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Kinderwunsch - Trennung?

Lina88

Hallo ihr Lieben!
Ich brauche euren Rat. Ich bin mit meinem Freund seit über 3 Jahren zusammen. Ich bin 29, er ist 27. Eigentlich habe ich schon immer gesagt, dass ich nie einen jüngeren Freund möchte...aber wie das Leben dann nun mal so spielt...und jetzt habe ich die Qittung dafür. So kommt es mir zumindest vor.
Wir haben uns schon ziemlich früh über Zukunftsvorstellungen usw. unterhalten. Einfach weil mir das schon immer sehr wichtig war und ich ehrlich sein wollte.
Wir waren uns - dachte ich zumindest - immer einig, dass wir mit Ende 20 Kinder wollen, heiraten, das ganze Programm. Auch vor meinen Freunden redet er so, als würde morgen der Antrag gemacht werden und als ob er am liebsten schon sofort ein Baby hätte. Seit einiger Zeit geht er dem Thema, wenn ich alleine mit ihm rede, aber immer mehr aus dem Weg. Am Wochenende meinte er dann, dass er sich noch viel zu jung fühle und er noch nicht bereit dazu wäre. Auch in nächster Zeit nicht. Vielleicht in 3 Jahren. Ja, vielleicht. Vor 3 Jahren hat er ja auch gesagt, in 3 Jahren. Was dann jetzt gewesen wäre. Es kam während dem Gespräch heraus, dass er sich lieber trennen würde, anstatt verbindlich zu werden.
Ich bin jetzt wirklich ratlos und komme mir hingehalten vor. Eigentlich hat er mich ja die ganze Zeit belogen!? Was ratet ihr mir? Meint ihr, dass er seine Meinung nochmal ändert? Hat jemand von euch Frauen ähnliche Erfahrungen gemacht? Was sagt ihr Männer? Wird sich da in nächster Zeit etwas tun? Soll ich mich trennen? Bin gerade echt ratlos.
Danke euch vorab!

22.02.2016 08:35 • #1


Hope26


Hallo Lina,
wenn dein Kinderwunsch so groß ist und dein jetziger Partner keine Kinder möchte, dann trenne dich jetzt.
"Vielleicht" will er Kinder in 3 oder in 6 oder in 12 Jahren .....
Eure Lebensplanung passt anscheinend nicht zusammen, d. h. ihr werdet euch kurz über lang sowieso trennen.

22.02.2016 12:15 • x 1 #2



Kinderwunsch - Trennung?

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SilentOne78

SilentOne78


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Hallo Lina,

bei uns war es umgekehrt... er hat sich Kinder gewünscht, ich nicht. Allerdings habe ich auch nie behauptet, welche zu wollen... andererseits aber auch nicht sicher ausschließen können, dass sich das nicht doch noch irgendwann ändert... wer weiß schon, was alles passieren kann, wenn "Frau" erst mal die berühmt berüchtigte biologische Uhr ticken hört.

Wir haben viel darüber gesprochen und nach 3 Jahren Beziehung trotzdem geheiratet, in der Hoffnung, dass unsere Liebe stark genug ist und es auch übersteht, falls sich sein Wunsch nach Familie mit mir nicht erfüllen sollte.

Dem war leider nicht so. Bei mir hat sich Jahr für Jahr nichts getan Richtung "eigentlich hätte ich doch gerne Kinder", während er sich zunehmend stärker danach gesehnt hat... zumal im Freundes- und Bekanntenkreis immer mehr Paare Eltern geworden sind.
Nach 9 Jahren Ehe haben wir uns getrennt, da war er 40, ich 36. Sein unerfüllter Kinderwunsch war nicht der alleinige Grund dafür, aber ein gewichtiger - eben das eine große Thema, bei dem sich kein Kompromiss finden lässt, bei dem es nur ja oder nein gibt. Und im Nachhinein betrachtet denke ich auch, dass viele unserer anderen Probleme irgendwo auf dieses eine Thema zurückzuführen waren, bzw. dadurch verstärkt worden sind. Bei ihm hat sich eine generelle Unzufriedenheit und Ziellosigkeit eingestellt, weil er seinen Wunsch nicht leben konnte, bei mir hat sich ein permanentes Schuldgefühl festgesetzt, dass ich ihm diesen Traum "vorenthalte"... das war Gift für die Beziehung.

