Ehemaliger User
Gast
ich habe vor 2 Monaten einen Mann über Internet kennengelernt. Es lief alles wunderbar und ich habe mich sehr gut gefühlt. Dann fragte ich ihn beim Abschied mal, wann wir uns wieder sehen würden und er sagte er würde privat gerne alles spontan verabreden, weil er beruflich schon so viele Verpflichtungen hätte. Erstmal habe ich das so akzeptiert, dadurch das er auch mindestens einmal am Tag anrief, hatte ich trotzdem das Gefühl, das ich sicher sein konnte.
Dann gestern wollten wir uns noch treffen. Ich war vorher noch mit einer Freundin verabredet und fragte ihn ob wir uns danach um 21 Uhr bei ihm treffen konnten. Er war einverstanden und fand das schön. Ich rief ihn dann kurz vorher an. Er war nicht zu Hause und sagte er bräuchte eine halbe Stunde. Ich gebe zu das ich da etwas überempfindlich reagiert habe (da ging bei mir wohl wegen schlechter Erfahrungen ein Fass auf) und sagte ich würde dann nach Hause fahren, da ich keine Lust hätte bei ihm vor der Tür zu warten wie bestellt und nicht abgeholt. Er sagte das könnte er gut verstehen. Das hat mich verletzt, aber ich sagte trotzdem zu.
Als ich dann bei ihm war war ich noch immer angesäuert und sagte ihm auch das ich dieses Verhalten nicht so gut fände und es bei mir das Gefühl hervorrufen würde, das es ihm egal sei, ob wir uns sähen oder nicht und das sein interesse wohl nicht so gross sein könnte.
Er verstand meine Verstimmung gar nicht (o.k., kann ich auch noch nachvollziehen, schließlich habe ich tatsächlich etwas sensibel reagiert) und sagte er würde sich freuen mich zu sehen, aber wenn ich nach Hause gefahren wäre wäre das für ihn auch nicht tragisch. Sein interesse ginge halt so weit und wenn ich damit nicht zurecht käme wäre das halt schade und er wüsste gar nicht was er noch sagen sollte. Ich bat ihn etwas mehr auf mich einzugehen. Er sagte das wäre jetzt zu viel für ihn. Ich frage ob ich wieder gehen sollte und er sagte das wäre wohl besser, da die Stimmung eh dahin wäre und er sich das anders vorgestellt hätte.
Es tat mir so wahnsinnig weh. Und nun glaube ich, das er nur Sex von mir wollte. Nun, da ich mal eine nicht so pflegeleichte Seite von mir gezeigt habe und mein wunsch nach etwas mehr entgegenkommen (hätte er mich umarmt oder mir gesagt, das er natürlich interesse hätte mich zu sehen, dann wäre das ja schon o.k. gewesen, ich erwarte nach 2 Monaten ja keine Liebeserklärung) geäußert habe, wird die Beziehung ihm zu anstrengend und er verabschiedet sich.
Er brachte mich noch nach unten und sagte im Aufzug, er fände es schade das es so weit gekommen ist. Ich sagte, das es doch seine entscheidung gewesen sei (natürlich hoffte ich immer noch er würde jetzt auf mich eingehen). Er sagte nichts mehr. Unten streichelte er mir noch mal über die Wange, ich gab ihm einen Kuss (immer noch in der Hoffnung das Ruder rumreizen zu können) und dann sagte er wir würden in den nächsten Tagen telefonieren. Ich war so traurig als ich davon fuhr....
Was habe ich den so schlimmes getan? Klar habe ich überempfindlich reagiert, aber ist das ein Grund gleich schluss zu machen??? Ich wollte doch nur über meine unguten Empfindungen mit ihm reden und das er mir ein wenig Sicherheit gibt, das er nicht nur Sex und Zärtlichkeit von mir will, sondern sich auch für mich als Mensch interessiert.
Hätte ich noch weiter mit meinen Befürchtungen leben sollen und meine ängste verstecken? Ich hatte schon mal eine Beziehung, bei der sich erst nach einem halben Jahr herausstellte, das er nur pop. wollte (ich wollte ihn nicht drängen, denn wie frau so hört, brauchen Männer da ja schon mal etwas länger). Sowas will ich nie wieder erleben. Ist es denn ein Fehler ein sensibler, empfindsamer und gefühlvoller Mensch zu sein???