Giraffenmädchen.
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ich wollte nach längerer Zeit wieder einmal ein kurzes Update geben.
Mein Mann möchte die Scheidung mittlerweile definitiv. Er sagt zwar immer wieder, dass er alles im Guten und einvernehmlich regeln möchte, aber gleichzeitig blockt er mich emotional ab, kommt und geht, wann er möchte, und ein wirklicher Austausch findet kaum statt.
Er droht mir auch mit Klage und hat auch schon körperlich mir gegenüber Grenzen überschritten, was er nun dementiert.
Für mich ist die Situation besonders schwer, weil ich das Gefühl habe, dass das Wohl der Kinder nicht mehr an erster Stelle steht. Er möchte das Haus so schnell wie möglich verkaufen und möchte nicht, dass die Kinder und ich dort bleiben. Warum sollen wir ein schönes Leben haben, wenn er doch ohnehin ausziehen muss - Zitat von ihm.
Für mich bedeutet das wahrscheinlich, dass ich mich mit dem Gedanken an eine Wohnung intensiver auseinandersetzen muss. Ich habe auch nächste Woche bereits einen entsprechenden Termin, den ich alleine wahrnehmen werde.
Ich bin unglaublich dankbar, dass ich meine Eltern habe, die mich mental unterstützen und mir wahrscheinlich auch finanziell helfen werden. Ohne sie wäre diese Situation noch viel schwieriger.
Das Belastendste für mich ist, dass er sagt, es ist auch sein Haus und er möchte erst ausziehen, wenn das Haus verkauft ist. Dadurch bekomme ich seine neue Beziehung bzw. seine Außenbeziehung weiterhin hautnah mit. Er kommt und geht, wie es für ihn passt, während die gesamte Verantwortung für die Kinder im Alltag hauptsächlich bei mir liegt.
Wenn ich ihn bitte, auch Verantwortung zu übernehmen, fordert er damit gleich Gegenunterstützung und eigene freie Tage ein - um sich mit seiner Neuen zu treffen. Ich mag ihm das nicht ermöglichen, weil es mir noch zu weh tut.
Gleichzeitig hält er mir entgegen, dass ich ja auch jemanden habe. Das ist immer sein Hauptargument. Ich sehe den Musiker aber nur selten.
Es ist gerade eine sehr schwierige Phase. Ich versuche, für die Kinder stabil zu bleiben und gleichzeitig irgendwie meinen eigenen Weg zu finden. Ich bin sehr froh, dass ich Menschen an meiner Seite habe, die mich auffangen.
Was mich emotional am meisten belastet, ist, dass ich mich von ihm überhaupt nicht mehr wertgeschätzt oder respektvoll behandelt fühle.
Ich habe ihn mehrmals gebeten, dass ich seine neue Beziehung nicht so unmittelbar miterleben muss. Trotzdem trifft er sie teilweise mehrmals pro Woche, während wir noch gemeinsam unter einem Dach leben und ich mit den Kindern den Alltag stemme.
Nach 20 Jahren Beziehung und als Mutter seiner Kinder fühlt sich diese Situation für mich wie ein sehr schmerzhafter und trauriger Abschluss unserer gemeinsamen Geschichte an. Ich hätte mir gewünscht, dass wir trotz allem respektvoller und rücksichtsvoller miteinander umgehen können.