Trotzdem bereue ich nicht, dass wir es versucht haben miteinander. Dazu gab es zu viele schöne und gute Zeiten in unserer Beziehung, die ich nicht würde missen wollen...
Allerdings hatten wir auch das Glück, dass bei uns noch genug gegenseitige Zuneigung, Vertrauen und Respekt da war, dass wir eine friedliche und einvernehmliche Trennung hinbekomen haben. Sehr schmerzhaft, trotz allem, aber ohne Wut, ohne Groll, ohne Streit.
Und wir hatten das Glück, in recht kurzer Zeit neue, "passende" Lebenspartner zu finden... Mein Ex ist inzwischen stolzer Papa, und ich habe einen Partner, der noch keine Kinder hat und auch keine mehr möchte.
Für dieses "Happy End" bin ich sehr, sehr dankbar... es hätte auch ganz anders ausgehen können, mit viel Verbitterung und dem Gefühl, Lebenzeit vergeudet zu haben.

Jetzt hab ich viel von uns erzählt... und weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau, was ich Dir aus dieser Erfahrung raten kann und soll.
Eine klare Empfehlung "Trennung ja oder nein" möchte ich jedenfalls nicht aussprechen.

Letztlich läuft es wohl auf diesen einen Rat heraus:
Hör auf Dein Herz und Dein Bauchgefühl. Hör in Dich rein, wie wichtig es Dir ist, eine Familie zu gründen, wie dringend dieser Wunsch ist (könntest Du ihm noch drei Jahre Bedenkzeit zugestehen, ohne ihn und Dich selbst "unter Druck zu sezten" und "verrückt zu machen"?), wie viel Dir an Deinem Partner liegt (reicht es, um für ihn ganz auf Kinder zu verzichten?), wie sehr Dich der Gedanke schreckt, ein Kind gegebenenfalls allein großzuziehen (falls er Deinem Wunsch auf Dein Drängen hin gegen seine innere Überzeugung doch nachgibt und eure Beziehung das nicht übersteht?), welche Faktoren es sonst noch gibt, die euch verbinden oder trennen (Ziele, Erwartungen, Vorlieben, ...)...

22.02.2016 13:10 • #3


Tinkerbelchen


Liebe Lina,

ich habe die Erfahrung gemacht. Und ich kann Dir nur raten, abzuschließen. Ich weiss, Du liebst ihn als Menschen und zusätzlich liebst Du, dass Du mit ihm eine Vision von einer gemeinsamen Zukunft hast. Nur leider ist er ausgestiegen.

Ich hab leider die Erfahrung machen müssen, dass es eben nichts mehr wird. Und bevor Du wie ich, 10 Jahre ins Blaue hineinträumst, zieh die Reisleine und geh erstmal Deinen Weg ohne ihn.

Viel Glück, Liebes.

22.02.2016 13:20 • #4


Lina88


Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

Es ist ja nichtmal so, dass es sofort sein muss, hätte er gesagt in 6 Monaten, wär das für mich auch noch ein Kompromiss und okay gewesen. Er möchte sich auf keinen festen Zeitpunkt mehr festlegen. Bisher dachte ich immer, dass unsere Lebensplanung übereinstimmt. Er hat mir immer wieder davon erzählt, wie wichtig ihm Kinder sind und dass er früh Kinder möchte. Wir waren uns einig. Das ist für mich gerade mit am schlimmsten. Ich habe das Gefühl von Anfang an belogen und hingehalten worden zu sein.

