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Kurze Zeit, dennoch großes Leiden

Arnika
@above Verstehe ich. Oft trifft einen das Ende einer kurzen Liebe mehr als das einer langen. In einer kurzen ist man noch verliebt und voller Hoffnung und Reiz der neuen Möglichkeiten, während - wenn wir ehrlich sind - sich eine lange schon auch abgenutzt hat, die Gefühle nicht mehr extatisch sind und man sich gegenseitig oft schon lange auch auf die Nerven ging. Da wurde auch die Liste der Minuspunkte schon deutlich länger.

Ist also vollkommen normal, dass dich das ordentlich trifft. So oder so war es ein Geschenk, sich wieder zu verlieben. Und du hast jetzt Vergleichsmöglichkeiten nach deiner langen Ehe, wo ihr ja sehr jung zusammenkamt und dem erwachsenen Mann von heute, was du dir wünscht- und was nicht - von einer Frau.

Wie gesagt, das Trostpflasterl hält oft nicht lange. Dafür meist die nächste umso länger.

• #16


A
@Arnika Absolut, so würde ich das auch sagen. Wobei ich wirklich ein sehr emotionaler Mensch bin und auch nach der langen Beziehung und deutlichen Tiefschlägen (Vertrauensbrüche, Fremdgehen, Lügen) absolut am Boden war.

Ja der Vergleich ist schon extrem wichtig. Wie gesagt, für meinen Teil hätte ich das gern so behalten - die Treffen waren schön, die Zeit miteinander war toll und dennoch hatte jeder sein Leben.

Ich hatte nach unserem letzten Treffen ja noch eingeworfen dass sie gern zu mir ziehen kann, genügend Platz ist vorhanden - das mit den Katzen hätte ich schon hinbekommen, zumal ich die Tiere an sich ja auch mag.

Ich bin jedoch froh dass wir das nicht gemacht haben. Die Katzenhaare hätten mich vermutlich zerstört. Die wären überall gewesen und unsere Reinigungsdisziplin ist auch absolut verschieden - vermutlich hätten wir uns nur noch im Streit wiedergefunden....daher ist dies nun wirklich die beste Lösung denke ich - auch wenns extrem wehtut.

• x 1 #17


A


Kurze Zeit, dennoch großes Leiden

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Arnika
@above Ja. Man muss halt auch sagen, mit 24 ist man noch ziemlich unreif. Da nahm ich’s mit der Ordnung auch noch nicht so genau. Machte Party, tanzte auf Tischen, wollte mich ausprobieren - also alles, was mE auch dazugehört. Da ist der Gap natürlich zu einem 40jährigen Vater schon ein gewaltiger. Wäre sie 28, sehe die Welt schon wieder anders aus.

Also vermutlich war’s wirklich für euch beide besser so. Denn erstens kriegt man eine Allergie auch nicht so leicht weg. Und neben (Interessens-)Unterschieden, die euch dann erst wirklich aufgefallen wären, hätte sie sich auch sehr von dir abhängig gemacht. Und das wäre wohl ein Leben gewesen, für das sie einfach noch nicht bereit war.

Klar tuts weh, und wird auch noch eine Weile dauern. Aber so habt ihr eine gute Zeit verbracht, die eben nicht in Alltagsproblemen dann vermutlich untergegangen wäre. Wäre noch blöder gewesen.

• #18


Igelfisch
Zitat von Arnika:
Man muss halt auch sagen, mit 24 ist man noch ziemlich unreif.


Das ist doch aber nicht allgemeingültig. Mit 24 kann man durchaus schon reif und verantwortungsvoll sein. Da solltest Du nicht nur von Dir ausgehen.
Ist nicht böse gemeint, ich wollts nur mal einwerfen.

