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Laufen wir eigentlich weiter auseinander?

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Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich denke nicht nur ihm sondern uns allen. Wer weis noch was Ruhe ist? Wie geht das? Was ist das? Wie kommt man dahin? Gerne ein neuer Beitrag 😉

100%ig!

Was ist Ruhe? Ich habe diese Frage als Teil dieses Threads verstanden.

Ruhe ist (für mich) ein Zustand oder Raum frei von übermäßigen Reizen, Anforderungen und Belastungen.
Manchmal bedeutet Ruhe auch, nicht reden, nicht reagieren, keine Entscheidungen treffen und für eine gewisse Zeit nichts leisten oder aufnehmen zu müssen.

Aber ich glaube, die Mehrheit (auch ich) hat das mehr oder weniger verlernt zu leben.

• x 5 #31


Y
Zitat von St_Jappi:
Ich habe in letzter Zeit immer wieder gelesen und gehört, dass es in Deutschland immer mehr Single-Haushalte gibt. Gleichzeitig begegnen mir zunehmend Berichte über eine größer werdende Distanz zwischen Männern und Frauen.
Frauen seien unabhängiger geworden und bräuchten Männer weniger.

Also ich kann das in Teilen so bestätigen.
Aber nicht, weil Frauen unabhängiger geworden sind und keine Männer mehr "brauchen".
Sie würden gern.
Emotional und körperlich verbunden sein.
Bei meinen Freundinnen ist es so, zwei von vieren haben die Nase gestrichen voll.
Sie haben keine Lust mehr, sich einzulassen und dann aber nach einer Weile zu merken, sie werden nur für Sex hergenommen und der Mann verdünnisiert sich nach und nach emotional.
Sie haben beschlossen, sich ihr eigenes Leben jetzt so gut wie möglich einzurichten und allein zu bleiben.

• x 2 #32


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Laufen wir eigentlich weiter auseinander?

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Y
Zitat von J_Eulenspiegel:

Ich denke nicht nur ihm sondern uns allen. Wer weis noch was Ruhe ist? Wie geht das? Was ist das? Wie kommt man dahin?
Gerne ein neuer Beitrag

Ein Stullenpaket und eine Decke einpacken. Ein Kartenspiel mitnehmen und in die Wolken gucken. In den nächsten Wald oder zum See wandern. Das Telefon ausmachen und einfach 5 Stunden da bleiben. Lachendes Gesicht

• x 5 #33


Y
Zitat von J_Eulenspiegel:
Wer mag das Gefühl nicht von einer anderen Person gebraucht zu werden? Wir könnten uns mal in die andere Person versetzen und überlegen, wie es ihr gefallen würde wenn wir sie um "Hilfe" bitten würden. Das steigert doch das Selbstwertgefühl. Man sagt auch jemanden nicht um Hilfe zu bitten ist eine Schwäche. Ich finde es schön wenn man mich braucht, aber man darf von mir nicht abhängig sein. Wenn jemand etwas besser kann oder gerne macht, wieso dann nicht darauf zurück greifen?

Ich war in einer Kennenlernphase.
War positiv, hab mich sehr für die Person interessiert und viel gefragt. Wollte ihn gern richtig gut kennenlernen.
Hab dann aber nach nun drei Monaten auch mal vorsichtig um eine kleine Hilfe gefragt.
Und er hat es vergessen!
War auch sowas wie ein kleiner Test, aber ich hätte mich über männliche Hilfe, da mal zwei Löcher für ein Bild zu bohren schon gefreut.
Aber, vergessen.
Das Thema fallengelassen.
Und da ich Frau bin, mache ich es eben nun selbst.
Obwohl ich es schön gefunden hätte, wenn jemand mal etwas für mich getan hätte.
Und es nicht nur um Sex geht.

• x 3 #34


Y
Zitat von J_Eulenspiegel:
In letzter Zeit immer nur Frauen kennen gelernt, wo S. wichtig ist. Woraus bestehen dann die 2 mal wöchentlichen Treffen? Nicht soviel aus sich kennen lernen sondern "Erfahrung" austauschen.
Das nennt sich dann eher exklusives F+ als kennenlernen um eine Beziehung aufzubauen.

Danke fürs Drücken.
Hab das Gleiche grad in grün.
Und wenn ein bisschen Zeit vergeht, gehts dann doch nur um Sex.
Wobei ich das ja auch mag.
Aber eben nicht nur.

• x 1 #35


Liv225
Dass die Gesellschaft sich insgesamt auseinander entwickelt, empfinde ich auch so….
wenn man hier durch die Stadt geht, in größeren Städten sowieso.

Die allermeisten sitzen dann ( wenn sie nicht sowieso gestresst herumlaufen) in der Sonne (letztens in München), vor sich der Handybildschirm.
Auch schon kleine Kinder im Buggy vor IPads.
Das empfinde ich als schrecklich.

