Ich lebe die meiste Zeit in einem Wohnmobil. Das klingt für viele Menschen erst einmal unglaublich romantisch. Freiheit! Abenteuer! Jeden Morgen woanders aufwachen! Ja. Theoretisch. Praktisch wache ich meistens dort auf, wo ich am Abend vorher eingeschlafen bin. 😂 Aber ich mag mein Wohnmobil trotzdem. Es ist mein Zuhause, mein Rückzugsort und manchmal auch mein persönliches Chaos auf vier Rädern. Das Schöne ist: Ich kann theoretisch jederzeit losfahren. Das sage ich mir jedenfalls sehr gerne. In der Praxis muss ich vorher überlegen: Wo kann ich Wasser auffüllen? Wo kann ich entsorgen? Reicht der Strom? Habe ich genug Diesel? Und vor allem: Wo darf ich überhaupt stehen, ohne morgens um sechs von jemandem freundlich darauf hingewiesen zu werden, dass ich dort eigentlich nicht stehen darf? Aber Freiheit ist Freiheit! 😄 Nun ist es bei mir allerdings nicht ganz so, dass ich alle Brücken hinter mir abgebrochen habe und nur noch als moderner Nomade durch die Welt ziehe. Ich habe nämlich auch noch eine kleine Wohnung. Sozusagen mein Basislager. 😄 Dort steht nicht alles auf vier Rädern, ich muss nicht überlegen, wie voll der Wassertank ist, und wenn ich duschen möchte, muss ich vorher keine technischen Berechnungen durchführen. Das ist durchaus beruhigend. 😂 Und trotzdem verbringe ich ungefähr 90 Prozent meiner Zeit lieber in meinem Schneckenhaus. Vielleicht gerade deshalb, weil ich die Wahl habe. Ich kann ins Wohnmobil. Ich kann aber auch in meine Wohnung. Und obwohl ich noch berufstätig bin, habe ich dadurch ein kleines Stück Freiheit, das viele Menschen vielleicht erst mit der Rente verbinden. Wenn ich frei habe, kann ich einfach sagen: „Ich fahre jetzt los.“ Nicht unbedingt bis nach Spanien – obwohl das irgendwann natürlich auch noch auf meiner Liste steht. 😄 Ich versuche seid einiger Zeit mir auch diese Sprache beizubringen, mal sehen wie weit ich komme und die Synapsen das noch zulassen. Manchmal reicht es schon, irgendwo am Wasser zu stehen, einen Kaffee zu trinken und einfach aus dem Fenster zu schauen. Andere fahren für ein Wochenende ins Hotel. Ich nehme einfach mein Zuhause mit. 😂 Natürlich hat das auch Nachteile. In einer Wohnung kann man Dinge einfach irgendwo hinstellen. Im Wohnmobil gibt es dieses „irgendwo“ nicht. Wenn ich etwas Neues kaufe, muss etwas anderes wahrscheinlich ausziehen. Manchmal glaube ich, meine Gegenstände führen heimlich eine Warteliste: „Herzlichen Glückwunsch. Du bist die neue Kaffeemaschine. Dafür muss leider der Toaster gehen.“ Und trotzdem würde ich mein Schneckenhaus nicht eintauschen wollen. Denn wenn mir alles zu viel wird, wenn ich einfach mal raus möchte, dann kann ich theoretisch den Motor starten und losfahren. Wohin? Keine Ahnung. Aber das ist ja gerade das Schöne daran. Manchmal ist Freiheit nicht, genau zu wissen, wohin man fährt. Sondern einfach zu wissen: Ich könnte, wenn ich wollte. Und meistens will ich dann doch erst einmal einen Kaffee trinken. ☕😂
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Gorch_Fock Mitglied
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Freiheit beim Camping ist super. Man kann sein, wie man mag. Freizeit-Klamotten an. Und in Kontakt kommt man ohne Telefon und Co. - wenn man sich vom Nachbar mal was ausborgen muss
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A
Mein Leben im Schneckenhaus
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Liv225 Mitglied
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Diese Freiheit klingt toll. Einfach die -Möglichkeit- haben, auch wenn man sie nicht nutzt.
Ich war letztes Wochenende weg. Einfach so ohne was denken zu müssen. Da würde ich mir wünschen, das ginge öfter.
@Liv225 Genau das ist für mich der eigentliche Luxus: Nicht ständig wegfahren zu müssen, sondern einfach zu wissen, dass ich es jederzeit könnte. 😊 Diese Möglichkeit allein fühlt sich schon nach Freiheit an. Und wenn man sie dann nutzt, umso schöner.
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Liv225 Mitglied
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Es ist cool, dass Du’s auch trotz noch Arbeit schaffst.
Das würde ich mir wünschen, wenn ich es denn könnte: Weniger „muss“ und viel mehr „kann“.