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Meine Borderline Partnerin hat mich verlassen, was nun?

PapaEmeritus
@PeterN

Ich hab tatsächlich auch eine Freundin, die hatte ganz schlimme Phobien als ich sie kennen habe aufgrund von Erfahrungen, und auch aufgrund ihrer Persönlichkeit. Da hatte ich auch ne Weile gebraucht, um den „Panzer zu durchbrechen“. Tatsächlich hat sich dahinter ein absolut liebenswerter, intelligenter Mensch „versteckt“. Gibt es alles. Ich glaube aber nicht, dass das die Menschen sind, die diesen großen interpersonellen Schaden anrichten.

• x 2 #466


A


Meine Borderline Partnerin hat mich verlassen, was nun?

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P
Ich fand meine auch unfassbar lieb, bis sie mich nach 2 Jahren übelst abwertete. Das passte nicht null. Aber möglicherweise ein Hinweis auf eine DIS, da ich es am Ende mit einer völlig anderen Person zu tun hatte.
Aber durchaus passend zu einer Cluster B Störung.
Maske auf, Maske ab.
Hab mich lange gefragt, was der wahre Kern dieser Erkrankung ist: Der gute oder böse Charakter.
Jemand meinte hier mal, der eigentlich "fiese Charakter" sei der wahre Kern.
Da gehe ich aber nicht mit. Ich denke sie haben beide Seiten in sich, weil sie seit ihrer Kindheit diese Abspaltungen und Dissoziationen trainiert haben.

• #467


PapaEmeritus
Zitat von PeterN:
Hab mich lange gefragt, was der wahre Kern dieser Erkrankung ist: Der gute oder böse Charakter.


Ich denke weder noch. Nichts davon ist der „echte Mensch“. Der Mensch ist immer das, was er sein muss, um seine Ziele zu erreichen. Dahinter stehen dann eben bestimmte stabile Persönlichkeitsmerkmale. Dass solche Menschen beides sind, halte ich persönlich für unwahrscheinlich. Aber wie gesagt nur meine Meinung.

• x 1 #468


Catalina
Ich lese schon die ganze Zeit sehr interessiert mit. Ich habe jemanden mit BL im näheren Umfeld und frage mich schon lange, was die Ursache dafür ist. Diese Person hatte eine ganz normale Kindheit in einer ganz normalen Familie und bis ins junge Erwachsenenalter waren die Symptome eher mild, erst dann fing es an, immer schlimmer zu werden. Es gab immer mehr Ausraster, ständiges Drama, immer war sie das Opfer, was ja gar nichts dafür konnte, auch wenn sie diejenige war, die das Gegenüber für etwas verbal attackiert und beschimpft hatte, was nur in ihrem Kopf stattfand.

Das Ganze gipfelte schließlich darin, dass sie am Sterbebett eines Verwandten, als alle da waren, um sich zu verabschieden, völlig eskaliert ist, so dass sogar die Polizei gerufen werden musste, weil sie die anderen Personen körperlich angegangen ist. Die Geschichte von der Frau, die sich das Messer ins Bein gerammt hat, um die volle Aufmerksamkeit zu bekommen, hat mich doch sehr an diese Situation erinnert.
Zitat von Franzi1188:
vielleicht hilft es euch ja, die Not und das Unvermögen zu sehen und es nciht als Berechnung der Person zu werten. und vielleicht, auch damit irgendwie abzuschließen, denn diese Menschen haben einfach ihre Probleme und Themen und selbstverständlich die Aufgabe, daran zu arbeiten, um nicht andere zu verletzen.

Ich sehe die Not und das Unvermögen durchaus und ich glaube auch nicht, dass diese Person berechnend handelt, sie folgt einfach ihren übersteigerten Gefühlen. Trotzdem sind die Auswirkungen auf ihr eigenes Leben und das ihrer Angehörigen enorm. Zumal sie ihr BL gerne als Ausrede benutzt, warum sie ja gar nix dafür kann, sich aber trotzdem beharrlich weigert, sich behandeln zu lassen. Wie soll man sinnvoll mit so jemandem umgehen?

• x 2 #469


M
Zitat von Catalina:
Ich lese schon die ganze Zeit sehr interessiert mit. Ich habe jemanden mit BL im näheren Umfeld und frage mich schon lange, was die Ursache dafür ...

Auch eine überbehütete Kindheit kann zu BL führen oder unentdecktes ADHS.
Wenn ein Mensch seine Diagnose nutzt um sich nicht helfen zu lassen, oder für Ausreden, sollte man einen großen Bogen um solche Leute machen.

• x 1 #470


PapaEmeritus
Zitat von Mia83333:
Auch eine überbehütete Kindheit kann zu BL führen oder unentdecktes ADHS.