@Silent One, vielen Dank für deine ausführliche Geschichte! Es freut mich sehr für euch, dass es noch zu einem "Happy End" gekommen ist! Außerdem finde ich es toll, dass du zu deinem, jetzt Ex, damals von Anfang an ehrlich warst. Das ist viel Wert!
Vielleicht könnte ich ihm und unserer Beziehung zuliebe sogar 3 Jahre warten, wenn es dann wirklich 3 Jahre wären. Aber seit dem Wochenende habe ich so eine Wut auf ihn! Ich fühle mich jetzt schon um Lebenszeit betrogen. Er wusste von Anfang an von meinen Plänen und hat mir vorgemacht, dass es auch seine wären.
Immer wieder denke ich, dass sich bis in 3 Jahren auch nichts ändern würde. Wenn er generell mit mir eine Familie gründen wollen würde, dann würde es auf ein paar Jahre hin oder her doch nicht ankommen, oder?
Er bringt dann Argumente, wie dass er erstmal noch berufliche aufsteigen möchte, mehr Geld wegsparen möchte, sich evtl. eine Eigentumswohnung kaufen will usw. Ihm fällt ständig eine neue Ausrede ein! Wobei man dazu sagen muss, dass wir beide studiert haben und gute Jobs haben. Also eigentlich kein Grund sich Sorgen zu machen...zumindest nicht mehr als andere.

Vor einem Jahr haben sich unsere Nachbarn getrennt - beide Anfang 30. Er wollte nie heiraten und Kinder, sie schon. Er trennte sich deshalb. Mittlerweile ist er verheiratet und Vater einer Tochter.
Die Geschichte kann ich irgendwie nicht vergessen. Vielleicht will er das Ganze auch einfach nicht mit mir?!? Aber warum möchte er dann keine Trennung? Aus Bequemlichkeit?

Mir würde es sehr schwer fallen, mich von ihm zu trennen. Ich liebe ihn und wir haben eine schöne Zeit zusammen. Haben viele Gemeinsamkeiten und auch ähnliche Interesssen. Was mich an ihm allerdings schon immer etwas gestört hat, ist dass er immer wieder sehr egoistisch ist. Auch jetzt.
Und nein, ich könnte mir nicht vorstellen, für ihn komplett auf Kinder zu verzichten. Zumindest würde ich auf Dauer nicht glücklich werden und es ihm wahrscheinlich immer vorhalten.

@Tinkerbelchen
Das tut mir Leid, dass du die Erfahrung auch machen musstest! Wann genau denkst du, ist er ausgestiegen? Von Anfang an? War es mit deinem (mittlerweile Ex?) wie bei uns?

Irgendwie habe ich doch die blöde Hoffnung, dass er seine Meinung noch ändert. Und dann komme ich mir im gleichen Moment wieder so blöd vor, weil ich schon fast versuche, ihn dazu zu "überreden".
Aber wenn ich mich trenne und mit viel Glück irgendwann einen neuen Partner kennnenlernen sollte, mit dem ich mir eventuell das gleiche vorstellen könnte, wer sagt mir, dass es nicht wieder genauso läuft. Ich habe doch auch schon vor 3 Jahren mit offen Karten gespielt. Warum sind manche Leute nur so unehrlich?

Ich habe momentan einfach Angst einen Fehler zu machen - egal in welche Richtung.

22.02.2016 14:49 • #5


Grace_99


Schwierig.....

Ich würde nicht noch weitere Jahre dran hängen. Irgendwann ist es für eine Frau zu spät.

Evtl. ist dein Partner damals davon überzeugt gewesen Kinder haben zu wollen und hat im Laufe der Zeit gemerkt, dass es doch nicht seine Erfüllung ist. Wobei ich sagen muss, 27 ist wirklich sehr jung Vater zu werden.

Hör auf dein Bauchgefühl, was anderes kann ich dir nicht raten.

22.02.2016 14:58 • #6


NaTakk

NaTakk


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Grundsätzlich sollten nur Personen Kinder in die Welt setzen, welche das wirklich wollen und sich der Tragweite dieser Entscheidung bewusst sind.
Jemanden quasi dazu zu überreden ist sicher keine Lösung. Das muss in die Hosen gehen.

Mit 27 stand für mich damals ganz klar fest. Kinder, nie im Leben. Heute mit 35 sehe ich es schon ein bisschen anders. Einstellungen können sich also wandeln. Meine primäre Angst war für mich früher immer, meine Eigenständigkeit, meine Freiheit, mein "Tun und Lassen was ich will" zu verlieren.

Ob du ihm die Zeit geben willst oder nicht und ob es dann so kommt wie du es dir wünscht, dass musst du wissen.

