Laracroft16
Gast
Mein echter Name ist Sarah. Ich bin 38 Jahre alt und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Ich war Geliebte und suche den Weg zur Heilung. (Mir ist es egal ob ich erkannt werden könnte)
Der Schmerz der Kleinheit den die Affäre in mir zurückgelassen hat ist mein Faden an dem ich ziehe um herauszufinden warum ich mich auf eine Affäre eingelassen habe.
Anfangs waren meine Fragen auf den AM gelenkt. Als ich mich abgewendet habe, kamen neue Fragen. Warum lehne ich Single Männer ab die Interesse an mir haben und wende mich dafür einen verheirateten Mann zu?
Ich lese schon eine lange Zeit im Forum mit und langsam kommen viele Aha Momente @finita, danke für den Gedankenanstoss
ob a) Geliebte etwas essenziell gemeinsam haben b)wie sich das Muster auflösen lässt.
Eine meiner größten Ängste war schon immer nicht zu genügen und die Erwartungen einer Partnerschaft nicht zu erfüllen.
Ich habe eine Email meines Ex AM entdeckt, die er mir vor ca 6 Monaten zugesendet hat. Diesen Email Account hatte ich nach der Trennung vor 11 Monaten nicht mehr genutzt. Heute morgen schaute ich das erste mal hinein um den Account für die Anmeldung hier im Forum zu nutzen.
Ich bin noch immer baff. Die Email war voller Vorwürfe und ein Satz schreckte mich auf "ich hatte Angst dir nicht zu genügen. Was wenn ich dir plötzlich zu langweilig gewesen wäre. "
Ich habe heute morgen geweint und bin nicht zur Arbeit gefahren. Ich hatte plötzlich starke Sehnsucht nach einem Mann den ich schon lange Zeit als Person at acta gelegt hatte, die Geschehnisse selbst aber noch verarbeite.
Ich frage mich, ob durch die Distanz einer Affäre ein Raum geschaffen wird der Nähe erträglich macht. Ich frage mich, ob ich als er mal ausziehen wollte bewusst einen grossen Streit provoziert habe, damit er mir nicht zu nahe kommt.
Was wenn aus Affären tatsächlich größten Teils nichts werden, weil einer der beiden Angst vor Nähe hat und kein Vertrauen und Stabilität oder zumindest die Sicherheit (als Gefühl); ja ich bin für dich da; gegeben wird.
Ich habe keinen Beziehungswunsch mit ihm. Er ist nicht als Person das Thema. Sondern der Mechanismus, die Wechselwirkungen und das Gefühl ihn unbewusst benutzt sogar genutzt zu haben um meine Ängste nicht zu spüren.
In meinem Fall hat die Affäre durch die langsame Nähe mich soweit geöffnet, dass ich weit mehr zugelassen habe als ich wollte.
Ich frage mich und euch, ob der Schmerz durch das Verstehen aufgelöst wird und ob Vergebung nicht doch eine grosse Rolle spielt. In dem Falle sich selbst vergeben für seine eigene Unvollkommenheit.
Ich bin ein Fass ohne Boden. Jeder Mann würde sich abstrampeln müssen. Ich finde das unendlich traurig weil ich sehr viel Liebe in mir trage und sehr viel Liebe gebe kann, aber es nicht schaffe das Gefühl auszuhalten.
Ich weiss nicht mal ob mein Text gerade verständlich geschrieben ist. Ich bin gänzlich verwirrt.