@KeepSmile Danke für deine Antwort
Zitat von KeepSmile: Das ist ein schweres Alter finde ich, genau wie die Püpertät, weil neuer Lebensabschnitt.
Der Liebeskummer ist garnicht das Problem wie ich es sehe. Bringt aber viele Gefühle mit hoch
Ja und vor allem hat sich bei mir über einen längeren Zeitraum eine Illusion einer möglicherweise funktionierenden Beziehung gebildet. Ein Luftschloss. Ich hätte viel eher mutig sein sollen und Sie fragen müssen. Das hätte im Nachhinein viel Kummer erspart. Aber hinterher weiß man es immer besser.
Zitat von KeepSmile: Wie erklärst du dir das plötzliche Hoch vor dem Fall?
Eigentlich könnte man sagen. Liebeskummer - Hochphase - Tiefphase. Wieso das Hoch kann ich mir ehrlich gesagt selbst nicht erklären. Aber die letzten beiden Monate ging es mir tatsächlich sehr gut. Die schlechte Phase kam ironischer Weise nach einem Date mit meiner zweiten Bekanntschaft. Angedeutet hat es sich mit ewig kreisenden Gedanken um die Zukunft, woraus sich Ängste entwickelten und die Gefühle dann kaltstellen. Schwierig zu erklären.
Zitat von KeepSmile: Dafür möchte ich dir auf die Schulter klopfen. Wie erwachsen und stark zu einem Arzt zu gehen damit.
Wissen deine Familienangehörigen das?
Welche Möglichkeiten hat dein Arzt dir genannt und wie die Weiterbehandlung aussehen kann?
Wie seid ihr verblieben?
Das war für mich kein Problem. Auch von meiner Familie habe ich vollste Unterstützung wenngleich Sie mich oftmals versuchen, mit den falschen Mitteln zu trösten. ("Kopf hoch, denk nicht so kompliziert, usw") Nehme ihnen das aber nicht übel. Wer nicht selbst in einer solchen Situation steckt kann das nur schwer beurteilen.
Mein Hausarzt hörte sich meine Probleme an, meinte aber bei einer leichten Depression/depressiven Phase möchte er zunächst noch etwas auf den Faktor Zeit setzten. Und es wurde tatsächlich nach 3 Wochen besser.
Zitat von KeepSmile: Wenn das länger anhält, unbedingt im Auge behalten
Selbstverständlich.
Zitat von KeepSmile: Sehr gewagt
Ja und nein.
🙃 Zum Zeitpunkt des Kennen-Lernen ging es mir echt gut. Wir hatten schöne Treffen. Es waren vielleicht nicht die "Gefühlsexplosionen" aber ein Gefühl von Vertrautheit und Empathie.
Zitat von KeepSmile: Wann waren zum erstenmal depressive Phasen in deinem Leben?
Verkopft, Grübeln, Introvertiert?
Ich würde das gerne unterschiedlich betrachten. Die depressive Phase hatte ich so noch nie. Schon immer aber bin ich ein verkopfter Zeitgenosse. Hinterfrage oft zu viel und meistens bei mir selbst. Habe schon immer ein vermindertes Selbstwertgefühl dadurch.
Zitat von KeepSmile: Änglich, Unsicher?
Im Bezug auf die neue Bekanntschaft. Ich durchlebe eine schöne Zeit. Es kommen Zweifel die mich rund um die Uhr grübeln lassen, bis es meinen Gehirn die Gefühle aussperrt. Ich kann das durchaus nachvollziehen. Aber es lässt sich nicht verhindern.
Zitat von KeepSmile: Wie erklärst du dir das und war das immer schon?
Schutz vor Enttäuschungen
Zitat von KeepSmile: Ok, hast du Freunde, Familie, Bezugmenschen oder eher zurückgezogen und Einzelgänger?
Viele Freunde, Familienmensch. Meistens der "Lustige" in der Gruppe. Aber nicht gespielt, sondern wirklich immer mit Humor. Wenn ich mich aber in einer Phase befinde, dann fehlt mir zwar nicht der Antrieb etwas mit ihnen zu unternehmen, aber doch die positiven Empfindungen bleiben aus. Betrifft auch Hobbies. Alles wirkt schwerfällig, eintönig und doppelt so anstrengend.
Zitat von KeepSmile: Frage dich selbst was du brauchst und sich gut anfühlt. Ist es Zeit und Abstand? Was würde ich dir raten. Erwartungen und Tempo rausnehmen. Erstmal auf rein freundschaftlicher Ebene bleiben. Wenn du dich mit ihr gut fühlst und reden möchtest, dann teil ihr mit dass du dich mit Depressionen im Moment auseinandersetzt, sie gerne weiter kennenlernen möchtest, aber
erst gut für dich sorgen musst und dir mehr Zeit beim Kennenlernen lassen möchtest. Wenn sie Fragen dazu hat sie dich Fragen kann.
Ja daraus wird es hinauslaufen (müssen). Denn es ist schon so, dass die neue Bekanntschaft durchaus eine erneute depressive Phase triggert. Weil ich zu verkopft bin. Zu viele negative Szenarien durchdenke. Mich ständig frage, ob Sie die richtige ist, usw...Nur schwierig jemanden zu erklären, dass man auf einmal kaum mehr etwas empfindet, während man eine Woche zuvor noch kaum auf die Nachrichten warten konnte, bzw. sogar intimer wurde. Alles recht verzwickt.
Zitat von KeepSmile: Therapeutisch wird es auch empfohlen. Verbessert die Verarbeitung und entlastet. Reden oder Schreiben.
Gut zu wissen was dir hilft.
Sport wird auch immer dazu empfohlen, stopt das Grübeln und vieles mehr.
Sport mache ich weiterhin, auch wenn es mich momentan nicht erfüllt. Es längt zumindest etwas ab. Das Grübeln leider bleibt. Und kann auch nicht durch Willen beeinflusst werden. Gäbe hier eigentlich Behandlungsansätze?
Vielen Dank
