Zitat von B747: Macht wirklich sinn aber ich hab ich diesem Moment nicht drüber nachgedacht.
Das ist ganz oft so, und nicht verwerflich. Aber wenn man in diesen Dingen etwas aufmerksamer ist und etwas klarer und direkter kommuniziert tut das sehr viel für die Beziehung und sogar die Bindung als solche.
Zitat von B747: Ist auch ein großer Punkt sie sieht ihre Familie als Minderwertiger gegenüber meiner was wirklich Käse ist mir geht es gar nicht um sowas.
Das spielt dann oft noch mit rein. Wäre alles wichtig, zu bearbeiten, gerade wenn die Empfindungen so unterschiedlich sind. Es wäre einfacher, wenn deine Frau dir das wirklich glauben und es dadurch etwas lockerer sehen könnte. Dass sie es obwohl du es sicher immer wieder beteuerst, nicht glauben kann, ist nicht deine Schuld und auch nicht ihre, sondern der ganzen verfahrenen Situation geschuldet.
Zitat von B747: Da kommt noch was dazu, will nicht das es zu weit führt... meine Eltern wollten den Kinderwagen für das Baby kaufen, ihr Vater auch aber meine Eltern hatten es eher gesagt. Er sagte dann direkt er kauft das Bett. Hatten ein Kinderzimmer gekauft und ihm gesagt was das Bett macht und Bankdaten er wollte es direkt Überweisen und es kam nichts.. finde es nicht wild weil ich mein um was reden wir hier? Mir ist das eh unangenehm unsere Fürze da kauf ich lieber selbst.. aber das war ihr unangenehm.
Ja, lauter so kleine Themen sind es dann, die mit hinein spielen, und es für deine Frau wahrscheinlich sehr schwierig machen. Vor dem Hintergrund dessen, was sie erlebt hat und wie sie heute versucht, damit umzugehen.
Zitat von B747: Nein tatsächlich nicht weil sie dahingehend immer sehr abgeklärt ist.
Abgeklärt zu wirken bedeutet leider nicht, dass man Dinge wirklich verarbeitet oder losgelassen hat. Das ist hier ganz offensichtlich auch nicht einmal annähernd der Fall.
Zitat von B747: Ich weiß ich hab meiner Frau keine Chancen zerstört sie weiß das auch. Sie hatte bloß nie Ambitionen.
Danke, das wollte ich hören.
😉Dann ganz schnell raus, aus dem Büßerhemd, du böser Mensch.
😉Bitte versteh mich nicht falsch: du hast sicher Anteile an dem, was zwischen euch gelaufen ist, aber ich fürchte im Vergleich zu dem, was zwischen deiner Frau und ihren Eltern gelaufen ist, sind die verschwindend gering, wenn sie heute noch so massiv darunter leidet und zu beiden Elternteilen so ein schlechtes bzw. gar kein Verhältnis mehr hat.
Zitat von B747: Aber mir ist echt nicht klar, das ihre Familie da einen Anteil hat. Dachte es wäre eben sie mit Interessen- und Ideenlosigkeit.
Inwieweit ihre Familie "schuld" an der nicht existenten Karriere ist (wie auch immer man Karriere für sich selbst definieren mag), ist von außen schwer zu beurteilen.
In jedem Fall ist die Familiendynamik aber sicher die Wurzel eurer Beziehungs- und Eheprobleme, und nicht die "fehlende Karriere".
Hättest du diese Dinge, die du heute geschrieben hast vor einem Jahr geschrieben, hätte ich dir das da schon gesagt.
Das, was deine Frau da mitträgt, diese Hypothek an seelischen Verletzungen, Wunden die sicher nicht verheilt sind und Enttäuschungen... das belastet eine Beziehung selbst dann, wenn kein einziges Wort offen darüber gesprochen wird.
Natürlich sind Menschen unterschiedlich, und mancher geht so damit um, und mancher so.
Aber deine Frau hat eben ihre Strategien und Wege gefunden... und eigentlich wäre es eine Aufgabe für einen echten Therapeuten, da mal näher hinzusehen, was eigentlich gelaufen ist und wie und warum sich das alles heute auswirkt.
Aber gegen ihren Willen geht das selbstverständlich nicht, die Erkenntnis, dass sie ihr Leben glücklicher gestalten könnte, wenn sie diese Dinge aufarbeiten würde, der Wunsch, müsste natürlich aus ihr selbst kommen.
Zwingen kann man (glücklicherweise!) niemanden dazu.
Allerdings möchte ich dir in Anbetracht der Situation gerne raten: bleibe du gut bei dir! Achte gut auf dich und sorge für dich.
Es ist sehr gut und sehr wichtig, dass du deine Frau unterstützt soweit es möglich ist und soweit sie es zulässt.
Doch du wirst ihre Probleme mit der Herkunftsfamilie nicht lösen können. Du musst im Gegenteil aufpassen, dass du selbst dich nicht darin verlierst.
Zitat von B747: Nein nicht wirklich.
Dass die Therapeutin von alledem nichts weiß, halte ich für sehr kontraproduktiv.
Gäbe es eine Möglichkeit wie du mit deiner Frau sprechen könntest und ihr vielleicht erklären könntest dass es wichtig wäre, dass die Therapeutin zumindest von dem Thema weiß?
Dass es da Probleme gibt, die sie aber nicht bearbeiten möchte (was ihr gutes Recht ist!)
Ich denke allein das Wissen darum wird die Therapeutin manche Themen etwas anders beleuchten lassen - also Themen zwischen euch, und evtl. auch andere Fragen nach sich ziehen.
Zitat von B747: Ok deckt sich mit dem, was meine Frau möchte.
Wenn deine Frau ihren Vater und seine Frau nicht dabei haben möchte, weil es ihr so schlecht damit geht, sollte das respektiert werden.
Wie gesagt, vielleicht lässt sich da ja ein Ausweich-Kaffeetrinken planen oder etwas anderes, damit der Großvater die Enkel sehen kann aber der schöne Tag nicht für deine Frau und für euch als Kernfamilie zerstört ist.
Zitat von B747: Hatte ihn zB an Vatertag mit eingeladen. Mir geht es ab es nicht zu tun, ist für mich Höflichkeit und schwer zu akzeptieren wenn sie es ablehnt
Dir fällt schwer zu akzeptieren, wenn deine Frau es ablehnt, ihren Vater einzuladen?
Obwohl es ihr damit so schlecht geht?
Hast du ein sehr herzliches Verhältnis zu ihrem Vater, ist er ein sehr freundlicher, offener Mensch?
Ich wünsche dir viel Kraft.
Und bleib innerlich gut bei dir!
Du meinst es sehr gut mit deiner Frau und mit deiner Familie, das darfst du dir meiner Ansicht nach gerne positiv anrechnen anstatt dich selbst runterzumachen.
Als depressiver Büßer nützt du niemandem mehr.
Du kannst deine Frau am besten unterstützen indem du dir selbst treu bleibst, ihren inneren Kampf anerkennst und die Schwierigkeiten, die sie hat respektierst - wer weiß, vielleicht ändert sich ja auch noch etwas und sie ist irgendwann doch noch bereit dazu, sich dieser Themen anzunehmen.