

jean2011

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hi schmerz und erfahrungsgefährt/innen

ich weiß, dieses thema kommt schon in einigen threats vor, aber nicht isoliert, also ich würde gern mal vergleichen, was es so an "syptomen" gibt und wielange die anhalten (ohne damit jemandem angst zu machen), ich bin mir einfach unsicher, wielange sowas gehen darf weil ich solche körperlichen symptome nicht kenne, jedenfalls nicht über wochen und monate, darum fänd ich es hilfreich, auszutauschen, was wielange etc.......
und ich fange mal an mit :
am anfang : eher aggressionen ca. 2-3 wochen dann eher depressionen halten schon 7 wochen an, schlagen auch nicht mehr um in aggros, körperliche mattigkeit, manchmal schwer, einen schritt vor den anderen zu setzen, besonders bei der arbeit, durchfall ca. 3 wochen immer wieder mit magen oder darmgrummeln, ängste, habe angst, dass ich sterbe weil diese eine "so besondere" verbindung weg ist, sie mich tötet.....ich weiß blöd ist aber so. wenn mich jemand drauf anspricht und mir wirklich zuhört, möcht ich gleich heulen. ausgebrannt irgendwie.

so nun ihr, wenn ihr mögt. und gute besserung

euer jean2011

19.05.2011 23:59 • #1


Ilse


Wie lange so was geht frage ich mich auch! Gehen darf, glaube ich kann man nicht sagen, das wird von jedem selbst und der Situation abhängen. Bei mir sind es jedenfalls schon fast 9 Monate! Und gestern war leider wieder ein ganz besonders schlimmer Tag! Es kam wieder alles zusammen. Körperliches Unwohlsein mit allem was dazugehört, wie du schreibst die Angst, nicht schlafen können, Heulkrämpfe... Ich wünsche und hoffe es hört wirklich bald auf, denn Hoffnung auf eine 2. Chance besteht wirklich nicht mehr. Das hat er oft und klar genug gesagt. Auch da jetzt mir der "Neuen" ja alles so einfach ist. Bin mir auch "manchmal" nicht sicher ob ich es wirklich noch mal möchte. Leider nur manchmal! Ich hoffe nur dass diese Schmerzen, Gedanken, Angst, Antriebslosigkeit, Unsicherheit bald aufhören. Ich aus diesem Sumpf bald rauskomme! Freue mich über jede noch so kleine postive Nachricht die ich hier von Leidensgenossen lese und denke dann vielleicht geht es bei dir auch bald aufwärts. Also Geduld und Hoffnung dann werden wir das schaffen!

20.05.2011 07:34 • #2



Seelische und körperliche Symptome - Bestandsaufnahme

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Hangover

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Hm...
Anfangs war's tatsächlich häßlich: Magenkrämpfe, Kopfschmerzen, Übelkeit, Klammer um den Brustkorb, zitternde Beine, eine Art taubes Gefühl im ganzen Körper,...

Das meiste hat bei mir, bis auf das ab und an wiederkehrende taube Gefühl überall, erfreulicherweise nach ca. 3 Wochen aufgehört. Die Beklemmung um den Brustkorb (-> ums Herz) kommt immer dann wieder, wenn es mich ins Loch zerrt.
Bin heilfroh, dass ich ansonsten mein Normalgewicht wieder habe und genug Energie für Sport und Alltag aufbringe.
Es geht wie immer um Loslassen und das Erlangen einer gewissen Normalität, damit das Leben auch weitergehen kann.

Zu kämpfen habe ich mit dem morgendlichen Blues, der mich gerne vor den verdammten Langschläfern von *beep* ereilt.
Dass ich teilweise um 4h aufwache, führt zu Schlafmangel. Und nervt.

@Ilse:
9 Monate? Wird Zeit, das langsam mal abzuschütteln, meinste nicht auch?

Du bist Dir "manchmal" nicht sicher, ob Du ihn zurück nähmest, wenn er denn jetzt noch ankäme, was er aber nicht und nirgends signalisiert?

Lies den Satz ein paar mal, und dann beantworte Dir die Frage, wo der Fehler darin ist.

20.05.2011 07:46 • #3


Ilse


Ja, ich weiß dass es Zeit wird, doch habe auch eine Vorgeschichte die das Ganze erchwert!
Das Manchmal bezieht sich darauf, dass ich leider nur ganz selten kurze Lichtblicke habe in denen ich mir sage es ist besser so. Ich weiß auch, dass er nie zurückkommen wird, doch ich kann es immer noch nicht verstehen und deshalb fällt mir auch das Loslassen so schwer. Immer wieder frage ich mich warum? Hier doch auch nicht alles nur Sch... sonst wäre er nicht fast 6 Jahre hier gewesen. Ich habe einfach Angst, habe Angst mein Leben noch mal ganz neu zu sortieren, noch mal bei 0 anzufangen. Ich habe auch bald keine Kraft mehr dafür.