• #19


A
@Igelfisch da stimme ich dir zu, nur weil die 24 davor steht muss sie nicht unreif sein. 2 Jahre später hatte ich Familie, Haus, Hund... Sie steht ja auch mitten im Leben - es ist halt einfach nur anders als meins Lachendes Gesicht

Aber dennoch kommt mir gerade ein Satz von einem Kollegen in den Kopf:

Sie sagte zu mir "ich weiß nicht ob ich dich liebe" . Ich denke eher es ist ein "sorry ich habe mich entliebt". Denn wenn man jemanden liebt, möchte man bei ihm sein, ihn sehen, fühlen - egal was es kostet. Nein, damit meine ich nicht dass sie zu mir ziehen sollte - aber die Lösungen drumherum hätte es erstmal gegegeben.

Vielleicht sollte ich mir das auch vor Augen führen - sie liebt mich nicht mehr, sie hat sich gegen mich entschieden. Sie hat ja auch nicht gesagt "wir machen eine Pause damit ich mich sammeln kann" - sie hat es entgültig gemacht.

Also, kurzum: Die Gründe sind alle egal. Sie wollte das so nicht mehr, es gab keine Kompromisse (habe ich alle vorgeschlagen, alles mit Ausreden weggewischt).

Daher geht es nur um meine Vearbeitung der schönen Zeit und die tut weh Trauriges Gesicht Bin heute bis 16 uhr bestimmt unterwegs Arbeiten, dann erstmal eine schöne große Runde laufen. Etwas Haushalt, vielleicht noch nen Kaffee mit einem Kumpel...irgendwie muss es gehen. Ich muss funktionieren Lachendes Gesicht

• #20


Arnika
Zitat von Igelfisch:
Das ist doch aber nicht allgemeingültig. Mit 24 kann man durchaus schon reif und verantwortungsvoll sein. Da solltest Du nicht nur von Dir ausgehen. ...

Kein Mensch, den ich kenne, ist mit 24 wirklich reif. Und wieso? Weil sich da erst die Gehirnstruktur final zusammenfügt, nennt sich Postpubertät - und die Lebenserfahrung überschaubar ist.

Und wenn du von mir ausgehen willst, in dem Alter hab ich gerade mein Studium beendet und eine Abteilung von einer One-Woman-Show zu 40 Mitarbeitern aufgebaut. Also war ich in vielen Bereichen weit reifer und erfolgreicher als andere. Und dennoch war ich in anderen Aspekten aus heutiger Sicht doch noch ziemlich unreif. Klar, ich war ja auch noch sehr jung. Woher hätte die Reife und Lebenserfahrung in allen Bereichen schon kommen sollen? 😅

• #21


Igelfisch
Zitat von Arnika:
Kein Mensch, den ich kenne, ist mit 24 wirklich reif. Und wieso? Weil sich da erst die Gehirnstruktur final zusammenfügt, nennt sich Postpubertät - ...


Von Dir bin ich nur ausgegangen, weil Du Dich selbst als Beispiel gebracht hast. Ich finde auch nicht, dass man zwingend unreif ist, wenn mans mit der Ordnung nicht so genau nimmt. Dann müssten viele ihr Leben lang unreif sein, wenn Reife in direktem Zusammenhang mit Ordnung stünde.

Mit 24 war ich bereits seit 7 Jahren aus meinem Elternhaus raus, in welchem ich ab meinem 11. Lebensjahr den Haushalt zu einem Großteil allein geschmissen habe. Mit 24 habe ich mein 2. Kind bekommen. Ich war in meinem Beruf Ausbilderin (nur dann halt in Elternzeit), hab ein Haus saniert und abbezahlt. Nicht jeder mit 24 muss noch über die Tische tanzen. Man kann in dem Alter durchaus auch ne gewisse Lebenserfahrung haben. Kommt sicher ein bisschen darauf an, wie man aufgewachsen ist. Die einen werden früh ins kalte Wasser geworfen, die anderen erst später.