Neben mir war ein Pärchen das Erdbeeren gegessen hat, mir welche anbot, und wir kamen ins Reden.
Eine sehr, sehr schöne und heutzutage seltene Erfahrung. (Zu dem waren es Briten und ich konnte mal wieder englisch sprechen🙂)

Das ist für mich nicht nur was zwischen Mann /Frau, sondern allgemein.

Es zeigt sich leider auch im Ton an den Schulen. Viel öfter muss da vermittelt und auf guten Umgang miteinander geachtet werden.
Als wenn es den Eltern gar nicht mehr wichtig ist, ihre Kinder dahingehend zu erziehen.

Und dann gibt es doch Erlebnisse, wo man auf Verständnis und Menschlichkeit trifft (siehe mein Vater, wer es gelesen hat)
Das lässt mich daran glauben, dass die Menschen doch auf andere achten, sich einfühlen können. Ein Miteinander möchten.

Und Ruhe.. die habe ich, wenn ich meine Sorgen wegsperre, im Wald bin, draußen sitze und in die Sterne schaue, am See spazieren gehe.
Das kann allein sein (das empfinde ich nicht als „einsam“) oder auch mit jemandem, mit dem man alle möglichen Gedanken teilt abseits vom hektischen Alltag und seinen Sorgen.

• x 4 #36


Worrior
Klar, die Zeiten haben sich geändert, was Beziehungen und das soziale Zusammenleben angeht.
Ich sehe da gerade in den letzten 25 Jahren eine große Entwicklung.
Keineswegs alles positiv.

Ich sehe keinen Sinn darin irgendeine Beziehung mit irgendwem einzugehen, nur weil es gerade mal habwegs passt.
Weil Umfeld und Gesellschaft der Meinung sind mit jemandem der alleine ist würde etwas nicht stimmen.

Frauen sind unabhängig, ein Partner um gesellschaftlich und sozial zu überleben ist schon lange nicht mehr nötig.
Dies wird allgemein gefeiert und beklatscht, ich finde das vollkommen ok.

Wieso man aber Männern die keine Behiehung, im herkömmlichen Sinne, mehr möchten unterstellt "krank" zu sein leuchtet mir nicht ein.
Männer die sich alleine ein interessantes und spannendes Leben in Fülle aufgebaut haben.
Männer die Bezehungen, Ehen und auch deren scheitern erlebten.
Männer die Väter und Großväter sind.
Männer die am gesellschaftlichen Leben teilhaben wann sie es wollen, nicht weil sie es müssen.
Männer die sich nach turbulenten Jahren ein Zuhause geschaffen haben wo Ruhe und Frieden herrscht, ein Ort des Rückzuges vom Alltag und der Entspannung.
Männer die körperlich und geistig gesund sind.
Männer die, wie Frauen auch, keinerlei Lust mehr haben sich im Dating irgendwelchen Pflichtenkatalogen zu stellen und Rede und Antwort stehen sollen damit Checklisten abgearbeitet werden.
Die sich dann Fragen "Warum sollte ich das tun, was bekäme ich dafür?"
Männer die keine Lust mehr haben irgendwelchen Vorgaben nachzukommen wo viele der vorgelebten und angepriesenen Beziehungen nur noch ein schlechter Witz sind.

• x 4 #37


Liv225
@Worrior

Du siehst das natürlich aus der Sicht als Mann.
Ich finde, dass das für Frau schon auch gilt.

Wie oft wurde mir gesagt: Du brauchst doch einen Mann usw.

Nein, brauche ich nicht.
Ich möchte manchmal jemanden an meiner Seite.
Einfach zum Sachen, Erlebnisse teilen.
Und das ist der Unterschied.
Was ich brauche ist Ruhe, Entspannung, inneren Frieyen.

EDIT:
Da steht ja weiter unten doch:
„Männer, die, wie Frauen auch…“ .
🙂

• x 2 #38


St_Jappi
Ich finde beide Beiträge interessant, weil sie für mich gar nicht so weit auseinanderliegen.
@Worrior beschreibt, warum er keine Beziehung eingehen möchte, nur weil es gesellschaftlich erwartet wird. @Liv225 bringt für mich einen wichtigen Unterschied auf den Punkt: Man muss niemanden brauchen, um sich trotzdem jemanden an seiner Seite wünschen zu dürfen.
Vielleicht ist genau das der Punkt: Eine Beziehung sollte nicht notwendig sein, damit das eigene Leben funktioniert. Aber sie kann es bereichern, wenn man Erlebnisse, Gedanken und ganz alltägliche Dinge mit jemandem teilen möchte.
Unabhängigkeit und der Wunsch nach Nähe schließen sich für mich jedenfalls nicht aus.