22.02.2016 16:02 • #7


arjuni


Liebe Lina,

ich hätte mal eine theoretische Frage an Dich:

angenommen, er würde auch Kinder wollen, es würde sich aber herausstellen, dass er nicht zeugungsfähig ist. Würdest Du ihn dann auch sofort verlassen und Dir einen anderen Mann für Deinen Kinderwunsch suchen?

Gruß, Arjuni

22.02.2016 16:10 • #8


Lina88


@ Arjuni

Nein, dann würde ich ihn natürlich nicht verlassen.
Erstens gäbe es dann noch andere Möglichkeiten, die man besprechen könnte und zweitens wären es völlig andere Voraussetzungen!
Mir war von Anfang an bewusst, dass er jünger ist. Deshalb war ich von Anfang an ehrlich und habe ihm - bevor wir die Beziehung eingegangen sind - gesagt, dass ich mit Kindern nicht ewig warten möchte. Er war einverstanden und hat mir versichert, dass er das genauso sieht. Jetzt ist er plötzlich anderer Meinung und möchte sich nicht mehr festlegen.
Das verletzt mich. Außerdem fühle ich mich belogen. Und wer sagt mir, dass sein heutiges "in 3 Jahren" nicht wieder unehrlich ist, nur um mich wieder hinzuhalten. Daher der Gedanke zur Trennung.

22.02.2016 16:34 • x 1 #9


Grace_99


Eine Antwort, Sicherheit kann dir keiner geben.

Daher mein Rat, auf dein Bauchgefühl zu hören.

Ich bin mit 30 und 34 Mutter geworden. Eher hätte ich nicht Mutter werden wollen. Das 1. Kind war z.b. nicht geplant, ich wurde trotz Verhütung schwanger. Und da ich keine Kids wollte, war ich sehr genau mit der Verhütung.

Letztendlich war es das beste was mir passieren konnte, aber, mir war auch von Anfang an klar, sollte mein Partner das nicht wollen, hab ich keine Angst davor allein erziehende zu sein.

Dies wurde ich, als die Kids 5 Jahre und 16 Monate waren.

Was ich damit sagen möchte: Das Leben geht manchmal seltsame Wege, Wege, die keiner voraussehen kann und das konnte dein Partner damals wohl auch nicht, dass seine Meinung sich dazu mal ändert.

22.02.2016 16:49 • #10


arjuni


Zitat:
Mir war von Anfang an bewusst, dass er jünger ist. Deshalb war ich von Anfang an ehrlich und habe ihm - bevor wir die Beziehung eingegangen sind - gesagt, dass ich mit Kindern nicht ewig warten möchte. Er war einverstanden und hat mir versichert, dass er das genauso sieht. Jetzt ist er plötzlich anderer Meinung und möchte sich nicht mehr festlegen.
Das verletzt mich. Außerdem fühle ich mich belogen. Und wer sagt mir, dass sein heutiges "in 3 Jahren" nicht wieder unehrlich ist, nur um mich wieder hinzuhalten. Daher der Gedanke zur Trennung.


1) Dass er jünger ist, halte ich in der ganzen Sache für völlig unerheblich. Das gleiche könnte Dir mit einem 40 -jährigen passieren. Oder ein 22-jähriger wär sofort dabei, Kinder zu bekommen.

2) Dass er vor 3 Jahren der Meinung war, später ein Kind zu wollen und nun seine Meinung geändert hat, ist eben so. Menschen ändern ihre Meinung. Normal. Deshalb muss er nicht gelogen haben und verletzen sollte es Dich nicht, dass er nun anderer Meinung ist.

3) Wenn Dir Dein Kinderwunsch wichtiger ist, als er - dann zieh die Konsequenzen. Mich hat auch mal ein jüngerer (!) Mann verlassen, da er ein Kind wollte und ich nicht mehr (hab schon 2 große) - da hab ich mich zwar sehr auf eine Gebährmaschine reduziert gefühlt und Liebe ist für mich persönlich was anderes - aber ich respektiere sowas vollkommen und war damals sehr froh über seine Ehrlichkeit.