• #22


Arnika
@Igelfisch Sinds eh 😅

Und ja, das ist ja klar, kommt darauf an, wie man aufgewachsen ist und womit man allein fertig werden musste. Gegen ein pakistanisches Waisenkind, das sich mit 5 Jahren allein in den Slums durchschlagen und sich auf den Straßen allein vor Bacha Bazi schützen musste, und mit 15 bereits 4 Kinder hatte, waren wir wiederum beide total unreif. Stimmt schon, alles relativ.

Fakt ist, das Mädel ist 2002 geboren, und hatte sie eine für diese Generation durchschnittliche Kindheit, ist sie die unangefochtene Wohlstandgeneration und Generation TikTok.

Und wenn wir uns ehrlich sind, kaum ein durchschnittliches 24jähriges Mädchen wird nach ein paar Monaten Beziehung so wirklich scharf darauf sein, im Urlaub mit dem neuen Freund auch dessen Kinder zu hüten und die Stiefmama zu mimen, während ihre Freundinnen in Ibiza tanzen. Ausnahmen gibt’s überall, sind aber eben Ausnahmen.

• x 1 #23


A
@Arnika
Zitat von Arnika:
Und wenn wir uns ehrlich sind, kaum ein 24jähriges Mädchen wird nach ein paar Monaten Beziehung so wirklich scharf darauf sein, im Urlaub mit dem neuen Freund auch dessen Kinder zu hüten und die Stiefmama zu mimen, während ihre Freundinnen in Ibiza tanzen. Ausnahmen gibt’s überall, sind aber eben Ausnahmen.

Stoooooppp.

Meine Kinder sind definitiv keine Belastung, kein "Kinderhüten". Sie wollte selber dass wir den Urlaub so legen und die Kids mit ans Meer nehmen.

Wir waren in mehreren Urlauben, alleine geflogen, alleine an der See - aber auch 2x mit den Kids an der See.
Also an den Kindern liegts nicht, da bin ich mir zu 100000 % sicher. Die haben sich immer zusammengetan und mich aufgezogen Lachendes Gesicht

Aber nochmal - wir können hier rätseln woran es liegt - fakt ist: Sie liebt mich nicht mehr, zumindest interpretiere ich das daraus. Ergo ist das Thema auch für mich durch. Ich weiß halt nur noch nicht wie ich sie schnellstmöglich aus meinem Kopf bekomme (nicht die Erinnerungen, die bleiben weil schön).

• #24


Arnika
Zitat von above:
@Arnika Stoooooppp. Meine Kinder sind definitiv keine Belastung, kein "Kinderhüten". Sie wollte selber dass wir den Urlaub so legen und ...

Schau. Es ist ein Unterschied, ob ich das mal aus Abwechslung ganz witzig finde, oder ob ich zu dir ziehen und dann tatsächlich „lebenslang“ die Verantwortung als Stiefmama tragen möchte. Und das wird sie dir nicht sagen, weil man gefällt sich ja in der Rolle, wie gut man damit klarkommt und es funktioniert.

Wenn sie aber nicht gerade eine ist, die mit 18 schon in jedes Kinderwägelchen geblickt hat, ist das für die meisten in dem Alter durchaus ein Faktor. Das ändert nichts daran, dass sie sie sicher mochte. Aber zwischen mögen und meinen Alltag um sie herumplanen und Verantwortung mindestens jedes 2. Wochenende und Urlaub tatsächlich für immer übernehmen zu wollen ist eben ein Unterschied.

• x 2 #25


A
Zitat von above:
Ich weiß halt nur noch nicht wie ich sie schnellstmöglich aus meinem Kopf bekomme (nicht die Erinnerungen, die bleiben weil schön).