Da wird sich die Theorie aber passend gemacht. Findet man keine Vernachlässigung oder Missbrauch, war es eben Überbehütung etc. Ist natürlich wunderschön, weil diese Theorien dadurch immer gewinnen. Passt die eine nicht, wird einfach ne andere erfunden.
Was man in Studien sieht ist, dass zB Borderline bei direkten Verwandten 4.7 mal so häufig vorkommt, wie im Durchschnitt, ein Drittel weist zB keine Historie hinsichtlich Vernachlässigung etc auf. Diese „Störungen“ haben mMn mindestens genauso viel, wenn nicht sogar mehr mit dem zu tun, wie ein Mensch einfach intrinsisch gebaut ist, als mit dem, was dem Menschen passiert ist.

• #471


M
Zitat von PapaEmeritus:
Da wird sich die Theorie aber passend gemacht. Findet man keine Vernachlässigung oder Missbrauch, war es eben Überbehütung etc. Ist natürlich ...

Ich gebe nur die Informationen wieder die ich von Psychologen erhalten habe.

• #472


C
Zitat von Mia83333:
Auch eine überbehütete Kindheit kann zu BL führen

Das halte ich sehr für an den Haaren herbei gezogen.

Aber klar, irgendeine Ausrede gibt es immer, um den Eltern die Schuld rüber schieben zu können.

Ich bin da sehr bei @Arnika, da ist was nicht in Ordnung im Kopf. Zigfach mittlerweile belegt. Muss man sich nur eine Weile mit moderner Hirnforschung beschäftigen und die Therapeuten samt den Psychiatern und Psychologen zum Teil , die immer noch auf Phantastereien rumreiten, dürfen durchaus mal beherzt ausgelacht werden.

• #473


P
Zitat von Mia83333:
Auch eine überbehütete Kindheit kann zu BL führen

Ich glaube, das ist wissenschaftlich aber anerkannt.

• #474


M
Zitat von PeterN:
Ich glaube, das ist wissenschaftlich aber anerkannt.

Ich gebe nur wieder was Psychologen mir gesagt haben.

• x 1 #475


C
Zitat von PeterN:
Ich glaube, das ist wissenschaftlich aber anerkannt.

Längst widerlegt.

Genauso wie keiner Homo wird, weil die Mutte zu streng war oder überbehütend.

Die Erde ist keine Scheibe. Wird mittlerweile auch anerkannt. Außer von ewig gestrigen.

• #476


P
Zitat von PeterN:
Ich glaube, das ist wissenschaftlich aber anerkannt.

Ich bin da ja bei Dir. Nach meinen Informationen kann beides die Ursache für eine Fehlentwicklung der Amygdala haben: Zu wenig oder zu viel Liebe oder traumatische Erfahrungen plus biologische, vererbte Faktoren, die erst die Grundlage schaffen

• #477


P
Zitat von Casey:
Längst widerlegt.

Steht wo?

• #478


Error
Aus meiner Sicht kommt kein Baby mit psychischen Abnormalitäten zur Welt.
Erziehung, und dann eigene Erfahrungen im Leben führen eher zu sowas.
Was nicht bedeutet, dass es dann in Stein gemeißelt ist, die Neigung ist zwar da - aber auch andere Erfahrungen im weiteren Leben werden den Mensch prägen.

Ich halte es daher für müßig, den Grund des Scheiterns einer Beziehung nur beim Ex-Partner zu suchen.
Stattdessen vielleicht auch mal bei sich selber nachzuschauen, könnte Aha-Effekte bewirken.

Klar ist es für sich selber leichter, den ex-Partner dafür verantwortlich zu machen. Aber was ich in den BL Threads so lese, liegt das Problem nicht ausschließlich bei den Ex-Partnern, sondern genauso bei ihnen selbst.

• #479


PapaEmeritus
Diese „Fehlentwicklung“ der Amygdala sieht man aber auch bei anderen „Störungen“ und bei Menschen ohne jegliche Störung. Für mich sind das, was wir als Störungen beschreiben, einfach zufällige Variationen im menschlichen Genpool. Vielleicht erfüllen die in manchen Situationen sogar einen evolutionären Sinn wie zB Einfluss, Macht usw und haben sich deswegen durchgesetzt. Diese Störungen sind doch eher diagnostische und teilweise auch gesellschaftliche Konstrukte. Für mich bewegen sich diese Menschen einfach am äußersten Ende eines Spektrums.

Das sind auch keine Abnormalitäten oder sowas, sondern einfach vollkommen normale Variationen. Nur dass die eben für sich selbst und hauptsächlich für andere schädlich sein können.

• #480


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