• x 2 #39


Worrior
Zitat von St_Jappi:
Eine Beziehung sollte nicht notwendig sein, damit das eigene Leben funktioniert. Aber sie kann es bereichern, wenn man Erlebnisse, Gedanken und ganz alltägliche Dinge mit jemandem teilen möchte.
Unabhängigkeit und der Wunsch nach Nähe schließen sich für mich jedenfalls nicht aus.

🎯👍

• x 1 #40


Y
Zitat von Worrior:
Männer die, wie Frauen auch, keinerlei Lust mehr haben sich im Dating irgendwelchen Pflichtenkatalogen zu stellen und Rede und Antwort stehen sollen damit Checklisten abgearbeitet werden.

Also Checklisten stelle ich mir auch richtig schlimm vor!

• x 1 #41


C
Zitat von St_Jappi:
Unabhängigkeit und der Wunsch nach Nähe schließen sich für mich jedenfalls nicht aus.

Für mich schon.

Um wirklich jemanden nahe zu sein, bedarf es geben zu können, nicht nur nehmen. Geben heißt Abstriche bei der Unabhängigkeit zu machen.

• x 5 #42


Worrior
Zitat von Casey:
Um wirklich jemanden nahe zu sein, bedarf es geben zu können, nicht nur nehmen. Geben heißt Abstriche bei der Unabhängigkeit zu machen.

Schon, dann aber bitte freiwillig und nicht weil es andere erwarten.
Ich nenne es nicht Abstriche machen, sondern Prioritäten setzen.
Was ist mir dieser Mensch wert?
Wenn es passt kommen wundervolle Dinge zurück, wenn nicht bist Du der/ diejenige welche(r) immer nur gibt und kittet, für einen Menschen der nicht Dich liebt sondern das was Du ihm geben kannst.

• x 3 #43


Blindfisch
Zitat von Casey:
Um wirklich jemanden nahe zu sein, bedarf es geben zu können, nicht nur nehmen. Geben heißt Abstriche bei der Unabhängigkeit zu machen.

🎯
Sehe ich auch so. Wer eine langfristige und glückliche Beziehung haben möchte, muss auch lernen, Verantwortung abgeben zu können. In Teilbereichen. Diese Einstellung, "ich brauche keinen Partner, ich kann alles allein" heißt für mich: ich will die Kontrolle behalten. Ich habe keine 100% Vertrauen in einer anderen Person. Ich kann mich auch nicht verletzlich zeigen. Denn das heißt Verlust der Kontrolle und ich begebe mich so in einer Abhängigkeit. Ich bin davon abhängig, das der Partner meine Ängste und Sorgen, meine Schwächen nicht gegen mich verwenden wird.
Meine-Meinung Schild

• x 4 #44


J
Zitat von St_Jappi:
Man muss niemanden brauchen, um sich trotzdem jemanden an seiner Seite wünschen zu dürfen.

Zitat von Casey:
Um wirklich jemanden nahe zu sein, bedarf es geben zu können, nicht nur nehmen. Geben heißt Abstriche bei der Unabhängigkeit zu machen.

Zitat von Worrior:
Schon, dann aber bitte freiwillig und nicht weil es andere erwarten.
Ich nenne es nicht Abstriche machen, sondern Prioritäten setzen.

Ich kann mir nicht vorstellen dass es einen Menschen gibt, der es nicht schön findet wenn man ihn braucht. Egal ob es bei einer Affäre der S. ist oder in einer Beziehung der Haushalt oder das Reifen wechseln oder...

Es ist schön alles alleine zu können, einiges macht zu zweit auch mehr Spaß.

Die Frage wieso möchte man unabhängig sein?

Egal um welches Thema es geht, wenn man etwas haben möchte muss man immer etwas geben. Sei es Geld, von der eigenen Zeit (entspricht etwas der Unabhängigkeit), irgendetwas muss man immer geben wenn man etwas möchte, das eine schmerzt mehr als das andere.
Man muss immer Kompromisse eingehen, egal ob mit sich selbst oder mit anderen Menschen. Je nach dem wie kompromissbereit man ist, ist man flexibler oder weniger flexibel, was sich in einer Partnerschaft wieder spiegelt. Wenn mein Ziel ist den Partner zu sehen und Zeit mit ihm zu verbringen, der Partner ins Kino möchte, dann gehe ich da mit, da ist beiden geholfen und so wird die begrenzte Zeit die wir nutzen optimaler genutzt -> beiden geholfen. Wenn ich sag ich möchte mit dir genau zu diesem Zeitpunkt, genau das machen, also alles wie ich es möchte, dann muss die andere Person mehr Kompromisse eingehen und auf Dauer verbiegt sich die andere Person. Das kann auch gut gehen, das ist meiner Meinung nach der Punkt der sich gewandelt hat. Jeder Mensch möchte sich weniger verändern und im Grunde weniger Kompromissbereit.

• #45


A


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