20.05.2011 08:03 • #4


Hangover

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Kann ich alles wirklich gut verstehen, Ilse.
Vor allem das vermaledeite 'Warum', das einen permanent umgibt. Ich kann auch nicht verstehen, wieso nach 8 Jahren auf einmal alles vorbei sein konnte.

Aber wir können es doch nicht ändern!
Also müssen wir damit leben.
Akzeptieren --> Loslassen.

Und Kraft hast Du deshalb nicht mehr, weil Du sie im Augenblick nicht da einsetzt, wo sie hingehört: In die Neuordnung Deines Lebens!

Du verballerst anscheinend so viel Energie, dem Vergangenen nachzutrauern, dass der Blick nach vorne Dir den Rest gibt.
Ich kann Dir versichern, dass jeder weitere Schritt nach dem ersten leichter wird, wenn Du merkst, dass es tatsächlich ein Leben ohne ihn gibt.

Angst ist hilfreich, um uns wachsam zu halten in einer bedrohlichen Situation. Aber wenn sie nicht nachlässt, sondern chronisch Dein Begleiter wird, dann läuft was schief...

20.05.2011 08:11 • #5


Ilse


Oh ja, ich weiß. Er sagte oft: Angst fressen Seele auf, mich hat sie schon komplett aufgefressen. Habe auch schon sehr viel versucht, doch bisher leider ohne Erfolg. Und leider läuft nicht nur was, sonder alles schief. Das erzeugt dann wieder eine andere Art von Angst. Ich kannte das von früher nicht, Mein Spruch war immer, es wird Abend und Morgen als sei nichts passiert und genauso geht es auch immer weiter, irgendwie. Doch der Umstand wie und alles drum und dran hat mich so aus der Bahn geworfen dass ich nicht weiß wie ich wieder einen Fuß auf den Boden bekommen soll. Sicherlich sind es auch viele Sachen von früher die mitspielen und vielleicht ist auch deshalb diesmal alles so schwierig, doch wann kommt endlich das Licht am Ende des Tunnels.

20.05.2011 08:25 • #6


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Du bist hoffentlich mit einem Profi in Kontakt, der Dir hilft?

20.05.2011 08:28 • #7


Ilse


Ja, habe schon viele Sachen probiert, doch bis jetzt leider nicht mit durchschlagendem Erfolg. Mit demProfi das ist so eine Sache, Wartelisten und dann war ich bei einer endlich dran, doch die brauchte sicherlich selbst genauso dringend eine Therapie wie ich. Jetzt habe ich jemanden gefunden den ich aber priv. bezahlen muss, und das kann ich mir auch nicht ständig leisten, ansonsten stehe ich noch auf 2 Wartelisten, doch wann da endlich mal was in die Gänge kommt ist fraglich. Doch auch in der Beziehung sage ich mir ständig: Die Hoffnung stirb zuletzt!

20.05.2011 08:35 • #8


abraxa


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Oh ja das alles kenn ich auch, sich erbrechen zu müßen, Apetitlosigkeit, Durchfall, Lustlosigkeit vom feinsten, ich mach nur noch das nötigste. Schlafen könnt ich 24 Std. Kann ich aber schlecht.
Gott sei Dank habe ich diese Gefühle immer nur ein paar Tage bis ich es schaffe drüber weg zu kommen. Kommt das nächste Ding von Ihm kommt auch alles andere wieder.

Diese Durchfall und Erbrechen müssen Sache nehm ich so hin das mein Körper den "ganzen schei." raus lassen will.

Ich nehm das alles so hin wie es kommt und achte auf meinen Körper und meine Gefühle.
Und meistens geht es mir besser dann. Wenn ich nichts von dem verdränge. und dem zustimme und sage ja das darf sich jetzt so anfühlen.

Lg Sassi

20.05.2011 08:51 • #9


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Uff.
Ich bin heilfroh, dass ich nicht mehr völlig am Rad drehe...


@Ilse:
Daumen werden gedrückt.

20.05.2011 09:07 • #10


BigCityGirl


Guten Morgen Ilse, ich hab mir schon die gleiche Frage gestellt weil ich einfach kein Licht am Ende des Tunnels seh, ja eigentlich das Ende selbst noch nicht sehe. Aber ich fürchte da gibt's keinen Generalverlauf. Ich habe jetzt das Buch von Doris Wolfe bestellt, welches angeblich gut durch die einzelnen Phasen helfen soll. Wie lange die jedoch sind und wie intensiv, hängt von unserer Persönlichkeit und Vorgeschichte ab. Im Gegensatz zu Dir, hab ich gar keine Agressionen. Dafür fehlt mir schlicht die Kraft-Gründe dafür hätte ich genug, glaub mir. Liebst Du ihn denn noch? Ich will meinen Ex eigentlich nicht zurück, weil zuviel vorgefallen ist. Das kommt vom Kopf. Aber ich liebe ihn noch wahnsinnig. Tja, wie soll man so abschliessen können? Die Beziehung davor war eine 10-jährige Fernbeziehung, d.h. mein Herz ist auf wenig Kontakt und längeren körperlichen Entzug trainiert. Es wird diese Liebe noch sehr lange am Leben halten.

