ZKlasse
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ich schreibe mir einfach mal von der Seele, was mich seit fast einem Jahr nervt, mir Energie raubt.
Ich bin jetzt 28 und mein Freund (?) ist 37 Jahre alt. Kennen gelernt haben wir uns Anfang 2013 übers Büro. Er ist ganz anders als ich. Man würde sagen, ein Typ, der sich ausgetobt hat, ich weiss keine Details, darüber redet er nicht. Leider macht sich sein Vorleben irgendwie doch in seiner Art bemerktbar. Er spielt Fußball, ist Trainer und selber in einem großen Verein aktiv und auch im Fanbereich sehr oft dabei. Es dreht sich alles darum. Vor meiner Zeit hatte er eine einzige kurze Beziehung. Die hatte er auch seinen Eltern vorgestellt. Sonst nur diese typischen Sexaffären, alles heimlich, keiner wusste je davon.
Mich hat er nach drei Monaten seinen Eltern vorgestellt, ich war begeistert, er sprach von Beziehung, das Wort hat bei ihm eine mächtige Bedeutung.
Der Haken ist, dass wir uns zwar sehr oft übers Büro sehen, aber eben nur dort. Am Freitag Nachmittag beginnt sein Fußball. Er trainiert die Jugend, Samstags Spiel und Sonntags sind sie oft noch feiern oder räumen das Vereinsheim auf. Er hat also - nie Zeit. Und er macht das nun schon seit er 15 ist, also keine Chance, Verein hat Priorität Nr. 1.
Anfangs sahen wir uns wenigstens einen Tag am Wochenende. Trotzdem er es Beziehung titelte, kam ich mir heimlich vor, wie eine Affäre. Das hatte mich schon verletzt.
Wir trennten uns nach knapp einem halben Jahr, weil er irgendwie keine Prioritäten vernünftig setzen konnte. Und trotzdem kamen wir nach knapp 4 Monaten wieder zusammen und so dümpelt das vor sich hin.
Wir sehen uns täglich im Büro und ansonsten lediglich alle 4-5 Wochen. Das ist für mich - absolut garnichts. Unsere Streitereien diskutieren wir im Büro aus (in der Pause) und per SMS. Das nervt gewaltig.
Jedesmal wenn er da ist, ist es wunderschön. WIr haben oftmals nicht einmal Sex, es ist einfach toll, ihn bei mir zu haben. Doch dann fährt er und ich bin wieder wochenlang allein. Er kommt stets zu mir, bleibt oft auch nicht einmal über Nacht.
Ich komme mental von ihm nicht los, da ich ihn jeden Tag im Büro sehe, es macht mich fertig. Den Arbeitsplatz kann ich nicht wechseln, wir sind hier in einem sehr ländlichen Bereich, wo man froh sein muss, dass man einen Job hat und meine Existenz setze ich nicht aufs Spiel wegen einer Beziehung/gescheiterten Liebe im Büro.
Ich habe das Gefühl, er lebt und ich warte. Wenn es ihm passt, ruft er an und fragt, ob er übermorgen (zum Beispiel) vor bekommen könnte. Dann werde ich wieder weich, er kommt, ich koche, er bleibt drei Stunden und fährt wieder heim. Anschließend ärgere ich mich über mich selber. Sage ich ab und sage, ich habe keine Zeit, bekomme ich eine Szene vom Feinsten von ihm gemacht.
Mittlerweile habe ich kaum mehr Lust auf ihn und komme trotzdem nicht von ihm los, wenn er dann wieder liebevoll ist.
Er spielt nicht einmal mit mir, sondern er nimmt sich eben das, was er braucht und es reicht ihm scheinbar alle 4-5 Wochen mal mit mir zu kuscheln. Es kommt nicht einmal zum Sex. Es ist alles total merkwürdig. Er will diesen Status, den wir haben, auch nicht definieren. Wir haben definitiv keine Beziehung, aber wir haben auch keine Affäre, wir haben eigentlich garnichts.
Und das nervt mich am aller meisten, da ich das Gefühl habe, ich bin gebunden, aber nur pseudomäßig. Ich habe in der Zwischenzeit viele neue Männer kennengelernt, aber keiner konnte mich so begeistern wie er und andererseits habe ich jedesmal auch gemerkt, ich denke an ihn, wenn ich mit anderen ein Date hatte.
Derzeit ist wieder alles wie vorher, nächste Woche möchte er gern kommen, ich weiß jetzt schon, dass er Punkt 21 Uhr gehen muss, um morgens fit fürs Fußballspiel zu sein. Das heißt es ist wieder alles getimed. Ich stehe dann am Herd, koche und wir essen, sprechen, kuscheln, er fährt heim.
Wie kann ich diesen Kreislauf unterbrechen? Ich habe es ja schon mehrfach versucht. Dadurch dass ich ihn jeden Tag im Büro sehe, werde ich ständig rückfällig.