4) Grundsätzlich könnte man auch mal überlegen, warum man einen Kinderwunsch hat, welche Bedürfnisse und Glaubenssätze dahinterstecken. Könnte, muss man aber natürlich nicht.

Alles Gute und toitoitoi , Arjuni

22.02.2016 16:50 • #11


Lina88


@ Grace
Das stimmt. Sicherheit hat man nie und bei nichts! Ich hätte mir mit 25 auch noch keine Kinder vorstellen können. Wollte erst mit dem Studium fertig werden, arbeiten, reisen usw. In letzter Zeit kam der Wunsch aber immer mehr auf.
Klar, ist sein gutes Recht, seine Meinung zu ändern. Nur ändert es nichts daran, dass ich davon enttäuscht bin und seinen jetzigen Worten deshalb nicht mehr so viel Glauben schenken kann.
Danke für deinen Tip! Letztendlich muss ich es ja selbst entscheiden...Mit dem Bauchgefühl ist es momentan nur etwas schwer..^^ Naja, ich hoffe, ich sehe bald klarer.

@ Arjuni
Danke!
1) Für "völlig unerheblich" halte ich das Alter leider nicht. Schön wär es! Ich denke, dass das äußere Umfeld oft mitspielt. Wenn die Kumpels irgendwann Vater werden, kriegen das viele Männer mit und wollen das dann auch. Ist das gleiche mit dem Heiraten. Ich sehe es in meinem Freundeskreis. Und prozentual sehen sich bestimmt mehr Männer mit 35 mit Haus und Familie, als mit 25. Bei den Frauen ist das ja ähnlich. Fast jeder will zuerst seine Ausbildung hinter sich bringen, ein paar Jahre arbeiten, reisen, Erfahrungen sammeln usw. auch um der Familie später etwas bieten zu können. Außerdem entwickelt man sich ja auch geistig...Aber klar, es gibt immer Ausnahmen!

2) Er will immernoch Kinder. Nur nicht jetzt. Ich frage mich allerdings schon, wie es zu dem Wandel kam. Oder ob es vielleicht doch an mir als Partnerin liegt, obwohl er das ja total verneint.

3) Ja, leichter gesagt, als getan. Aber im Grunde hast du recht!

4) Naja gut, den Satz kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Das mit einem "psychischen Problem", wie du es andeutest, gleichzusetzen, finde ich schwierig. Dann hätten ziemlich viele Meschen Probleme mit ihren "Bedürfnissen" und "Glaubenssätzen". Und du hast ja selbst Kinder bekommen!?

22.02.2016 17:30 • #12


27Jahrejung


Ich bin selbst 27 und könnte mir jetzt und auch nicht in sechs Monaten Kinder vorstellen. Bei dem Gedanken bekomme ich Beklemmungen.
Ich denke was in deinem Freund vorgeht ist, dass er dich damals nicht angelogen hat, jedoch davon ausging, dass er sich schneller zu einem "Erwachsenen" entwickelt. Das was du geklärt hast, mit Ende 20 Familie zu gründen klingt aus drei Jahren Entfernung noch vollkommen ok. Ich denke das hat auch er sich gedacht.
Ich stelle selbst an mir fest, dass ich mich mich von 24 auf 27 beziehungstechnisch nicht sehr entwickelt habe. Ich führe wie ihr, eine glückliche Partnerschaft.
Mein Rat an dich: Gib ihm die Zeit, denn durchschnittlich wird man(n) erst mit 34 Vater. Keiner hat etwas davon, wenn du dich trennst.
Denn du bist dadurch auch nicht früher Mutter als in drei Jahren. Aber hast dann wenigstens noch den passenden Partner. Und wenn du ihn heute zu einer Schwangerschaft überredest sehe ich leider einen schwer unglücklichen und überforderten jungen Vater kommen, der vielleicht sein Kind liebt, sich das Leben als junger Akademiker anders vorgestellt hätte.

Ich glaube wirklich ganz und gar nicht, dass er damals gelogen hat. Nur machst du ihm gerade so die Hölle heiß, dass er sich nun nicht mehr festlegen will...
Zerstör nicht deine intakte Beziehung, Kinder sind nicht alles im Leben.

Viel Glück!

28.02.2016 17:49 • x 1 #13



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