Noch will ich es alleine schaffen, aber ich denke es kommt auch bei mir der Tag an dem es nicht mehr geht. Deinen Schritt Dir Hilfe zu holen finde ich gut und richtig. 9 Monate ist eine lange Zeit aber noch völlig im Rahmen-denke ich. Setz Dich nicht unter Druck. Unterdessen hol Dir hier Hilfe und Zuhörer. Hätte nie gedacht, dass mir das soviel bringen kann.

20.05.2011 09:15 • #11


Ilse


Hi BCG
Oh ja, ich liebe ihn noch und er fehlt mir sehr. Er ist immer noch Tag und Nacht in meinem Kopf und alles hier erinnert mich an ihn, jede Situation am Tag ruft wieder eine Erinnerung hervor. Er ist der Mann mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen wollte. Für den ich... Leider habe ich auf das falsche Pferd gesetzt wie man so schön sagt und ich habe Angst daran kaputt zu gehen.

20.05.2011 09:25 • #12


lieblos


ich bin einfach kräftemäßig neben mir. ich schlafe viel, schlafe wenig, müde bin ich immer. ich habe kaum kraft für anderes, aber ich bewältige den alltag inkl. arbeit und haushalt halbwegs gut.

immer wieder bin ich schlagartig todtraurig, ich denke an sie, vermisse sie, denke, es geht nicht ohne sie, spüre und weiß, da ist nichts - und dann? tränen. manchmal heulkrämpfe. dann geht es mir besser, aber es ist auch nach vier monaten noch zu oft ... alle paar tage, dass mich dieses schwarze loch einfängt.

oft genug zittern mir die hände, geht es um liebe und partnerschaft, sehe ich sie vor mir und will einfach nicht mehr sein. ich habe ehrlich noch nie einen solchen seelischen schmerz gefühlt.

20.05.2011 09:34 • #13


norwid68


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es wird kein patentrezept geben, jean.

bei scheidung nr 1. hatte ich heulanfälle, war 2 wochen krank geschrieben, habe mich nicht mehr unter die leute getraut um nicht weiter verletzt zu werden.... ich zermarte mich auch monatelang mit der "warum" frage , bis ich sie lösen konnte. ich hatte suizidgedanken, dachte oft beim autofahren auf der landstraße, jetzt nur mal kurz vollgas und hart am lenkrad ziehen und ich habe ruhe. ist quatsch,warum wegen ner sch*ampe sich ins jenseits befördern, außerdem braucht mein junior mich. ich habe im traum die exe und stecher x-mal auf verschiedendste arten um die ecke gebracht...wurde allerdings auch von denen verfolgt, etc. ich habe rund 5monate gebraucht, bis ich wieder bereit war einigermaßen ins normale leben zurückzukehren und ich habe mir geschworen: so leide ich NIEMALS wieder...

und das stimmte auch:

bei trennung 2 ging es mir genau eine woche körperlich richtig schlecht. danach herschte oft diese tumbe im keller sitzen gefühl vor..
aber das wurde besser, ich hatte viele gute gespräche mit wirklichen freunden, einige hatte ich lange nicht gesprochen und ich habe mich hier angemeldet. es wird schon noch ein wenig dauern ,bis ich wieder wirklich
so im leben stehe, wie ich es mir vorstelle, aber ich auf dem richtigen weg, und das nach 1 1/2 Monaten. da bin ich stolz drauf..

20.05.2011 09:42 • #14


BigCityGirl


Nein, Du wirst nicht daran kaputt gehn. Aber es fühlt sich so an. Ich wünsche mir manchmal ich würde daran zerbrechen, einfach knacks das Herz ganz durch damit Ruhe ist und ich diesen Schmerz nicht mehr ertragen muss. Ich habe das Gefühl keine Zukunft mehr zu haben. Verdammt, wir hatten uns ein Haus ausgesucht und über die Namen der Kinder spekuliert...alles weg.

Bei mir ist die Trennung noch immer nicht angekommen. Ich glaube es einfach nicht. Dabei ist es 2 Monate her und ICH bin gegangen. Ich fürchte ich hänge immernoch in Phase 1 fest. Wenn man Frau Wolfe und ihrem Buch Glauben schenken darf, bist Du in Phase 2. Hey, bedeutet das nicht Fortschritt? [/i]

20.05.2011 09:42 • #15



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