Dieses "schnellstmöglichst" verlängert es nur. Es war schön. Es ist vorbei. Es kann wieder schön werden. Leben wegdrücken ist nicht. Zwinkerndes Gesicht

Nichts dauert ewig. Und bei der nächsten Dame "verliebst du dich nicht einfach" sondern da schwingen Bauch, Herz & Hirn. Zwinkerndes Gesicht

• #26


St_Jappi
Einen wirklichen Geheimtipp habe ich leider auch nicht. 😉
Aber beim Lesen deines Textes ist mir etwas aufgefallen. Du scheinst mit dem Kopf eigentlich schon ziemlich genau zu wissen, warum es nicht funktioniert hat. Du respektierst ihre Entscheidung, weißt, dass Hinterherlaufen nichts bringen würde, und versuchst dir sogar bewusst die negativen Seiten vor Augen zu halten.
Und trotzdem tut es weh.
Vielleicht ist genau das das Gemeine an einer Trennung: Der Kopf kann längst verstanden haben, dass etwas vorbei ist, während das Gefühl noch überhaupt nicht so weit ist.
Du schreibst einen Satz, den ich dabei ziemlich bemerkenswert finde: „Ich gönne ihr das tollste Leben auf dieser Welt jedoch bin ich absolut traurig, nicht dabei zu sein.“
Ich glaube, genau das darf einfach sein. Man muss einen Menschen nicht schlecht finden, um ihn loszulassen. Und man muss eine Trennung nicht für richtig halten, damit man irgendwann akzeptieren kann, dass sie richtig war.
Vielleicht geht es im Moment deshalb gar nicht darum, den Schmerz möglichst schnell wegzubekommen. Du machst ja schon vieles dafür: arbeiten, Sport, spazieren gehen, Menschen treffen. Der Rest braucht wahrscheinlich einfach seine Zeit.
Und 1,5 Wochen sind dabei verdammt wenig.
Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, an dem du noch an sie denkst, aber nicht mehr automatisch nach einer Lösung suchst. Und ich glaube, genau das ist dann ein Teil des Loslassens.

Bis dahin darf es einfach wehtun.

• x 1 #27


A
@St_Jappi
Danke für deine Worte.
Ich habe heute noch zu einem Bekannten gesagt: Mein Hirn und Verstand wissen, dass die Reise zu ende ist, dass es toll war, dass es für die Zukunft nicht klappt.
Aber mein Nervensystem und Herz kommen nicht mit.

Das ist so mega lästig, es tut einfach weh, diese ganzen Gedanken.... ach man....

• x 2 #28


Blind-Meg
Zitat von above:
fakt ist: Sie liebt mich nicht mehr, zumindest interpretiere ich das daraus. Ergo ist das Thema auch für mich durch. Ich weiß halt nur noch nicht wie ich sie schnellstmöglich aus meinem Kopf bekomme

Warum muss es denn "schnellstmöglich" sein? Trauer bei Verlust ist der Preis für das Schöne, was man vorher hatte.
Eine Beziehung, die man sehr genossen hat, wird man nunmal nicht "schnellstmöglich" vergessen. Wenn du sie schnellstmöglich vergessen würdest, hätte sie dir weniger bedeutet.
Das ist völlig normal, wie du dich fühlst, es ist doch gerade mal 2 Wochen her. Für dein Nervensystem ist das quasi nichts, gerade eben erst passiert. Gib dir Zeit, das wird wieder, aber es darf eln bisschen dauern.
Und bis dahin mach es so wie du geschrieben hast: arbeiten, Sport, Kumpel treffen, Haushalt erledigen, das ganz normale Leben halt. Damit tust du dir Gutes. Aber erwarte nicht, dass es dadurch weniger weh tut. Der Schmerz gehört jetzt eine Weile einfach dazu.

• x 1 #29


A
@Blind-Meg Dieser Schmerz ist ekelhaft und macht mich dumm...fühlt sich zumindest so an.
Jetzt habe ich gerade einen Fehler gemacht.
Sie hatte einen Whatsappstatus drin (hab sie nur archiviert) und ich habe nen weinenden Smiley gesendet...ich bin ein idiot.....

Maaaaaaaaaan ich weiß doch genau dass ich nicht reagieren soll.... ganz toll, jetzt hänge ich wieder in Gedanken. Ich machs mir aber auch selber schwer...

• x 1 #30


A


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